Inhalte von YouTube verbreitet

Megaupload: Neue Vorwürfe gegen Kim Schmitz

Das US-Justizministerium hat die Anklageschrift gegen die Verantwortlichen des Filesharing-Portals Megaupload überarbeitet. Dem inhaftierten früheren Geschäftsführer Kim Schmitz und seinen Kollegen werden drei weitere Straftaten zur Last gelegt. Sie sollen unter anderem Inhalte von YouTube verbreitet haben. Zudem ist die Zahl der Nutzer der Seite nach unten korrigiert worden.

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Kim Dotcom sagte vor Gericht, er erhalte unmoralische Angebote im Gefängnis. (Bild: Screenshot/One News)
Kim Dotcom sagte vor Gericht, er erhalte unmoralische Angebote im Gefängnis. (Bild: Screenshot/One News)

Insgesamt werden den Verantwortlichen von Megaupload acht Fälle von Urheberrechtsverletzung und elektronischem Datenbetrug vorgeworfen. Die Angeklagten sollen unter anderem Inhalte von weiteren Webseiten wie YouTube weiterverbreitet haben, berichtet Digital Trends. Diese sollen bei Megavideo.com angeboten worden sein, um den Eindruck zu erwecken, dass Megavideo.com in erster Linie von Nutzern generierte Inhalte verbreite.

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Nur 10 Prozent der Nutzer laden Inhalte hoch

Zudem korrigierte das Justizministerium die Nutzerzahlen von Megaupload nach unten. Das Filesharing-Portal hatte im Januar rund 67 Millionen registrierte Nutzer und nicht wie von Megaupload angegeben über 180 Millionen. Von diesen luden nur knapp sechs Millionen Daten hoch, die restlichen 90 Prozent nutzten die Seite, um Inhalte herunterzuladen.

Megaupload wurde im Januar dieses Jahres geschlossen, mehrere Verantwortliche, darunter Kim Schmitz, wurden festgenommen. Ihnen werden unter anderem Geldwäsche und organisiertes Verbrechen vorgeworfen. Laut Anklage ist ein Schaden von über 500 Millionen US-Dollar entstanden. Das Unternehmen soll durch Werbung und Premium-Mitgliedschaften über 175 Millionen US-Dollar Einnahmen erzielt haben. Kim Schmitz, der sich in Dotcom umbenannt hat, sitzt derzeit in Neuseeland in Haft.  

Viele Filesharing-Hoster fürchten sich mittlerweile davor, ein ähnliches Schicksal zu erleiden. Das Portal btjunkie schaltete sich inzwischen selbst ab, andere Portale könnten dem Beispiel folgen.

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