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iPad LTE Deutschland Fehlende Unterstützung

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Schöne neue Mobilfunkwelt: Apple verspricht mit dem neuen iPad "ultraschnelle mobile Daten", aber die 4G-Unterstützung ist nicht weltweit gewährleistet. Deutsche iPad-Nutzer haben schlechte Karten.

Apples neues iPad ist dank LTE-Unterstüzung auch bereit für den schnellen Datenempfang. Allerdings nutzen die deutschen Provider andere Frequenzen für ihr Highspeed-Netz. Die Folge: Eine Verbindung ins 4G-Mobilfunknetz mit dem iPad 3 ist hierzulande nicht möglich. Das Update vom 8. März finden Sie am Ende des Artikels.

"Ultraschnelle mobile Daten. Superschnell. Unterwegs", bewirbt Apple sein neues iPad. Dank neuer drahtloser Technologie sei der Tablet-PC in der Lage, sich "auf der ganzen Welt mit schnellen Datennetzen" zu verbinden, wie es auf der Homepage des Herstellers heißt. Erst die Fußnote verweist auf das Dilemma: "Die 4G Abdeckung ist nicht in allen Regionen verfügbar und abhängig vom Anbieter". Das betrifft auch deutsche Käufer des neuen iPads.

"LTE kann in Deutschland mit dem iPad 3 nicht genutzt werden, weil hierzulande andere Frequenzbänder für den schnellen Mobilfunk vorgesehen sind", teilt Michaela Weidenbrück, Pressesprecherin der Telekom, gegenüber netzwelt mit. Auch Vodafone bestätigte netzwelt die fehlende Kompatibilität des iPads der dritten Generation mit deutschen LTE-Netzen.

Hochauflösendes Display, neue Kamera, bessere Performance bietet das neue iPad. Ein LTE-Datenmodul ist verbaut, das aber auf anderen Frequenzen funkt, als sie hierzulande für den schnellen Mobilfunk genutzt werden. (Quelle: Apple)

Extra-iPad 3 für Europa?

Der Grund liegt in dem verbauten Datenmodul, das nach Angaben von Apple für LTE die Frequenzbänder 700 und 2.100 Megahertz unterstützt. Telekom und Vodafone, derzeit die einzigen Mobilfunkanbieter, die mit Tarifen für den Highspeed-Datenfunk locken, nutzen allerdings andere Frequenzen. Im Telekom-Netz werden etwa LTE-Verbindungen im 800-, 1.800- und 2.600-Megahertz-Bereich aufgebaut. Vodafone setzt auf den 800- und 2.600-Megahertz-Bereich.

LTE mit dem neuen iPad kann deshalb nicht in Deutschland, sehr wohl aber in den USA und Kanada genutzt werden, wie Apple auch in der Keynote zur Vorstellung des neuen Tablet-Rechners mitteilte. In den Vereinigten Staaten unterstützen AT&T und Verizon den schnellen Datenfunk im entsprechenden Frequenzbereich. In Kanada kommen Bell, Rogers und Telus zur LTE-Nutzung mit dem iPad der dritten Generation in Frage.

Abhilfe für deutsche Nutzer könnte etwa eine europäische Version des neuen iPads schaffen. Ob solch eine Extra-Auflage erscheinen wird oder ob das Problem anders gelöst werden könnte, ist unklar. Eine Anfrage von netzwelt bei Apple wegen der fehlenden LTE-Unterstützung in Deutschland läuft noch.

Update 8.3.2012: Apple verkauft in Deutschland nur US-Version des neuen iPad

Apple hat mittlerweile bestätigt, dass hierzulande nur die US-amerikanische Version des neuen Tablet-Rechners verkauft wird. Deutsche iPad-Käufer profitieren demnach nicht von der LTE-Unterstüzung des iPad, weil für den schnellen Datenfunk hierzulande andere Frequenzen genutzt werden.

In Deutschland können Nutzer aber auf die UMTS-Erweiterung HSPA+ ausweichen. Der Mobilfunkstandard sorgt für schnellen Datenfunk von maximal bis zu 42 Megabit pro Sekunde im Download.

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Alexander Zollondz
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