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Deutsche Telekom Business Marketplace Open-Source-Projekt dient als technische Grundlage

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Die Telekom hat auf der CeBIT eine neue Cloud-Plattform angekündigt, die auf OpenStack basiert. Die Open-Source-Anwendung hat sich schon bei Rackspace, Intel und Co. bewährt.

Die Deutsche Telekom beginnt die CeBIT 2012 mit einem Paukenschlag: Ab Mitte des Jahres soll ein neuer Marktplatz an den Start gehen, in dem Programme ganz nach Bedarf zusammengestellt werden können. Der DAX-Konzern baute seine neue Cloud auf der Open-Source-Software OpenStack auf.

Die neue Telekom Cloud soll Kunden auch gegen Sicherheitsrisiken aus dem Web abschirmen. (Quelle: Telekom)

Derzeit sind es vor allem Anbieter aus den Vereinigten Staaten, die mit innovativen Cloud-Plattformen für Aufregung gesorgt haben. Besonders Amazon, Rackspace und Microsoft konnten bereits Tausende Kunden für sich gewinnen, da sie Rechenleistung wie Strom oder Wasser ganz nach Bedarf abrechnen.

Die Telekom Cloud

Die Telekom hat jetzt offenbar erkannt, dass sie im Cloud Computing mit ihren bestehenden Diensten nicht gegen die US-Konkurrenz bestehen kann. Daher arbeitet der Rosa Riese an einem neuem Cloud-Angebot, das auf den Namen "Business Marketplace" hört. Das Konzept, das kürzlich auf der CeBIT in Hannover angekündigt wurde, geht dabei deutlich über die Bereitstellung von Servern und Speicherplatz in einem fremden Rechenzentrum hinaus: Stattdessen sollen Selbstständige und kleine Firmen bis hin zum großen Mittelständler ganze Anwendungen buchen können, ohne sich um deren Betrieb kümmern zu müssen. Diese werden entweder nach genutztem (Daten-)Volumen oder Anwendern abgerechnet.

An den Start gehen soll die neue Telekom Cloud "Mitte 2012", die Betaphase beginnt in diesen Tagen. Als Partner der ersten Stunde haben bereits mehrere namhafte Firmen zugesagt, unter anderem der ERP-Anbieter Scopevisio und die Betreiber der On-Demand-Konferenzlösung "iMeet". Letztere soll im neuen Business Marketplace der Telekom Cloud sogar zum ersten Mal exklusiv angeboten werden.

Offene Architektur

Theoretisch kann jeder Software-Anbieter, der in Deutschland ein Programm anbietet, dieses auch im Business Marketplace bereitstellen. Damit die Einstiegshürden für Partner und Kunden möglichst klein sind, setzt die Telekom ungewöhnlicherweise auf ein Open-Source-Projekt, das auch noch von einem Konkurrenten angestoßen wurde: Als Grundlage für den neuen Cloud Business Marketplace dient die Software OpenStack, welche vom Marktführer Rackspace und der NASA gegründet wurde. Bis heute haben sich über 150 Firmen an der Entwicklung von OpenStack beteiligt - unter anderem Dell, AMD, Intel, Canonical, SUSE, HP und Cisco. OpenStack ist der De-facto-Standard für Cloud Computing.

Fazit

Ob sich neben großen Firmen tatsächlich auch Freiberufler, Selbstständige und andere professionelle Anwender auf den Business Marketplace einlassen, bleibt abzuwarten. Immerhin bietet er mit OpenStack ein Fundament, das sich bei der Konkurrenz schon als solide erwiesen hat.

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Markus Franz
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