Mit dem Smartphone gesünder leben
Großbritannien: Ärzte sollen künftig Apps verschreiben
Patienten in Großbritannien sollen von Ärzten bald Gesundheits-Apps verschrieben bekommen. Diese kostenlosen oder günstigen Anwendungen sollen helfen, ihre Gesundheit effektiver zu überwachen und zu managen. Die Apps sollen etwa bei Diabetes oder posttraumatischem Stress helfen. Im Frühjahr will das britische Gesundheitsministerium eine entsprechende Informationskampagne vorstellen.

In einer Umfrage wurden fast 500 Anwendungen vorgeschlagen, wie das britische Gesundheitsministerium mitteilte. Die beliebtesten Apps sollen bei Langzeiterkrankungen wie Diabetes helfen, bei der Bewältigung von posttraumatischem Stresses oder der Kontrolle des Blutdrucks. Weitere Anwendungen sollen eine Karte mit den Service-Stellen des Nationalen Gesundheitsdienstes (NHS) umfassen sowie praktische Fitness- und Ernährungstipps. Dabei handelt es sich teilweise um bereits bestehende Apps, aber auch um noch zu entwickelnde.
Der Patient verwaltet seine Akte
Eine Anwendung ist zum Beispiel "Patients know best", bei der der Nutzer alle ärztlichen Dokumente erhält und selbst bestimmt, wer Zugang dazu erhält. Dadurch können Patienten Online-Konsultationen erhalten, Erklärungen ihrer Befunde sowie einen Genesungsplan.
Die Diabetes-App erinnert an die Messung des Blutzuckerwerts und die Einnahme von Medikamenten. Zudem kann der Blutzuckerspiegel verfolgt werden und an den behandelnden Arzt weitergeleitet werden. Eine weitere Software könnte bei der Ernährung helfen und womöglich gefährdete Menschen vor Krankheit bewahren.
Gesundheits-Apps sollen Normalität werden
"So viele Menschen nutzen Apps jeden Tag, um mit ihren Freunden in Kontakt zu bleiben, für News, um den nächsten Bus oder Zug zu finden", sagt der britische Gesundheitsminister Andrew Lansley. "Ich möchte, dass es normal wird, Apps auch dazu zu nutzen, den Blutdruck zu verfolgen, das nächste Hilfsangebot zu finden, wenn es benötigt wird, und um praktische Hilfe dabei zu bekommen, gesund zu bleiben."
Derzeit arbeitet die Regierung an einer Informationsstrategie für Patienten und Ärzte. Diese soll im Frühjahr präsentiert werden.
Für Smartphones werden bereits zahlreiche Fitness-Apps und Abnehm-Apps angeboten. Die App "Caffeine Zone" hilft, den Koffeingehalt im Blut zu regulieren.







Beiträge
insgesamt 4 BeiträgeZitat: Dafür müsste aber erstmal jeder eins haben bzw.sich eins leisten können. Ich hab ein normales Handy,damit ich im Notfall erreichbar bin und das reicht mir. Ja...
Zitat: Das Smartphone soll ja in den nächsten Jahren viele Bereiche des Alltags abdecken.. Ausweis, Schlüssel, Clubmitgliedschaft.. Gedacht wird unter anderem auch daran sämtliche Zahlungen in...
Zitat: Das klingt für mich nach einem Schnellschuss, der noch mal überdacht werden sollte. 500 Apps aus der freien Wirtschaft? Verschrieben auf Rezept? An eine Klientel, von denen viele (ältere)...
Das klingt für mich nach einem Schnellschuss, der noch mal überdacht werden sollte. 500 Apps aus der freien Wirtschaft? Verschrieben auf Rezept? An eine Klientel, von denen viele (ältere) Bedürftige überhaupt...