Kupferkabel ausgedient?
Neue Wahlfreiheit: UMTS und LTE als Festnetz-Alternativen
Dank satter Geschwindigkeitsraten empfehlen sich Mobilfunk-Anschlüsse mittlerweile als echte Alternative zur Festnetzleitung. Doch nicht alle Nutzer profitieren von den Vorteilen von LTE und Co. Für wen lohnt sich ein Wechsel und welche Nachteile muss der Kunde hinnehmen?
Inhaltsverzeichnis
- 1Geschwindigkeitsvorteil
- 2HSPA+ als Alternative
- 3Mobilfunk-Störungen
- 4Aufrüstung durch Metro-Cells
- 5Kostenstruktur und Hardware
- 6Fazit
DSL ist in die Jahre gekommen. VDSL, die schnellste Technik, die derzeit auf dem Kupferkabel basiert, ermöglicht zwar Geschwindigkeiten bis zu 50 Megabit pro Sekunde im Download, ist aber nur noch begrenzt ausbaufähig. Mit neuen Techniken wären auch 100 Megabit pro Sekunde drin, für die Anbieter fehlen hierfür jedoch noch regulatorische Rahmenbedingungen. Glasfaserleitungen, die schon bei der VDSL-Übertragung eingesetzt werden, stellen derzeit nur für wenige Bürger eine Alternative dar: Vom Ausbau profitiert derzeit nur eine Minderheit.
Viel besser sieht es da beim Mobilfunk aus. Die größten Provider Deutschlands, Vodafone und die Telekom, drücken hier richtig aufs Tempo. Sie haben die Versorgungsauflagen der Bundesnetzagentur zur Abdeckung der "Weißen Flecken" auf dem Land per LTE weitestgehend erfüllt und erschließen nun die Städte mit dem Highspeed-Funk. Die Tarife mit der höchsten Geschwindigkeit bieten derzeit eine Brutto-Datenrate von bis zu 50 Megabit pro Sekunde im Download und zehn Megabit pro Sekunde im Upload und liegen damit gleichauf mit VDSL-Leitungen. Der Einstiegs-LTE-Tarif mit 7,2 Megabit pro Sekunde im Download ist vergleichbar mit DSL 6.000, die Upload-Geschwindigkeit mit bis zu 1,4 Megabit pro Sekunde schlägt auf dem Papier sogar DSL 16.000-Leitungen mit bis zu rund einem Megabit pro Sekunde in Senderichtung.


Vodafone hat angekündigt, sein Netz ab September 2010 auf LTE-Technologie umzurüsten. 2011 sollen 1.500 Basisstationen ausgebaut sein. Mit LTE sollen in ländlichen Regionen Übertragungsraten von bis zu drei Megabit pro Sekunde und in Städten bis zu 150 Megabit möglich werden.
Die Telekom plant einen europaweiten Ausbau der mobilen Breitband-Technologien HSPA+ und LTE. Außerdem kündigt der rosa Riese auch eine Erweiterung der WLAN-Hotspots an. Das hat dieTelekom auf dem Mobile World Congress in Barcelona bekannt gegeben.
Der schnelle Mobilfunk-Standard LTE ist eines der Hauptthemen auf der CeBIT in Hannover. Für den Empfang des vermeintlichen UMTS-Nachfolgers haben die Unternehmen der Branche auf der Computermesse neue LTE-fähige Hardware vorgestellt.
Mit LTE erhalten Haushalte in unterversorgten Regionen eine neue Möglichkeit, schnell im Internet zu surfen. Aber auch andere Lösungen zur Schließung weißer Flecken bieten sich nach wie vor an.
Schnelles Internet per LTE gibt es jetzt auch von O2. Die beiden LTE für Zuhause-Tarife kosten rund 40 Euro pro Monat. In Sachen Tempo bietet O2 bis zu 7,2 Megabit pro Sekunde.
Die Telekom bietet in immer mehr Anschlussgebieten Glasfaser-Anschlüsse an. Kunden müssen aber mit deutlichen Einschränkungen beim Tempo der schnellen Leitungen ab einem bestimmten verbrauchten Datenvolumen rechnen.
Vodafone hat seine mobilen Internet-Flat-Tarife verbessert. Die neuen Datentarife bieten bei gleichem Preis bis zu dreifach höhere Übertragungsgeschwindigkeiten.





Beiträge
insgesamt 2 BeiträgeDas sehe ich definitiv ganz genau so! Momentan ist es keine Alternative! Ich denke da nur an meine leidigen Erfahrungen mit meiner ehemaligen UMTS Flatrate für 25EUR monatlich. Nach 5GB übertragenen...
Bei größeren Nutzerzahlen wird LTE genauso zusammenbrechen wie UMTS (mal ganz abgesehen von den wahnsinnigen Preisen und für Homeuser völlig inakzeptablen Beschränkungen) und stellt deshalb keine Alternative zu...