Geplante Abgabe
Leistungsschutzrecht: Google verärgert über Koalitionspläne
Im Rahmen der CeBIT hat Googles Verwaltungsratsvorsitzender Eric Schmidt auf die Pläne der Bundesregierung für ein Leistungsschutzrecht der Verlage reagiert. Unter anderem würde solch ein Gesetz das Wachstum des Internets bremsen, sagte Schmidt. Das Leistungsschutzrecht sieht eine Beteiligung der Verlage an den Werbeeinnahmen von Suchmaschinenanbietern vor.
Die Reaktion war hart: "Ich befürchte, dass so eine Regulierung die Verbreitung des Internets bremsen könnte, weil sie zu zusätzlichen Kosten und Reibungsverlusten führt", wird Schmidt in einem Bericht der Financial Times Deutschland zitiert. Zudem wehrte er sich gegen eine Gewinnbeteiligung der Verlage. "Wie definiert man fair? Sollte der Hersteller einen Anteil bekommen, auf dessen Gerät man sich den Artikel durchliest? Oder der Internetanbieter?", stellte Schmidt zur Diskussion.
Das geplante Leistungsschutzrecht sieht eine Abgabe von Suchmaschinenanbietern und News-Aggregatoren an die Verlage vor, sofern sie Texte der Inhalteanbieter verwenden, wie etwa die bekannten Textauszüge in Google News, auch Snippets genannt. Die private Nutzung wird nach den Plänen der schwarz-gelben Koalition allerdings nicht kostenpflichtig. Informationen der Financial Times Deutschland zufolge hatte die Verlagswirtschaft noch mehr von der Regierung gefordert. So sollte jedes Unternehmen, das es Mitarbeitern ermöglicht, Nachrichtenangebote zu lesen, zu speichern und auszudrucken, für diese Nutzung aufkommen.
Links nicht kostenpflichtig
Die Pläne der schwarz-gelben Koalition wurden im Netz kritisch kommentiert. Sebastian Nerz, der Bundesvorsitzende der Piratenpartei Deutschland, sprach von einem "Internet-Wegzoll". Das Blog iRight.Info befürchtete, auch Blogger könnten zu Abgaben gezwungen werden, weil sie Werbeanzeigen auf ihren Seiten schalten.
Links sollen nach dem Entwurf weiterhin gebührenfrei bleiben. Rechtsanwalt Christian Solmecke bestätigte netzwelt am Montag, dass das Setzen von Hyperlinks nach "herrschender Rechtsauffassung" nicht als Verbreitung gelte.


Erfolglos: Die Online-Petition gegen das Leistungsschutzrecht hat nicht die erforderliche Anzahl an Unterschriften erreicht. Initiator Bruno Kramm, Mitglied der Piratenpartei, zeigt sich selbstkritisch.
Unter dem Motto "Verteidige Dein Netz" hat Google eine Kampagne gegen das Leistungsschutzrecht gestartet. Das Unternehmen wehrt sich damit gegen den Gesetzentwurf der Bundesregierung, der das Verlinken von Zeitungsartikeln im Netz kostenpflichtig machen könnte.
Der Hightech-Verband BITKOM und das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) planen eine "Allianz für Cyber-Sicherheit". Das Konzept wurde am heutigen Mittwoch, 7. März, auf der CeBIT vorgestellt.
Eric Schmidt von Google soll am 5. März die CeBIT in Hannover eröffnen. Vor 2.000 geladenen Gästen soll er seine Visionen für die Zukunft der digitalen Wirtschaft und vernetzten Gesellschaft präsentieren.
Doch keine Gebühren für Blogger. Das Bundesjustizministerum hat seinen Entwurf zum Leistungsschutzrecht im Internet überarbeitet. Wie Heise Online berichtet, sollen sie nun doch nicht für die Nutzung von Zeitungsartikeln zur Kasse gebeten werden. Die Verleger krtisierten diese Änderung.
Google-Chef Eric Schmidt kündigt verstärkte Investitionen in Deutschland an, unter anderem soll in Berlin ein Internet-Forschungszentrum entstehen.
Auf einem Treffen hat die schwarz-gelbe Koalition ein neues Leistungsschutzrecht für Verlage beschlossen. Künftig soll für die Verbreitung von Zeitungsartikeln im Netz eine Gebühr anfallen. Der Vorstoß ruft im Netz äußerst kritische Reaktionen hervor.





Beiträge
insgesamt 6 BeiträgeZitat: Schaltet die Schnorrer ab. Die schreiben ohnehin nur voneinander ab und verbreiten meinungsmanipuliertes Halbwissen. So groß ist der Unterschied zur ehem. Ostpresse auch nicht.
Schaltet die Schnorrer ab. Die schreiben ohnehin nur voneinander ab und verbreiten meinungsmanipuliertes Halbwissen. So groß ist der Unterschied zur ehem. Ostpresse auch nicht.
In der Mitte des letzten Jahres lief eine Meldung durchs Netz das Google belgische Zeitungen aussperrt! Durch ein Gerichtsurteil verdonnert wurden sämtliche verweise Gelöscht, und...
früher verwendete man den Begriff "Wegelagerei" ...
Zitat: und als nächstes kommt noch steuern auf jedes popup oder wie ? was sich die regierung alles einfällt.... Was soll denn dieser Quatsch:confused: ...