Zweites Service Pack für Suse Linux Enterprise Desktop und Server

Service Pack: Suse überarbeitet Enterprise Linux

Suse hat jüngst das zweite Service Pack für sein Betriebssystem Suse Enterprise Linux vorgestellt, das in Deutschland auf vielen Desktop-PCs zum Einsatz kommt. Neben einem aktuellen Kernel, der moderne Hardware besser unterstützt, beinhaltet das Update zusätzlich das Dateisystem btrfs.

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Inhaltsverzeichnis

  1. 1Service Pack 2
  2. 2Kernel-Update
  3. 3Virtualisierung
  4. 4Fazit
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Die Nürnberger Suse Linux GmbH ist einer der ältesten Spieler im Linux-Markt. Gegründet 1992, wurde die Firma im Jahr 2003 von Novell übernommen, nur um sich 2011 nach dem Erwerb durch Attachmate schon wieder zu trennen. Das Hin und Her hat dem Kernprodukt zum Glück nicht geschadet.

Service Pack 2

Suse Linux ist in Europa bis heute sehr beliebt. Neben der Open-Source-Version openSUSE kommt in Tausenden kleinen und großen Unternehmen Suse Linux Enterprise zum Einsatz, das ähnlich wie zum Beispiel Red Hat Enterprise Linux oder Ubuntu LTS mit garantiertem Support geliefert wird. Da solche Distributionen meist viele Jahre genutzt werden, legen die Hersteller regelmäßig Updates in Form von Service Packs vor, um die enhaltenen Programme auf den neuesten Stand zu bringen. Genau das ist nun auch bei Suse mit dem jüngst vorgestellten Service Pack 2 für Suse Linux Enterprise geschehen.

Kernel-Update

Die Aktualisierung ist für alle Anwender des Suse Linux Enterprise Desktop oder Server in Version 11 kostenlos erhältlich und sollte in den nächsten Tagen automatisch über den Update-Machanismus der Distribution auf dem System eingespielt werden. Auf Wunsch kann das Service Pack auch vom FTP-Server der Firma Suse direkt heruntergeladen werden. Nach der erfolgreichen Installation können sich Nutzer über ein deutlich moderneres Betriebssystem freuen: Suse liefert mit SP2 erstmals den Linux-Kernel in dritter Version aus, der mit moderner Hardware deutlich besser zurechtkommt. Ferner sorgt der neue Kernel dafür, dass Suse Linux ab sofort auch mit dem Dateissystem btrfs klarkommt. Btrfs gilt als designierter Nachfolger von ext2/3 und ReiserFS, denen Suse bisher den Vorzug gegeben hat.

Virtualisierung

Auch im Bereich Virtualisierung tut sich mit dem Service Pack 2 für Suse Enterprise Linux einiges: Ab sofort können Nutzer auf die sogenannten Linux Container zurückgreifen, die deutlich weniger Leistung als Xen, KVM, OpenVZ und Co. benötigen. Die Container-Technologie isoliert Speicher, Prozessor und Netzwerk-Zugriff der virtuellen Maschinen, stellt aber keine hundertprozentig voneinander abgegrenzte (virtuelle) Maschinen bereit, wie die anderen Plattformen - und ist damit potentiell unsicherer. Wer unter Suse Linux weiterhin auf klassische Virtualisierung seiner Systeme setzt, kann sich immerhin über die neu hinzugekommene Unterstützung für bis zu 64 Prozessor(-Kerne) für einen Gast-PC in KVM freuen.

Fazit

Mit dem zweiten großen Service Pack für Suse Enterprise Linux schließt das Betriebssystem endlich zu den anderen großen Profi-Distributionen auf. Neuer Kernel, Dateisystem und Virtualisierung können sich durchaus mit Red Hat, Ubuntu und Co. messen lassen, auch wenn die Desktop-Programme nicht ganz auf dem neuesten Stand sind - dafür haben Sicherheit und Stabilität eindeutig oberste Priorität.

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