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DSL versus Mobilfunk Kupferkabel ausgedient?

Die Provider setzen auf den LTE-Ausbau, auch in den Metropolen. Angesichts des Tempos von LTE stellt sich die Frage, ob Mobilfunk eine echte Alternative zur Festnetz-Leitung darstellt.

Dank satter Geschwindigkeitsraten empfehlen sich Mobilfunk-Anschlüsse mittlerweile als echte Alternative zur Festnetzleitung. Doch nicht alle Nutzer profitieren von den Vorteilen von LTE und Co. Für wen lohnt sich ein Wechsel und welche Nachteile muss der Kunde hinnehmen?

DSL ist in die Jahre gekommen. VDSL, die schnellste Technik, die derzeit auf dem Kupferkabel basiert, ermöglicht zwar Geschwindigkeiten bis zu 50 Megabit pro Sekunde im Download, ist aber nur noch begrenzt ausbaufähig. Mit neuen Techniken wären auch 100 Megabit pro Sekunde drin, für die Anbieter fehlen hierfür jedoch noch regulatorische Rahmenbedingungen. Glasfaserleitungen, die schon bei der VDSL-Übertragung eingesetzt werden, stellen derzeit nur für wenige Bürger eine Alternative dar: Vom Ausbau profitiert derzeit nur eine Minderheit.

Viel besser sieht es da beim Mobilfunk aus. Die größten Provider Deutschlands, Vodafone und die Telekom, drücken hier richtig aufs Tempo. Sie haben die Versorgungsauflagen der Bundesnetzagentur zur Abdeckung der "Weißen Flecken" auf dem Land per LTE weitestgehend erfüllt und erschließen nun die Städte mit dem Highspeed-Funk. Die Tarife mit der höchsten Geschwindigkeit bieten derzeit eine Brutto-Datenrate von bis zu 50 Megabit pro Sekunde im Download und zehn Megabit pro Sekunde im Upload und liegen damit gleichauf mit VDSL-Leitungen. Der Einstiegs-LTE-Tarif mit 7,2 Megabit pro Sekunde im Download ist vergleichbar mit DSL 6.000, die Upload-Geschwindigkeit mit bis zu 1,4 Megabit pro Sekunde schlägt auf dem Papier sogar DSL 16.000-Leitungen mit bis zu rund einem Megabit pro Sekunde in Senderichtung.

Solche Multifunktionsgehäuse dienen zur Verteilung von DSL-Kabeln. Der Ausbau der Leitungen kommt technisch an seine Grenzen. (Quelle: Telekom)
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Kommentare zu diesem Artikel

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  • Salsataenzer schrieb Uhr
    AW: Neue Wahlfreiheit: UMTS und LTE als Festnetz-Alternativen

    Das sehe ich definitiv ganz genau so! Momentan ist es keine Alternative! Ich denke da nur an meine leidigen Erfahrungen mit meiner ehemaligen UMTS Flatrate für 25EUR monatlich. Nach 5GB übertragenen Daten, PRO MONAT, das ist gerade eine single layer DVD, war Schluss mit der Geschwindigkeit! Dann wurde auf ISDN Geschwindigkeit gedrosselt, das reicht noch für E-Mails ohne Anhänge! Was sind denn 5GB, wenn ich die Flatrate nutzen will? Nichts!!! Das reicht nicht mal für einen HD Film. Ein Film pro Monat ist ein wenig dürftig :-))) Da brauche ich gar keine Flatrate!!! Also entweder es wird mit LTE Verträge gleich dem Festnetz geben, in punkto Preis UND Leistung, also keine Datenbeschränkung mehr!!! Oder es wird NIE eine Alternative!!! Dafür müssen die Funkzellen dann aber GEWALTIG ausgebaut werden. An jedem Sylvester ist doch zu sehen, wie wenig Kapazität die Zellen wirklich haben. Wie viele User können das gleichzeitg nutzen? Keine 20% aller Nutzer mit Vertrag. Da müssen also fünf mal so viele Mobilfunkzellen her, wenn es funktionieren soll. Ich sehe schon wieder die ganzen verfilzten Ökofreaks auf die Straße rennen, wegen irgend welchem Elektrosmog, der eh keine Auswirkung auf den menschlichen Körper hat. Nee nee, ohne Kabel wird es auch in Zukunft NICHT gehen!!! Grüße, Andreas
  • Olli91 schrieb Uhr
    AW: Neue Wahlfreiheit: UMTS und LTE als Festnetz-Alternativen

    Bei größeren Nutzerzahlen wird LTE genauso zusammenbrechen wie UMTS (mal ganz abgesehen von den wahnsinnigen Preisen und für Homeuser völlig inakzeptablen Beschränkungen) und stellt deshalb keine Alternative zu Glasfaserkabeln dar. Ein Ausbau ist unumgehbar und muss unbedingt gesetzlich erzwungen werden. Ander geht es ohne staatliche Telekom nunmal nicht...
Autor
Alexander Zollondz
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http://www.netzwelt.de/news/91335-dsl-versus-mobilfunk.html
2012-03-13 16:58:49
http://img.netzwelt.de/dw120_dh90_sw0_sh0_sx0_sy0_sr4x3_nu0/article/2012/solche-multifunktionsgehaeuse-dienen-kabelverteilung-dsl-kabel-ausbau-leitungen-kommt-technisch-grenzen-bild-telekom-12905.jpg
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