Überstunden sollen reduziert werden
Foxconn: Apple-Zulieferer erhöht Löhne in China
Die Arbeitsbedingungen für Foxconn-Mitarbeiter sollen verbessert werden. Der umstrittene Apple-Zulieferer aus China plant deutliche Lohnerhöhungen für seine Arbeiter in China. Medienberichten zufolge sollen die Löhne um 16 bis 25 Prozent steigen. Zudem soll die Zahl der Überstunden reduziert werden.
Die Mitarbeiter des chinesischen Unternehmens Foxconn sollen künftig etwa 400 US-Dollar im Monat verdienen, wie die US-Tageszeitung New York Times berichtet. Womöglich ist dies bereits eine Reaktion auf die von Apple angekündigten Kontrollen. Diese sollen durch die Fair Labor Association durchgeführt werden.
Über eine Million Angestellte
Foxconn ist als Zulieferer von Apple, Dell und anderen Elektronikherstellern tätig und beschäftigt über eine Million Angestellte. Arbeitsrechtler kritisieren, dass in manchen Fabrikanlagen chinesische Arbeitsgesetze seit Jahren verletzt worden seien. Die Angestellten seien zu exzessiven Überstunden genötigt worden. Foxconn war in der Vergangenheit zudem häufig in der Kritik, nachdem mehrere Mitarbeiter Selbstmord begangen hatten.
Zuletzt wurde Foxconn Ziel eines Hacker-Angriffs. Die Hackergruppe SwaggSec veröffentlichte Zugangsdaten diverser Foxconn-Mitarbeiter, darunter auch von Firmenchef Terry Gou.
Die New York Times hatte im Januar einen ausführlichen Bericht über Arbeitsbedingungen bei Zulieferern von Apple herausgebracht. Der Artikel warf kein gutes Licht auf den iPhone-Hersteller. In einer E-Mail an seine Mitarbeiter griff Apple-Chef Tim Cook die Vorwürfe auf und wies sie entschieden zurück.


Apple will die Arbeitsbedingungen bei seinen Zulieferern verbessern. Der Konzern ist als erstes Technikunternehmen der Fair Labor Association beigetreten. Mehr Transparenz ist geplant.
Das iPhone 5 sorgt für schlechtere Arbeitsbedingungen bei Foxconn. Dies ergibt eine Untersuchung des Economic Policy Institute. Außerdem komme die Fair Labor Association ihrer Aufgabe nicht nach, die Arbeitsbedingungen in den chinesischen Fabriken zu verbessern.
Foxconn verbessert Arbeitsbedingungen: Der chinesische Auftragshersteller (unter anderem für Apple, Samsung, Microsoft, Nokia tätig) hat die Arbeitszeiten seiner Mitarbeiter verkürzt. Bis Sommer 2013 sollen weitere Verbesserungen beim Arbeitsschutz erfolgen.
Mitarbeiter sollen befragt und Betriebseinrichtungen untersucht werden. Im Auftrag von Apple führt die Fair Labor Association breit angelegte Kontrollen durch, auch bei dem umstrittenen Zulieferer Foxconn.
Wegen schlechter Arbeitsbedigungen haben Mitarbeiter des Münchner Apple Stores erstmals einen Betriebsrat gegründet. Ziel ist es einem Medienbericht zufolge, einen Gesamtbetriebsrat für alle deutschen Filialen aufzubauen.
Apple und Foxconn wollen die Startkosten für verbesserte Arbeitsbedingungen in chinesischen Fabriken untereinander aufteilen. Noch ist unklar, wer welchen Anteil übernimmt.
Der umstrittene Auftragshersteller Foxconn gerät erneut in die Schlagzeilen. Im Netz haben Hacker interne Dokumente und Log-in-Daten für die Intranet- und die Mail-Server des Unternehmens veröffentlicht.




