P3P-Plattform veraltet

Tracking-Debatte: Auch Facebook umgeht Schutz beim Internet Explorer

Facebook hat inzwischen offiziell bestätigt, dass es wie Google auch die Datenschutz-Einstellungen des Internet Explorers umgeht. Das Soziale Netzwerk ist sich dabei keiner Schuld bewusst, sondern sieht diese bei Microsoft und der P3P-Plattform.

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Auch Facebook umgeht Privatsphäre-Einstellungen des Internet Explorers. (Bild: Screenshot)
Auch Facebook umgeht Privatsphäre-Einstellungen des Internet Explorers. (Bild: Screenshot)
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Nicht nur Google umgeht die Privatsphäre-Einstellungen des Internet Explorers, sondern eine Vielzahl anderer Unternehmen liefert ebenfalls nicht die geforderten Informationen für die P3P-Plattform. Gegenüber der US-Ausgabe von ZDNet gab Facebook jetzt öffentlich zu, dass sie ebenfalls den Schutz von Microsoft umgehen.

P3P-Plattform nicht mehr zeitgemäß

Ein Sprecher des Sozialen Netzwerks versicherte, dass es Facebook bei dem Umgehen der P3P-Richtlinien nicht darum ginge, zusätzliche Cookies zu installieren oder Nutzer zu tracken. "Auch wenn wir gerne unsere Cookie-Politik in einem Format beschreiben würden, das ein Browser lesen kann: P3P wurde vor fünf Jahren entwickelt und ist ineffektiv bei der Beschreibung von Praktiken moderner Social-Networking-Dienste und -Plattformen", begründete der Sprecher das Vorgehen.

Auch wenn Facebook sein Vorgehen bei Cookies nicht im P3P-Protokoll hinterlegt hat, wurde dieses in einer öffentlichen Notiz beschrieben, die den Vorgaben von P3P entspricht. Außerdem ist Facebook dem Sprecher zufolge bereits auf Microsoft zugegangen, "in der Hoffnung gemeinsam zusätzliche Lösungen entwickeln zu können." Microsoft wollte sich gegenüber ZDNet nicht zu der Thematik äußern.

Auch Google kritisierte das P3P-Protokoll von Microsoft und bezeichnete dieses als "weitestgehend funktionsunfähig". Der Suchmaschinenanbieter reagierte auf die Kritik des Windows-Herstellers, dass das Unternehmen die Datenschutz-Funktionen des Internet Explorers umgehe. Die gesamte Diskussion geht auf die Nachricht zurück, dass Google und einige andere Werbetreibende den Tracking-Schutz von Safari umgehen. Hier meldete sich Microsoft ebenfalls bereits zu Wort, um den Internet Explorer als sichere Alternative anzupreisen.

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