Bildbearbeitung endlich auch für das iPad
Adobe: Photoshop Touch für iOS vorgestellt
Adobe Photoshop Touch ist bereits seit November 2011 für Tablets mit dem Android-Betriebssystem verfügbar. Nun legt der Hersteller nach und stellt eine iOS-App vor, die allerdings nur auf dem iPad der neuesten Generation läuft. Dafür ist der Funktionsumfang beachtlich.
Inhaltsverzeichnis
- 1Photoshop Touch
- 2Nur für das iPad 2
- 3Solide Applikation
- 4Fazit
Google macht mit seinem kostenlosen Betriebssystem Android dem Konkurrenten Apple immer mehr Druck - zumindest bei Smartphones. Im Tablet-Segment gilt das iPad aus Cupertino immer noch als Maß aller Dinge, wie sich an den Verkaufszahlen des Geräts zeigt. Das hat nun auch Adobe erkannt.
Photoshop Touch
Nachdem bereits im letzten Jahr mit Photoshop Touch eine Android-Version der gleichnamigen - und nach wie vor sehr beliebten - Bildbearbeitung veröffentlicht wurde, legt der US-Konzern jetzt endlich nach und bringt sein Programm auch für Apple iOS heraus. Anders als Photoshop Express, das sich primär an Privatpersonen richtet, sollen mit Photoshop Touch für iOS auch professionelle Anwender glücklich werden. Sie dürften sich vor allem über den relativ geringen Preis freuen: Die Version 1.1.0 kostet derzeit 7,99 Euro, was bis auf den Cent exakt dem Preis im Android Market entspricht.
Nur für das iPad 2
Ein großer Teil der potentiell interessierten Nutzer bleibt allerdings außen vor: Adobe konzentriert sich bei Photoshop Touch leider ausschließlich auf Besitzer eines aktuellen iPad, auf dem Vorgänger ist die Applikation nicht mehr lauffähig. Über die Gründe kann nur spekuliert werden - schließlich kann es nicht an der benötigten Leistung liegen. Das iPad 1 macht bei ähnlichen Bildbearbeitungs-Apps im Vergleich zum iPad 2 eine vergleichbar gute Figur. Wer Photoshop Touch auf seinem iPad einsetzen möchte, benötigt neben dem aktuellen Modell außerdem das Betriebssystem iOS 5.0 oder neuer.

Solide Applikation
Trotz dieser unnötigen Einschränkung macht die App selbst durchaus eine gute Figur. Nutzer können in Photoshop Touch ein Bild mit mehreren Ebenen bearbeiten, die später zum Beispiel auch im Desktop-Photoshop sichtbar sind. Um Objekte trotz des MultiTouch-Displays präzise auszuwählen, hat Adobe die entsprechenden Werkzeuge derart angepasst, dass sie auch für Anfänger einfach bedienbar sind und Kanten von Objekten fast automatisch erkannt werden. Mithilfe der sogenannten Scribble Selection soll es möglich sein, störende Objekte aus einem Bild zu löschen, ohne dass der Betrachter es später merkt - das kennen Anwender schon aus dem großen Photoshop für Windows und Mac OS X. Fertige Bilder können direkt auf Facebook veröffentlicht oder alternativ in der sogenannten Creative Cloud von Adobe bereitgestellt werden, auch AirPrint wird schon unterstützt.
Fazit
Der Trend, klassische Desktop-Anwendungen auch für Android und iOS zu veröffentlichen, dürfte sich in diesem Jahr ungemindert fortsetzen. Auch wenn Photoshop Touch längst nicht so leistungsfähig wie die Desktop-Variante ist, zeigt die neue App doch deutlich, wohin die Reise geht. Durch den vergleichsweise niedrigen Kaufpreis dürften viele iPad-Anwender verleitet sein, die Express- durch die Touch-App zu ersetzen.


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