Microsoft bietet kostenlose Ergänzung zum Task Manager

Freeware-Tipp: Microsoft Process Explorer sorgt für Informationsflut

Microsoft bietet mit dem Process Explorer ein kostenloses Werkzeug, das auf jeden PC gehört: Mit ihm können Anwender nicht nur sehen, welche Prozesse gerade aktiv sind, sondern auch auf welche Dateien und Ordner sie zugreifen. Das erlaubt eine umfassende Kontrolle des eigenen Systems.

Der Process Explorer ergänzt den Task Manager von Windows. (Bild: Screenshot)
Der Process Explorer ergänzt den Task Manager von Windows. (Bild: Screenshot)

Inhaltsverzeichnis

  1. 1Process Explorer
  2. 2Die Informationen
  3. 3Fazit
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Das Sysinternals-Team von Microsoft gehört zu denjenigen Ableitungen des Konzerns, die öffentlich kaum in Erscheinung treten und weniger dem Otto Normalverbraucher als eher IT-Experten bekannt sind. Dabei bieten die Entwickler der Sysinternals-Gruppe durchaus spannende Programme an.

Process Explorer

Ein perfektes Beispiel dafür ist der sogenannte Process Explorer, der - wie praktisch alle Werkzeuge von Microsoft Sysinternals - kostenlos angeboten wird. Ziel der Anwendung ist es, jedem Nutzer einen detaillierteren Überblick über die laufenden Applikationen zu geben, als es im Task Manager unter Windows XP, Vista oder Windows 7 ab Werk jemals möglich wäre. Dort erscheinen neben Name und Beschreibung nur Informationen über CPU- und RAM-Auslastung sowie das aktive Nutzerkonto.

Nicht sichtbar ist zum Beispiel, auf welche Dateien ein bestimmter Prozess gerade zugreift, um Fehler und mögliche Sicherheitsprobleme zu erkennen. Genau hier setzt der Microsoft Process Explorer an, der ohne Registrierung oder Windows-Prüfung von der offiziellen Webseite oder im netzwelt-Archiv heruntergeladen werden kann und nur knapp zwei Megabyte groß ist. Eine Installation ist nicht notwendig, der Process Explorer kann direkt nach dem Entpacken aus einem beliebigen Verzeichnis ausgeführt werden. Neben der EXE- ist eine CHM-Datei im Paket enthalten, die Hilfetexte enthält.

Die Informationen

Beim ersten Start der Anwendung wird dem Benutzer eine Lizenzvereinbarung präsentiert, die er aber ohne Sorgen abnicken kann. Anschließend öffnet sich der eigentliche Process Explorer, dessen Optik auf den ersten Blick stark an den Windows Task Manager erinnert. Anstelle einer unübersichtlichen Liste werden im Process Explorer alle laufenden Prozesse derart gegliedert, dass Nutzer problemlos sehen können, welcher Kind- von welchem Eltern-Prozess gestartet wurde. Angaben wie die Nummer des Prozesses, Speicherauslastung, Beschreibung sowie Hersteller werden in Spalten dargestellt.

Die Detail-Ansicht zeigt alle geöffneten Ordner, Dateien und Registry-Schlüssel. (Bild: Screenshot)
Die Detail-Ansicht zeigt alle geöffneten Ordner, Dateien und Registry-Schlüssel. (Bild: Screenshot)

Erst wirklich spanennd sind aber die Angaben, die man über die Tastenkombination Strg+L erreichen kann: Auf diese Anweisung hin blendet Process Explorer unterhalb der Prozess-Tabelle ein weiteres Fenster ein, in dem alle durch den jeweiligen Prozess geöffneten Ordner und Dateien gezeigt werden. Außerdem können Nutzer dort ablesen, auf welche Registry-Einträge und DLLs ein Windows-Prozess gerade zugreift, und so mögliche Probleme erkennen, wenn ein Programm nicht richtig funktioniert.

Fazit

Immer, wenn ein Programm unerklärliche Fehler produziert oder Malware auf dem PC vermutet wird, leistet der Process Explorer hervorragende Dienste. Schade ist nur, dass das Sysinternals-Team bis heute keine deutsche Version der Anwendung vorgelegt hat und offiziell nur Englisch unterstützt.

Weitere Informationen

Wie geht's weiter? Zu diesem Thema haben wir eine redaktionelle Übersicht erstellt. Sie finden das Special zu System Utilities hier.

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