Bessere Kontrolle für den Nutzer
Datenschutz: Kampagne für freie Android-Smartphones gestartet
Mit der Kampagne "Free your Android!" möchte die Free Software Foundation Europe (FSFE) auf Datenschutzprobleme bei Smartphones aufmerksam machen. Viele Apps würden ihre Nutzer ohne ihr Wissen ausspionieren und private Daten wie Adressbücher übertragen, wie die Stiftung mitteilte. Die Initiatoren fordern, dass Android-Apps unter einer freien Lizenz veröffentlicht werden.
"Benutzerinnen und Benutzer verdienen es, die volle Kontrolle über ihre mobilen Geräte zu haben", sagt Torsten Grote, Initiator der Kampagne. "Wenn Ihr Telefon mit freier Software läuft, haben Sie die volle Kontrolle. Wenn darauf aber proprietäre Software läuft, übergeben Sie die Kontrolle über Ihr digitales Leben an die Hersteller und App-Entwickler."
Freie Anwendungen auf einem alternativen Markt
Dies sei ein wachsendes Problem. Viele Apps würden ihre Nutzer ohne ihr Wissen ausspionieren. Ein Mitgründer des Sozialen Netzwerks Path hatte sich vor Kurzem erst bei seinen Nutzern dafür entschuldigt. Im April 2011 wurde bekannt, dass Apple Bewegungsprofile seiner iPhone-Kunden erstellt. Andere Geräte sind laut FSFE wiederum komplett verschlossen. Sie verhindern das Installieren anderer Betriebssysteme und Apps. Oft gebe es auch keine Updates mehr.
Daher fordert "Free Your Android!" freie Versionen von Android, die auf Benutzerkontrolle optimiert sind, und einen alternativen Markt, der nur freie Software anbietet. Unterstützt wird die Initiative für freie Smartphones auch vom FoeBuD, dem Verein zur Förderung des öffentlichen bewegten und unbewegten Datenverkehrs. Diese sehen den Vorteil von freier Android-Software vor allem darin, dass alles ohne einen Google-Account funktioniert und die Kontrolle über das Gerät und die darauf gespeicherten Daten in Nutzerhand bleibt.
Wiki für Apps ohne freie Alternative angelegt
Die Kampagne lädt auch dazu ein, essentielle Apps zu identifizieren, die noch keine freie Alternative haben. Nutzer sollen dabei Entwickler unfreier Apps fragen, warum sie ihre Apps nicht als freie Software veröffentlichen. Oftmals sind diese Apps kostenlos, aber nicht unter einer freien Lizenz veröffentlicht. Antworten und Einwände der Entwickler sollen in einem Wiki analysiert werden.
Die Seite empfiehlt auch, wie ein Android-Handy befreit werden kann. Allerdings ist die Anleitung, im Gegensatz zu weiten Teilen der Homepage, noch nicht auf Deutsch übersetzt.


Bei einer Analyse des Codes des freien Handy-Betriebssystems Android haben Sicherheitsexperten der Firma Coverity über 80 Sicherheitslücken entdeckt. Sie geben Google 60 Tage Zeit diese zu beheben.
Im Android Market gab es über 50 gefälschte Apps, die Schadsoftware enthielten. Google hat die entsprechenden Anwendungen inzwischen aus dem Market entfernt. Mindestens 50.000 Nutzer hatten die Apps aber bereits geladen.
Android schlägt iOS: Der Marktanteil der Apps für das Google-Betriebssystem ist deutlich höher als der des Apple-Konkurrenten. Wie die Daten einer Marketingfirma bestätigten, hat Android jedoch nicht überall die Nase vorn.
50 Megabyte werden auch weiter die Maximalgröße für Apps bleiben. Aber für aufwendige 3D-Apps hat Google nun Erweiterungen auf vier Gigabyte zugelassen.
Einige Android-Apps werden kostenlos angeboten, enthalten dafür aber Werbung. Genau solche Anwendungen können für Nutzer ein Sicherheitsrisiko darstellen, wie Forscher der North Carolina State University herausfanden.
Google hat die Webversion des Google Play App Store überarbeitet. Nutzer können hierüber Apps nicht mehr nur installieren, sondern nun auch aktualisieren oder von ihrem Gerät löschen.
Facebook will seine Android-Apps verbessern. Helfen sollen dabei die eigenen Mitarbeiter, die nutzen aber viel lieber Apples iPhone. Eine Kampagne soll dies nun ändern.





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insgesamt 2 BeiträgeZitat: , dass im artikel kein platz mehr, um einen verweis auf die besprochene seite zu setzen. der Link findet sich rechts neben dem Artikel, in der Box "Links zum Artikel".
, dass im artikel kein platz mehr, um einen verweis auf die besprochene seite zu setzen.