Grundlegende Funktionen betroffen

Patentstreit: Yahoo klagt gegen Facebook

In den USA ist ein neuer Rechtsstreit zwischen zwei Internetgrößen losgebrochen. Vor einem US-Bundesgericht reichte Yahoo am gestrigen Montag, 12. März, Klage gegen Facebook ein. Das Soziale Netzwerk soll zehn Patente von Yahoo verletzen.

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Das Soziale Netzwerk Facebook wurde von Yahoo wegen Patentrechtsverletzungen verklagt. (Bild: Screenshot)
Das Soziale Netzwerk Facebook wurde von Yahoo wegen Patentrechtsverletzungen verklagt. (Bild: Screenshot)
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In der Klageschrift von Yahoo, die vor dem US-Bundesgericht in San Jose eingereicht wurde, geht es um grundlegende Funktionen von Facebook. Laut Meinung von Yahoo "basiert das komplette Soziale Netzwerk-Modell von Facebook, das es Nutzern erlaubt, Profile anzulegen, um sich unter anderem mit Personen und Unternehmen zu verbinden, auf der patentierten Sozialen Netzwerk-Technologie von Yahoo."

Yahoo war offenbar zuerst da

Yahoo sieht Patentverletzungen unter anderem in dem News Feed, bei Privatsphäre-Einstellungen, der Möglichkeit, Posts zu kommentieren. und den verwendeten Werbeformen. In seiner Klageschrift, bei der es um zehn Patente geht, die angeblich von Facebook verletzt werden, zitiert Yahoo auch Mark Zuckerberg mit den Worten: "Als erster da zu sein, ist das, worauf es jetzt ankommt." Das äußerte der Facebook-Gründer im Zusammenhang mit der Entwicklung des Sozialen Netzwerks. Zuckerberg ist der Meinung, dass wenn es Facebook nicht gegeben hätte, jemand anderes ein solches Netzwerk aufgezogen hätte.

Laut Meinung von Yahoo war allerdings nicht Facebook zuerst da, sondern Yahoo, weshalb das Unternehmen auch entsprechende Patente zugesprochen bekam. Die Klage von Yahoo kommt zu einem für Facebook ungünstigen Zeitpunkt. Das Soziale Netzwerk steckt aktuell in den Vorbereitungen für seinen Börsengang.

Facebook ist enttäuscht

Der US-amerikanischen Technikseite All Things Digital liegt eine Stellungnahme von Facebook vor. Demnach sei man von Yahoo, einem langjährigen Geschäftspartner und einem Unternehmen, das von seiner Verbindung mit Facebook profitierte, enttäuscht. "Wieder einmal erfuhren wir von Yahoos Entscheidung zeitgleich mit den Medien. Wir werden uns gegen dieses merkwürdige Verhalten energisch verteidigen."

Inzwischen erhält Facebook Rückendeckung von Jonathan Abrams, dem Gründer von Friendster. Seiner Meinung nach habe das Soziale Netzwerk nichts von Yahoo kopiert, stattdessen habe Yahoo vor längerer Zeit Friendster kopiert. Dies lässt Abrams über Twitter verlauten. Die entsprechenden Friendster-Patente sind allerdings inzwischen im Besitz von Facebook. Abrams bezieht sich dabei auf den ehemaligen Dienst Yahoo 360.

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