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Ecosummit: Solarkioske als Geschäftsmodell für Afrika
Geschäftsmodell für Afrika

von Annika Demgen Uhr veröffentlicht

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Das deutsche Unternehmen Solarkiosk versucht, energietechnisch autarke Kaufmannsläden in die entlegensten Regionen der Welt zu bringen. Mit Sendemasten ausgerüstet, könnte ein Solarkiosk auch Bereiche fernab jeder Infrastruktur mit Mobilfunk und WLAN versorgen.

Das deutsche Unternehmen Solarkiosk will Regionen fernab jedweder Infrastruktur mit einem nachhaltigen Geschäftsmodell versorgen. Geplant sind Kioske, die durch Solarzellen energietechnisch autark sind und Regionen mit nützlicher Infrastruktur wie Sendemasten für Mobilfunk- und WLAN-Zugang ausrüsten können.

Die Solarkioske sollen für ein nachhaltiges Geschäftsmodell in den entlegensten Regionen der Welt sorgen. (Quelle: Solarkiosk/Ecosummit)

Der erste Prototyp des Solarkiosks wurde im November 2011 gebaut und ist derzeit in Berlin zu betrachten. Weit über ein Jahr hat die Entwicklung des autarken Kaufmannsladens gedauert. Nun werden die Voraussetzungen für die Serienproduktion untersucht. Im Wesentlichen besteht das Konstrukt aus verschiedenen Einzelteilen, die leicht an die entlegensten Regionen der Welt transportiert werden können.

Lehm, Bambus und Solarzellen

Der Kiosk sei dabei leicht vor Ort konstruierbar, da er zu großen Teilen aus Materialen wie Lehm, Bambus und Alluminium besteht. Für Strom sorgen die auf dem Dach befindlichen Solarzellen, die gleichzeitig für eine Klimatisierung des Kiosks und seiner Waren sorgen.

Darüber hinaus sind die Läden mit Sendemasten für das Mobilfunknetz und WLAN-Zugang ausgestattet sowie mit Möglichkeiten zum Aufladen von elektrischen Geräten und zur Wasseraufbereitung. Zusätzlich sollen Lebensmittel und Medizin genauso wie Handys über die Kioske erhältlich sein.

Ecosummit Award

Das Projekt wird unterstützt von staatlich geförderten Einrichtungen wie der Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen "Otto von Guericke" (AiF). An der Umsetzung des Konzepts arbeitet man gemeinsam mit Architekten und Ingenieuren sowie der Hochschule für Technik und Wissenschaft Berlin.

Derzeit sucht Solarkiosk nach weiteren Geschäftspartnern wie NGOs, die weitere finanzielle Unterstützung bieten können, um die Solarkioske in betreffende Regionen, beispielsweise in Afrika, zu bringen.

Solarkioske sollen die Menschen vor Ort mit sinnvoller Infrastruktur versorgen. (Quelle: Solarkiosk/Ecosummit)

Wer Interesse daran hat, dieses Projekt zu unterstützen, kann noch bis zum 1. März auf den Webseiten des Ecosummit seine Zustimmung via Facebook ausdrücken. Das Geschäftsmodell mit den meisten Befürwortern hat dort die Chance auf einen hochdotierten Preis. Den Link finden Sie rechts neben diesem Artikel.

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Kommentare zu diesem Artikel

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  • L.Gerlach schrieb Uhr
    AW: Autarke Händler: Solarkioske für die entlegensten Regionen der Welt

    Ein interessanter Aspekt, aber auf Armut folgt ja nicht zwangsläufig Kriminalität. Die Grundidee finde ich schon gut, gerade da hier verschiedene wichtige Dinge gebündelt angeboten werden (können sollen). Auch wenn ich mir bei der Größe des Kiosk nicht ganz sicher bin, wie dort ein so vielfältiges Angebot überhaupt untergebracht werden kann.
  • Keine Angabe schrieb Uhr
    AW: Autarke Händler: Solarkioske für die entlegensten Regionen der Welt

    Richtig, und was passiert mit solch einem Kiosk der Technik im Wert des zigfachen Jahresgehalts der Bewohner beinhaltet?
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Ecosummit: Solarkioske als Geschäftsmodell für Afrika
Ecosummit: Solarkioske als Geschäftsmodell für Afrika
Solarkioske für Afrika: Ein deutsches Startup will die entlegensten Regionen der Welt mit einem nachhaltigen Geschäftsmodell und nützlicher Infrastruktur versorgen.
http://www.netzwelt.de/news/90999-ecosummit-solarkioske-geschaeftsmodell-afrika.html
2012-02-22 13:14:54
http://img.netzwelt.de/dw120_dh90_sw0_sh0_sx0_sy0_sr4x3_nu0/article/2012/solarkioske-nachhaltiges-geschaeftsmodell-entlegensten-regionen-welt-sorgen-bild-solarkioskecosummit-12322.jpg
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