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Acer Aspire S3 im Test: Günstiges Ultrabook
Flaches Notebook mit 13,3-Zoll-Bildschirm

von Jan Johannsen Uhr veröffentlicht

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Moderne Technik muss nicht teuer sein. Das Aspire S3 von Acer ist deutlich günstiger als andere Ultrabooks. Trotzdem ist es leicht, flach und mobil - allerdings muss der Nutzer in einigen Punkten zu Kompromissen bereit sein.

Mit dem Aspire S3 lockt Acer mit einem günstigen Ultrabook in die neue Produktklasse. Modelle anderer Hersteller kosten mindestens 300 Euro mehr als die getestete preiswerte Konfiguration. Wer sparen will, muss jedoch im Vergleich zu den teureren Geräten einige Abstriche hinnehmen und sich zum Beispiel mit wenigen Schnittstellen begnügen.

Spiegel-Display und Kombi-Speicher

Der 13,3 Zoll große Bildschirm des Acer Aspire S3 verfügt über die weit verbreitete Auflösung von 1.366 x 768 Pixeln und ist nicht entspiegelt, wie es eigentlich bei Ultrabooks üblich sein sollte. Dadurch eignet sich das Notebook weniger für mobiles Arbeiten als andere Modelle.

In der getesteten, günstigsten Ausführung baut Acer einen mit 1,6 Gigahertz getakteten Core i5-2476M-Prozessor von Intel ein. Für die Grafikberechnung ist ein integrierter "HD Graphics 300-Chip" zuständig, der ebenfalls von Intel stammt. Übermäßige Rechenkraft darf der Nutzer also nicht erwarten. Die vier Gigabyte Arbeitsspeicher, die in dem Ultrabook stecken, sind für die typischen Anwendungen aber völlig ausreichend.

Acer Aspire S3 im Test

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Günstiger ist der Einstieg in die Ultrabook-Klasse derzeit nicht möglich.

Anders als in teureren Ultrabooks befindet sich im Aspire S3 kein reiner Flashspeicher. Stattdessen verbaut Acer eine 320 Gigabyte große herkömmliche Festplatte und einen 20 Gigabyte großen SSD-Speicher, der vor allem das als Betriebssystem installierte Windows 7 Home Premium beschleunigen soll. Ein optisches Laufwerk ist in dieser Produktklasse nicht vorgesehen und somit auch nicht vorhanden.

Standard-Komponenten und lauter Lüfter

Der Core i5-Prozessor des Aspire S3 erreicht im Benchmark-Test Cinebench 11.5 brauchbare 1.93 Punkte. Der HD-Grafikchip schafft 7,94 Bilder pro Sekunde. Damit eignet sich das Ultrabook für Office- und Internetanwendungen und spielt auch den einen oder anderen Film ab. Rechenintensive Spiele oder größere Multimedia-Projekte sollte man auf dem Notebook allerdings nicht starten.

Im Test hob sich die Akkulaufzeit nicht so deutlich von herkömmlichen Notebooks ab, wie es der Idee der Ultrabooks zufolge der Fall sein sollte. Unter den nicht idealen Bedingungen mit eingeschaltetem WLAN, deaktivierten Stromsparoptionen und maximaler Bildschirmhelligkeit hielt die Batterie im Office-Betrieb nur knapp drei Stunden durch. Beim Schauen von Filmen sank die Laufzeit sogar noch auf rund zweieinhalb Stunden.

Die Festplatte liefert bei den Transfergeschwindigkeiten keine Überraschungen, sondern bietet das bei Notebook-Speichern übliche Tempo. Der SSD-Speicher übermittelt Daten dagegen schon deutlich schneller. Als störend erweist sich der Lüfter. Er springt immer wieder an und erreicht eine störende Lautstärke, die man heutzutage nur noch selten bei Notebooks antrifft.

Viel Platz und trotzdem sperrige Bedienung

Das Acer Aspire S3 bietet dem Nutzer große Handballenablagen, auf denen seine Hände beim Schreiben bequem liegen können. Das Tastatur-Layout wirkt ein wenig zu eng, unterscheidet sich aber eigentlich nur in Details von dem anderer Notebooks. Die Pfeiltasten sind wie so oft extrem verkleinert und auch die F-Tasten fallen kleiner aus als üblich.

Die einzelnen Tasten lassen sich mit einem kurzen und kaum spürbaren Hub drücken. Erst beim nicht besonders prägnanten Druckpunkt merkt der Nutzer, dass er die Taste wirklich bewegt hat.

Das kleine Touchpad ist sowohl optisch als auch haptisch deutlich von den umliegenden Handballenablagen abgetrennt. Es reagiert schon auf leichte Berührungen und bewegt den Cursor entsprechend den Bewegungen des Fingers. Die Touchpadtasten sind nicht zu erkennen, sondern der Nutzer muss raten, wo er das Touchpad nach unten drücken muss. In der Praxis erweist es sich zudem als schwergängig und bringt den Bedienfluss immer wieder zum Stoppen.

Aluminium-Gehäuse mit wenigen Schnittstellen

Das Gehäuse des Acer Aspire S3 besteht aus Aluminium und wirkt ordentlich verarbeitet. Die Kanten sind angenehm abgerundet, der Deckel könnte sich allerdings noch etwas leichter öffnen lassen und der Einschaltknopf befindet sich an einer ungewöhnlichen Position.

Bei den Schnittstellen setzt Acer den Rotstift an. Das S3 verfügt nur über zwei USB-Anschlüsse und einen HDMI-Anschluss. Dazu kommen noch ein Kartenlesegerät und eine Audiobuchse sowie die drahtlosen Übertragungswege Bluetooth und WLAN.

Fazit: Günstiges Einstiegsmodell mit Kinderkrankheiten

Günstiger als mit dem Acer Aspire S3 ist der Einstieg in die Ultrabook-Klasse derzeit nicht möglich. Der Nutzer muss jedoch zu Abstrichen bereit sein. Die Hardware reicht aber für typische mobile Anwendungen völlig aus, nur die eine oder andere Schnittstelle wird so mancher Anwender vermissen. Als größter Nachteil erweisen sich allerdings die Tastatur und das Touchpad, die den Bedienfluss immer wieder ins Stocken bringen.

Die unverbindliche Preisempfehlung von Acer für das Aspire S3 in der getesteten Konfiguration beträgt 699 Euro. Bisher bewegen sich auch die Angebote der Online-Händler in diesem Bereich. Wer noch warten kann, sollte dies tun. In einem halben oder Dreivierteljahr dürfte es deutlich mehr Ultrabooks in diesem Preissegment geben.

Andere Ultrabooks wie das Zenbook UX31 von Asus oder das demnächst erscheinende Aspire S5 von Acer sind zwar mindestens 300 teurer als das S3, überzeugen im Test aber auch auf größerer Breite.

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Moderne Technik muss nicht teuer sein. Das Aspire S3 von Acer ist deutlich günstiger als andere Ultrabooks. Trotzdem ist es leicht, flach und mobil - allerdings muss der Nutzer in einigen Punkten zu Kompromissen bereit sein.

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Acer Aspire S3 im Test: Günstiges Ultrabook
Acer Aspire S3 im Test: Günstiges Ultrabook
Ultrabooks gehören nicht zu den günstigsten Notebooks: Acer dreht mit dem Aspire S3 aber schon massiv an der Preisschraube.
http://www.netzwelt.de/news/91293-acer-aspire-s3-test-guenstiges-ultrabook.html
2012-03-12 16:56:39
News
Acer Aspire S3 im Test: Günstiges Ultrabook