Am Mac und mobil

Unerlaubtes Tracking: Google umgeht Sicherheitsvorkehrung von Safari

Apple bietet bei seinem Safari-Browser eine Sicherheitsfunktion, die das Tracken des Surfverhaltens verhindert. Jetzt wurde bekannt, dass Google den Browser ausgetrickst hat, um die Internetnutzung von Safari-Anwendern zu überwachen.

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Sowohl in der Version für Macs als auch in der iOS-Fassung lässt Safari keine Cookies von Drittanbietern zu. Solche Cookies werden in der Regel dazu verwendet, um das Onlineverhalten eines Nutzers zu überwachen. Google und einige Werbeanbieter konnten den Schutz umgehen und haben die Internetnutzung getrackt, wie das Wall Street Journal berichtet.

+1-Button im Mittelpunkt

Google nutzte eine Ausnahme bei Safari aus: Wenn ein Nutzer mit einer Seite interagiert, darf ein Cookie installiert werden. Der Suchmaschinenanbieter versah einige seiner Anzeigen mit einem Code, der eine solche Interaktion des Nutzers vortäuschte. Dabei ging es Google um seinen +1-Button, dieser benötigt ein Cookie, damit Google weiß, ob der Nutzer eingeloggt ist oder nicht. 22 der 100 größten Internetseiten nutzen den Code dem Wall Street Journal zufolge bei der Desktop-Version und Werbungen auf 23 Seiten bei Safari für das iPhone.

Der Cookie von Google besaß eine Lebensdauer von vergleichsweise geringen 12 bis 24 Stunden. Allerdings können weitere Cookies bei Safari installiert werden, sobald ein einzelner platziert wurde. Die neuen Cookies können über ein längere Lebensdauer verfügen.

Google verteidigt sich

Nachdem die Zeitung den Suchmaschinenanbieter kontaktierte, schaltete Google den Code, der das Tracking ermöglichte, ab. Gleichzeitig betont das Unternehmen, dass die Zeitung den Sachverhalt falsch darstellen würde: "Wir haben eine bekannte Eigenschaft von Safari genutzt, um eingeloggten Google-Nutzern ihre aktivierten Funktionen anbieten zu können. Es ist wichtig hervorzuheben, dass diese Werbe-Cookies keine persönlichen Informationen sammeln."

Der Trick, den Google und die anderen Werbeanbieter ausnutzten, ist dabei schon seit rund zwei Jahren bekannt.

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