Hacker-Gruppe wehrt sich gegen Berichterstattung

Anonymous: Protest auf Facebook-Seite des Wall Street Journals

Einige Facebook-Seiten des Wall Street Journals (WSJ) sind Ziel einer Spam-Attacke geworden. Die Angreifer gaben an, Verbindungen zu der Hacker-Grupper Annonymous zu haben. Unterstützer wurden aufgefordert, einen bestimmten Kommentar zu posten. In diesem wurde dem Inhalt eines Artikels über Anonymous widersprochen.

Bei dem Kommetar-Flashmob werden Unterstützer aufgefordert diesen Text auf der Facebook-Seite des Wall Street Journals zu posten. (Bild: Screenshot)
Bei dem Kommetar-Flashmob werden Unterstützer aufgefordert, diesen Text auf der Facebook-Seite des Wall Street Journals zu posten. (Bild: Screenshot)
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Das Anonymous-Kollektiv soll zu einem "Kommentar-Flashmob" auf die deutsche Seite der Zeitung aufgerufen haben, schreibt die Zeitung in ihrem Blog Digits. Folgender Text - die Original-Meldung war auf Englisch verfasst - sollte dabei verbreitet werden: "Liebe Redakteure des deutschen Wall Street Journals, in einem Artikel vom Februar 2012 und der dazugehörigen Berichterstattung habt Ihr Anonymous mit Al-Qaida gleichgesetzt. Mit dieser Art Berichterstattung mögt Ihr in den Vereinigten Staaten Angst schüren, aber nicht im Land der Dichter und Denker! Mit diesem Kommentar möchten wir uns der absichtlichen Verbreitung falscher Informationen widersetzen und unsere Ablehnung von Lobby-Journalismus ausdrücken. Wir sind Anonymous. Wir sind Millionen. Wir vergeben nicht. Wie vergessen nicht. Rechnet mit uns!"

Anlass ist Bericht über mögliche Bedrohung durch Anonymous

Als Anlass für die Aktion verweist Anonymous laut Bericht auf den Artikel "USA fürchten Hacker-Angriff von Anonymous". Darin heißt es, dass amerikanische Geheimdienste befürchteten, dass Hacker-Angriffe zu Stromausfällen führen könnten. "Man fürchtet auch, dass sich Netzwerke wie Anonymous in den Dienst ausländischer Mächte oder al-Kaida stellen könnten", schreibt der Autor.

Die Kommentare erschienen zuerst auf der Facebook-Seite von WSJ Deutschland und weiteten sich rasch auf weitere Facebook-Seiten der Zeitung aus. Dem Wall Street Journal zufolge verletzen diese Aktionen nicht die Spam-Regelungen des Sozialen Netzwerks, weil individuelle Nutzer diese Kommentare veröffentlichten. Nach einigen Stunden schien die Aktion abzuklingen.  

Anonymous hatte zuletzt offenbar ein Konferenzgespräch zwischen dem US-amerikanischen FBI und dem britischen Scotland Yard abgehört. Auch die Schließung des Filesharing-Portals Megauploads sorgte für Proteste der Hacker-Gruppe. 

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Interessant ist auch die Abstimmung, die Grundlage für den "Kommentar-Flashmob" ist. Erstaunlich demokratisch für eine Gruppierung, bei der die subjektive allgemeine Auffassung eher von einer ungesteuerten Bewegung...

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