Erste Veröffentlichung soll im Sommer folgen

Büropaket: Apache OpenOffice 3.4 nimmt Gestalt an

OpenOffice ist eines der bekannten Open-Source-Programme und wird seit dem Ausstieg Oracles von der Apache Foundation entwickelt. Irgendwann im Sommer 2012 soll endlich die nächste Version des Büropakets erscheinen. Netzwelt gibt schon heute einen Ausblick auf Apache OpenOffice 3.4.

Apache OpenOffice könnte schön im Sommer in Version 3.4 erscheinen. (Bild: Screenshot)
Apache OpenOffice könnte schön im Sommer in Version 3.4 erscheinen. (Bild: Screenshot)

Inhaltsverzeichnis

  1. 1Apache Incubator
  2. 2Erste Testversion
  3. 3Lotus Symphony
  4. 4Fazit
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Auf der CeBIT 2012 wird die Document Foundation erstmalig mit einem eigenen Stand vertreten sein, um Besuchern der Messe das jüngst erschienene LibreOffice 3.5 näher zu bringen. Trotz der vielen Erfolge, die das Projekt mittlerweile erreicht hat, ist es längst nicht so bekannt wie OpenOffice.

Apache Incubator

OpenOffice hält sich wacker auf den oberen Plätzen der Download-Charts, obwohl die letzte Version aus dem Jahr 2010 stammt und damit schon fast zwei Jahre auf dem Buckel hat. Im Sommer diesen Jahres wollen die Entwickler, die nicht zum LibreOffice-Projekt übergelaufen sind, endlich wieder eine neue Version auf den Markt bringen: OpenOffice 3.4 wird die erste Ausgabe, die komplett unter der Ägide der Apache Foundation entwickelt wird, nachdem sich Oracle von OpenOffice.org getrennt hat.

Derzeit befindet sich Apache OpenOffice in einer Art Brutkasten namens Apache Incubator, in der die Entwickler alle organisatorischen Voraussetzungen (zum Beispiel Mailing-Listen für die Beitragenden) schaffen und parallel den Quelltext des Büropakets aufmöbeln, wie es auch LibreOffice zu Beginn der Arbeit getan hat. Obwohl Apache OpenOffice 3.4 direkt OpenOffice.org 3.3 nachfolgen soll, haben die beiden Anwendungen im Kern nur noch wenig miteinander zu tun, wie schon heute sichtbar ist.

Erste Testversion

Und obwohl sich Apache OpenOffice noch in einem frühen Entwicklungsstadium befindet und noch nicht einmal eine Beta-Version freigegeben wurde, können Nutzer das Büropaket problemlos ausprobieren: Für interessierte Anwender werden regelmäßig sogenannte "Development Snapshot Builds" generiert, die ohne Umweg über den Link in der Seitenleiste erreichbar sind. Die sogenannten "Multi-lingual Full Installation Sets" sind am besten geeignet, wenn OpenOffice auf Deutsch verwendet werden soll. Im Moment werden die Betriebssysteme Windows, Linux und Mac OS X sowie Solaris unterstützt.

Die eigentliche Installation von Apache OpenOffice 3.4 hat sich im Vergleich zu OpenOffice 3.3 nicht verändert. Allerdings sollten Nutzer dabei im Kopf behalten, dass sich der Development Snapshot eher schlecht als recht mit einem regulären OpenOffice verträgt, wenn beide Versionen gleichzeitig genutzt werden sollen. Daher ist es empfehlenswert, Apache OpenOffice zumindest auf Microsoft Windows in ein separates Nutzerkonto einzusperren und nicht für alle Benutzer des Systems zu installieren.

OpenOffice kann bereits jetzt als Development Snapshot genutzt werden. (Bild: Screenshot)
OpenOffice kann bereits jetzt als Development Snapshot genutzt werden. (Bild: Screenshot)

Lotus Symphony

Auch wenn im Kern bereits gravierende Änderungen an Apache OpenOffice vorgenommen wurden, ist die Oberfläche mit den vorherigen Versionen weitgehend identisch - lediglich an einigen Details, zum Beispiel dem Einstellungsdialog, haben die Entwickler bereits sichtbar gearbeitet. Das Aussehen des Büropakets könnte sich aber bald ändern: IBM hat bereits im Januar angekündigt, das hauseigene Lotus Symphony zugunsten von Apache OpenOffice einzustellen. Nachdem der Symphony-Quelltext schon im letzten Jahr dem Projekt beigetragen wurde, will sich IBM vollkommen darauf konzentrieren, Apache OpenOffice zu helfen und das Büropaket auch den eigenen Kunden näher zu bringen.

Fazit

Sollten es die Entwickler nicht schaffen, 2012 eine passable Aktualisierung für OpenOffice vorzulegen, dürfte der Wettbewerb mit LibreOffice endgültig verloren sein. Schon jetzt ist LibreOffice in zahlreichen Linux-Distributionen das Büropaket der Wahl, allerdings hat Apache mit IBM einen sehr schlagkräftigen Unterstützer gewonnen. 

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