Bericht teilweise dementiert
Zu Forschungszwecken: Facebook-App kann SMS mitlesen
Facebook soll SMS von Nutzern mitlesen können, die sich die Smartphone-App des Sozialen Netzwerks heruntergeladen haben. Dies betreffe die Anwendung aus dem Android Market, berichtete die britische Zeitung Sunday Times. Facebook dementiert den Bericht teilweise und stellt klar, dass von der Möglichkeit bislang nicht in der Öffentlichkeit Gebrauch gemacht wurde.
Facebook reagierte mit folgender Richtigstellung an die amerikanische Nachrichtenseite Business Insider: "Die Nachrichten der Nutzer werden nicht gelesen. Die App-Zulassung im Android-Store umfasst das Lesen und Schreiben von SMS. Grund dafür ist, dass einige Produkte getestet werden (nicht in der Öffentlichkeit), bei denen per SMS mit der App kommuniziert werden kann." Das sei der Grund für die Lese- und Schreibe-Erlaubnis. Viele Kommunikations-Apps würden diese Erlaubnis nutzen.
Facebook hält sich lediglich die Option offen
Als Beispiel, warum eine entsprechende Erlaubnis nützlich sein kann, nannte Facebook etwa Bezahlmethoden mit SMS. Dabei zahlen Nutzer mit ihrer Telefonrechnung für Dinge wie Apps. Das heiße allerdings nicht, dass das Soziale Netzwerk so etwas bald veröffentlichen werde. Deshalb liege die Sunday Times komplett falsch, wenn sie behaupte, Facebook lese SMS mit.
Es sei allerdings richtig von Facebook, die Erlaubnis in die Android-Anwendung einzufügen, weil die Anwendung über die technische Möglichkeit verfüge, mit dem SMS-System zu interagieren - auch wenn es nur zu Test-Zwecken gedacht ist.
Der Umgang von Smartphone-Apps mit persönlichen Daten sorgte erst vor Kurzem für Aufregung. Nach massiven Beschwerden über den Umgang mit privaten Adressbüchern hatte das Netzwerk Path ein Update seiner Anwendung für das Betriebssystem iOS herausgebracht. Zuvor war bekannt geworden, dass die Path-App ganze Adressbücher der Nutzer hochlädt. Auch Facebook wurde in der Vergangenheit wiederholt wegen Datenschutzbedenken kritisiert.


Das Soziale Netzwerk Facebook erweitert die Funktionen seiner Version für Android-Smartphones. Mit der neuen Version 1.3 können Nutzer künftig auch Videos abspielen. Weiterhin übernimmt der Konzern die Domain Facebook.me von einem arabischen Nutzer. Blogger spekulieren deshalb über einen neuen Facebook-Dienst.
Der Anwendung Breakup Notifier plaudert per E-Mail aus, wenn sich der Beziehungsstatus einer Facebook-Bekanntschaft ändert. Noch ist die Anwendung kostenlos - als Alternative gibt es aber auch andere Stalker-Programme für Facebook.
Mit dieser App will Facebook die mobile Nutzung des Sozialen Netzwerkes ankurbeln. Möglich ist unter anderem der Versand von Nachrichten an Facebook-Kontakte und Gruppen.
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