Trotz 400.000 Fans
Facebook: Soziales Netzwerk schaltet die Stadt München ab
Die Stadt München hatte 400.000 Fans auf Facebook. Vergangenen Freitag, am 10. Februar, schalteten die Betreiber des Sozialen Netzwerks die Fanseite jedoch ohne Vorankündigung ab. Nachdem zunächst technische Probleme als Grund angegeben wurden, steht nun fest, dass Facebook vollkommen bewusst handelte.
Hintergründige Motivation bei Facebook ist die Einführung einer neuen Kategorie. Im Sozialen Netzwerk will man künftig neben Profilen von "Personen", "Veranstaltungen" und "Gruppen" auch den Typ "Ort" bei Fanseiten einführen. Um diese Umstellung zu bewerben, seien Städtenamen als Titel für Fanseiten, die nicht zu der entsprechenden Kategorie gehören, nicht mehr erlaubt, schreibt BR.de.
Abschaltung trotz Werbung
Der Geschäftsführer der Betreibergesellschaft von muenchen.de, Lajos Csery, zeigte sich gegenüber BR.de enttäuscht von dem Sozialen Netzwerk. "Wir haben auch viel Werbung auf Facebook geschaltet, da ist es schon bitter, wenn man dann einfach abgeschaltet wird", sagte er. Dennoch denke die Gesellschaft nicht darüber nach, sich aus Facebook zurückzuziehen. Die Kommunikation mit den Fans sei für das "eigene Standortmarketing unverzichtbar".
Facebook gab muenchen.de inzwischen vor, sich einen neuen Namen für die eigene Seite im Sozialen Netzwerk auszudenken, damit die Seite wieder online gehen darf. Dieser Aufforderung kamen Csery und sein Team nach. Unter dem Namen Stadtportal München ist die Fanseite wieder online.
Großer Verlust
Aktuell hat die Seite jedoch nur knapp 1.300 "Gefällt mir"-Bekundungen. Kein Vergleich also zu der ursprünglichen Befürworterzahl von 400.000. Auf muenchen.de äußern sich die Betreiber jedoch optimistisch, dass sie alle ihre Fans zurückgewinnen werden.
Erst gestern, 16. Februar, wurde zudem bekannt, dass in dem Sozialen Netzwerk künftig auch Pseudonyme zulässig sind.


Derzeit mehren sich die Gerüchte, dass der Suchmaschinengigant Google mit "Google Me" mit Hochdruck ein soziales Netzwerk entwickelt. Ganz offiziell hingegen arbeitet Facebook an der eigenen Suche weiter und zeigt nun auch durch Facebook Connect eingebundene externe Webseiten an.
Eine halbe Milliarde aktive Mitglieder veröffentlichen tagtäglich Statusmeldungen, Links, Fotos und Videos auf dem sozialen Netzwerk Facebook. Geschäftsführer Mark Zuckerberg bezeichnet die runde Zahl als wichtigen Meilenstein und beschenkt die Nutzer mit einer neuen Facebook-Anwendung.
Neuigkeiten rund um Aktivitäten der Queen und weiterer Mitglieder der britischen Königsfamilie finden Interessierte jetzt auch bei Facebook. Hier hat das Königshaus eine eigene Profilseite, allerdings mit eingeschränkten Möglichkeiten für Nutzer.
Weitere Datenschutzprobleme bei Facebook: Ein Nutzer entdeckte eine Möglichkeit, unter falschem Namen Nachrichten zu versenden, und das ohne große IT-Kenntnisse.
Der FC Bayern München lockte seine Fans in das Soziale Netzwerk Facebook. Dort sollte ein neuer Star präsentiert werden. In Wirklichkeit war die Aktion "The new FCB Star" aber nur ein PR-Gag, um den Facebook-Auftritt zu bewerben. Das ärgert die Anhänger.
MyFCB nennt sich das eigene Soziale Netzwerk des FC Bayern München. Das Portal soll am 28. Februar seine Pforten für die Öffentlichkeit öffnen.
Allen Facebook-Nutzern werden im Sozialen Netzwerk in den nächsten Wochen E-Mail-Adressen zugeteilt. Bisher war die Möglichkeit, sich nutzername@facebook.com-Adressen einzurichten, nur optional.




