48 mobile Geräte in drei Jahren abhanden gekommen
NASA: Laptop mit Codes zur ISS-Steuerung gestohlen
In den vergangenen Jahren sind der NASA Dutzende mobile Geräte verlorengegangen oder gestohlen worden. Unter anderem ist im vergangenen Jahr ein Laptop mit Steuerungscodes für die Internationale Raumstation ISS geklaut worden, wie aus einem Statement der amerikanischen Raumfahrtbehörde für den Kongress hervorgeht. Zudem ist die NASA beliebtes Ziel für Hackerangriffe.
Insgesamt seien zwischen April 2009 und April 2011 48 Geräte verloren gegangen oder gestohlen worden. Möglich sei zudem eine noch höhere Zahl von solchen Vorfällen, weil die Meldungen auf Selbstauskünften der Mitarbeiter basierten. "Der Diebstahl eines unverschlüsselten NASA-Notebooks im März 2011 führte zum Verlust eines Algorithmus, der zur Steuerung und Kontrolle der Internationalen Raumstation ISS diente", schrieb NASA-Generalinspektor Paul Martin in der Erklärung. Ein weiterer Laptop enthielt empfindliche Informationen zum "Constellation and Orion"-Programm der NASA sowie Sozialversicherungsnummern.
Über 5.400 Sicherheitsvorfälle
In den Jahren 2010 und 2011 registrierte die NASA zudem rund 5.400 Computersicherheitsvorfälle wie unautorisierte Zugriffe auf das System oder die Installation von Schadsoftware, wie es in dem Bericht heißt. Unter den Angreifern seien Einzelpersonen gewesen, die ihre Fähigkeiten testen wollten, aber auch gut organisierte Unternehmen. Dies verursachte Kosten von ungefähr sieben Millionen US-Dollar (5,3 Millionen Euro).
Allein im Geschäftsjahr 2011 wurden 47 schwerwiegende Hackerangriffe gezählt. 13 davon gefährdeten Computer der Agentur. Bei einem Angriff wurden die Berechtigungsnachweise von 150 NASA-Mitarbeitern gestohlen. Diese Daten hätten benutzt werden können, um Zugang zum Computersystem zu erhalten.
In dem Bericht heißt es, dass Verschlüsselung mobiler Geräte mehr Schutz verschaffen würde. Allerdings sei die NASA langsam bei der Umsetzung. So seien bei der US-Regierung bereits 54 Prozent der Dokumente verschlüsselt. Bei der NASA sei es nur ein Prozent.


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