Huawei Ascend D quad Test
Gewicht bleibt Geheimnis
Wie das Galaxy Nexus auch ist das Ascend D quad ein echter Handstreichler und liegt dank der gummierten Rückseite angenehm in der Hand. Zum Gewicht schweigt sich der Hersteller aus. Es dürfte dem Gefühl nach aber etwas schwerer als das von Leichtgewichten wie dem Galaxy S2 sein.
Die paar Gramm mehr verleihen dem Ascend D quad dafür aber auch einen wertigeren Charakter. Das Display beeindruckt zudem durch leuchtende und natürlich wirkende Farben, wie beim iPhone 4S ist von Pixeln keine Spur.
Konkurrenzfähig schnell
Kommen wir zu den inneren Werten des Ascend D quad. Huawei behauptet nicht nur in Benchmarks messbar schneller zu sein als die Konkurrenz, sondern auch bei alltäglichen Aufgaben wie dem Aufrufen der Kamera-App, der Bilder-Galerie oder des Dialers. Der Unterschied zur Konkurrenz soll bis zu 49 Prozent betragen. Möglich macht dies der selbst entwickelte K3V2 Quad-Core-Prozessor. Er arbeitet laut Huawei mit einer 64-Bit-Architektur und nicht wie die Konkurrenz mit 32-Bit. Dadurch will Huawei schnellere Speicherzugriffszeiten erzielen.
Von den beachtliche Zeitersparnissen auf dem Papier ist im Kurztest aber nur wenig festzustellen: Das Huawei Ascend D quad reagiert zwar äußerst fix und ist auch bei aufwendigen 3D-Spielen vollkommen konkurrenzfähig. Ein deutlicher Unterschied zu anderen Highend-Flaggschiffen oder Tegra 3-Smartphones besteht gefühlt aber nicht.
Konkurrenz bleibt gelassen
Die vom Hersteller angeführten Benchmarks waren auf den Demo-Modellen leider nicht installiert, sodass sich die Aussagen des Herstellers nicht überprüfen ließen. Nur einen Browsermark-Test konnte netzwelt dank WiFi-Verbindung durchführen. Hier erreichte das Ascend D quad 74.588 Punkte. Ein guter Wert, der aber noch deutlich hinter iPhone und Galaxy Nexus liegt.
Huawei Ascend D quad
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Bild vergrößern Große Bühne für Huawei: Die Vorstellung des Ascend D quad war gut besucht. (Bild: netzwelt) - Bild 2 von 5
Bild vergrößern Optisch ähnelt das Modell ein wenig dem Galaxy Nexus von Google. (Bild: netzwelt) - Bild 3 von 5
Bild vergrößern Die Rückseite ist gummiert. (Bild: netzwelt) - Bild 4 von 5
Bild vergrößern Das Ascend D quad ist 8,9 Millimeter dick. (Bild: netzwelt) - Bild 5 von 5
Bild vergrößern Die Leistung von Huaweis eigenem Chipsatz war im Kurztest konkurrenzfähig. (Bild: netzwelt)
Dementsprechend gelassen sieht man Huaweis Attacke auch noch bei der Konkurrenz. Am Nvidia-Stand heißt es: "Wir sind seit November mit dem Tegra 3-Chip auf dem Markt und wurden von noch keinem Chip geschlagen. Die anderen haben bislang nur Power Points und Prototypen gezeigt."
Ein Argument, das nicht von der Hand zu weisen ist. Denn viele Vorteile die Huawei beim Ascend D quad anpreist, müssen sich erst unter Praxisbedingungen beweisen - etwa die Rauschreduzierung bei Telefonaten oder die längere Akkulaufzeit, die nicht nur durch einen üppig dimensionierten Akku wie beim Motorola Razr Maxx, sondern unter anderem auch durch einen schnelleren Signalaufbau zum Mobilfunknetz erreicht werden soll.
Fazit
Skepsis ist also bis zur Veröffentlichung des Modells im April erlaubt, Träumen aber auch. Denn wie schon beim Ascend P1 S zeigt sich: Huawei kann nicht nur billig. Die Chinesen dürften mittelfristig in einer Liga mit HTC, Samsung, LG, Motorola, Sony und Co. spielen und neben Einsteigergeräten wie dem Ideos X3 oder dem Telekom Move eben auch Highend-Smartphones anbieten.
Der Erfolg des Modells wird aber auch vom Preis abhängen. Dieser steht noch nicht fest, soll aber konkurrenzfähig sein, hieß es auf der Pressekonferenz. Im Laufe des Jahres soll es zudem eine LTE-Version und weitere Farben geben. Huawei selbst rechnet mit weltweit sechs Millionen verkauften Ascend D quad-Modellen bis Jahresende.






