Geschäftsmodell für Afrika
Autarke Händler: Solarkioske für die entlegensten Regionen der Welt
Das deutsche Unternehmen Solarkiosk will Regionen fernab jedweder Infrastruktur mit einem nachhaltigen Geschäftsmodell versorgen. Geplant sind Kioske, die durch Solarzellen energietechnisch autark sind und Regionen mit nützlicher Infrastruktur wie Sendemasten für Mobilfunk- und WLAN-Zugang ausrüsten können.

Der erste Prototyp des Solarkiosks wurde im November 2011 gebaut und ist derzeit in Berlin zu betrachten. Weit über ein Jahr hat die Entwicklung des autarken Kaufmannsladens gedauert. Nun werden die Voraussetzungen für die Serienproduktion untersucht. Im Wesentlichen besteht das Konstrukt aus verschiedenen Einzelteilen, die leicht an die entlegensten Regionen der Welt transportiert werden können.
Lehm, Bambus und Solarzellen
Der Kiosk sei dabei leicht vor Ort konstruierbar, da er zu großen Teilen aus Materialen wie Lehm, Bambus und Alluminium besteht. Für Strom sorgen die auf dem Dach befindlichen Solarzellen, die gleichzeitig für eine Klimatisierung des Kiosks und seiner Waren sorgen.
Darüber hinaus sind die Läden mit Sendemasten für das Mobilfunknetz und WLAN-Zugang ausgestattet sowie mit Möglichkeiten zum Aufladen von elektrischen Geräten und zur Wasseraufbereitung. Zusätzlich sollen Lebensmittel und Medizin genauso wie Handys über die Kioske erhältlich sein.
Ecosummit Award
Das Projekt wird unterstützt von staatlich geförderten Einrichtungen wie der Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen "Otto von Guericke" (AiF). An der Umsetzung des Konzepts arbeitet man gemeinsam mit Architekten und Ingenieuren sowie der Hochschule für Technik und Wissenschaft Berlin.
Derzeit sucht Solarkiosk nach weiteren Geschäftspartnern wie NGOs, die weitere finanzielle Unterstützung bieten können, um die Solarkioske in betreffende Regionen, beispielsweise in Afrika, zu bringen.

Wer Interesse daran hat, dieses Projekt zu unterstützen, kann noch bis zum 1. März auf den Webseiten des Ecosummit seine Zustimmung via Facebook ausdrücken. Das Geschäftsmodell mit den meisten Befürwortern hat dort die Chance auf einen hochdotierten Preis. Den Link finden Sie rechts neben diesem Artikel.

Ein interessanter Aspekt, aber auf Armut folgt ja nicht zwangsläufig Kriminalität. Die Grundidee finde ich schon gut, gerade da hier verschiedene wichtige Dinge gebündelt angeboten werden (können sollen). Auch...
Richtig, und was passiert mit solch einem Kiosk der Technik im Wert des zigfachen Jahresgehalts der Bewohner beinhaltet?