Keine Fluchtgefahr
Megaupload: Kim Dotcom gegen Kaution entlassen
Kim Dotcom ist aus dem Gefängnis entlassen worden. Der Gründer der Filesharing-Seite Megaupload wurde gegen Kaution frei gelassen. Der Richter begründete seine Entscheidung unter anderem damit, dass der Beschuldigte nicht genug Geld habe, um zu fliehen.

Kim Dotcom, der früher Kim Schmitz hieß, ist Angeklagter in einem der größten Urheberrechtsfälle in den USA. Er und sechs weitere Beschuldigte müssen sich wegen Geldwäsche, organisiertem Verbrechen und Urheberrechtsverletzungen verantworten. Insgesamt soll ein Schaden in Höhe von 500 Millionen Euro entstanden sein. Sie sollen mit der Seite 175 Millionen US-Dollar illegal eingenommen haben. Vor einem Monat haben US-Behörden die Seite Megaupload geschlossen.
Besitzt nur zwei statt drei Pässe
Der neuseeländische Richter begründete seine Entscheidung mit neuen Informationen, wie CNN berichtet. So habe Kim Dotcom nur zwei Pässe statt wie zuerst angenommen drei. Er hat einen finnischen und einen deutschen Pass und mit beiden Ausstellerländern haben die USA Auslieferungsabkommen. Zudem seien keine Anstrengungen unternommen worden, Megaupload wieder zu eröffnen. Einige seiner Mitangeklagten seien bereits gegen Kaution frei gekommen und die Anhörung zur Auslieferung erfolgt voraussichtlich erst im Juli.
Bis dahin muss Kim Dotcom die Auflagen des Richters erfüllen: Er muss eine elektronische Fußfessel tragen, darf das Internet nicht nutzen und sich nicht mehr als 80 Kilometer von seinem Anwesen entfernen, wie TVNZ berichtet.
Vor Kurzem erst haben US-amerikanische Behörden die Anklageschrift um weitere Vorwürfe erweitert. Demnach sollen die Angeklagten Inhalte von YouTube auf ihrer Seite verbreitet haben, um den Eindruck zu erwecken, Megaupload verbreite nutzergenerierte Inhalte. Zum Zeitpunkt seiner Verhaftung hatte Dotcom dem Richter zufolge 59 Kreditkarten unter 13 Namen, von diesen seien 21 noch gültig gewesen, schreibt CNN.
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