Vermeintliche Originale im Umlauf

Fälschungen: Microsoft warnt vor Kauf bei Softwarebilliger.de (Update)

Microsoft Softwarebilliger.de Fälschungen Microsoft (MS) warnt vor dem Kauf von MS-Programmen beim Internet-Portal Softwarebilliger.de. Wie der Hersteller aus Redmond mitteilt, werden über das Portal gefälschte Datenträger vertrieben. Die Staatsanwaltschaft Berlin ermittelt bereits. Einstweilige Verfügungen wurden erlassen. Update: Softwarebilliger.de wehrt sich gegen die Vorwürfe und erklärt es verkaufe lediglich Original-Software.

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Das Update von 16.48 Uhr finden Sie am Ende des Artikels.

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Auf der Webseite softwarebilliger.de kostet die 32-Bit-Version von Windows 7 Home Premium deutlich weniger als bei anderen Online-Händlern. Doch bei der vermeintlichen günstigen Original-Version könnte es sich um eine Fälschung handeln, warnt Microsoft.

Bereits im vergangenen Jahr war der Softwareriese aus Redmond aufgrund mehrerer Rückmeldungen von Kunden auf den Online-Shop aufmerksam geworden. Bei einer Durchsuchung des Lagers im August 2011 stellten Beamte des Landeskriminalamtes Berlin neben Original-DVDs auch diverse gefälschte Datenträger mit Microsoft-Programmen sicher, teilt das Unternehmen mit. Microsoft erwirkte eine einstweilige Verfügung und stellte Strafantrag.

Kostenlose Echtheitsprüfung

Der Webshop wechselte daraufhin den Betreiber. Bereits eine Woche nach der ersten Durchsuchung habe der Shop laut Microsoft bereits wieder eine gefälschte Version von Windows XP vertrieben. Wiederum erwirkte Microsoft eine einstweilige Verfügung. Dennoch vertreibt der Online-Shop laut dem Hersteller aus Redmond weiter Fälschungen.

Microsoft rät daher vom Kauf von MS-Software auf dem Portal ab und bietet allen Kunden eine kostenlose Echtheitsprüfung ihrer bei softwarebilliger.de gekauften Microsoft-Programme an. Den entsprechenden Link mit allen Informationen zur Echtheitsprüfung finden Sie rechts neben dem Artikel.

Update 16.48 Uhr: Softwarebilliger.de bezichtigt Microsoft der Rufschädigung

Softwarebilliger.de wehrt sich gegen die Vorwürfe von Microsoft. Das Unternehmen führe zwar einen Rechtsstreit mit Microsoft und räumte in einer Mitteilung auch die Beschlagnahmung von 73 Datenträgern ein. "Besagte Datenträger wurden jedoch zu keinem Zeitpunkt als Fälschung identifiziert", teilte Softwarebilliger.de mit.

Vielmehr handele es sich hierbei um originale, gebrauchte OEM-Recovery-Datenträger. Der Wiederverkauf von Recovery-Datenträgern sei laut Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes legal, erklärte Softwarebilliger.de. Mit weiteren Details halte man sich aber aufgrund des laufenden Verfahrens zurück. Das Unternehmen behält sich wegen der laut Softwarebilliger.de verleumderischen und rufschädigenden Mitteilung von Microsoft rechtliche Schritte gegen den Software-Hersteller vor.

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