Gefilterte Trefferliste gefordert

IFPI: Musikindustrie plant offenbar Klage gegen Google

Der Musikverband International Federation of the Phonographic Industry (IFPI) will offenbar Google wegen Missbrauchs seiner Monopolstellung verklagen. Ziel des Verbandes ist dabei unter anderem, das Links zu illegalen Download-Angeboten weniger präsent als bisher in der Trefferliste der Suchmaschine platziert werden.

Die IFPI plant offenbar eine Kartellrechtsklage gegen Google. (Bild: Screenshot/IFPI)
Die IFPI plant offenbar eine Kartellrechtsklage gegen Google. (Bild: Screenshot/IFPI)
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Über die mögliche Klage berichtet die schweizerische Handelszeitung Online, die in Erfahrung gebracht haben will, dass bereits im Juli 2011 die Rechtsabteilung der IFPI in London ein "höchst vertrauliches" Rechtsgutachten erstellte. In diesem wäge der Verband eine Kartellrechtsklage gegen den Suchmaschinenriesen ab.

Störfaktor Trefferliste

Störfaktor für die IFPI ist vor allem, dass Google zwischen illegalen und legalen Download-Angeboten jedweder Art nicht unterscheidet. Der Verband würde es hingegen bevorzugen, wenn die Suchmaschine die Trefferliste "präventiv filtern" und legale Angebote präsenter platzieren würde. Google habe dies bisher vor allem aus technischen Gründen kategorisch abgelehnt, schreibt die Handelszeitung Online.

Der Zeitung sollen außerdem Dokumente vorliegen, die belegen, dass Google der Musikindustrie im letzten Jahr einen großen Schritt entgegenkam und seitdem eine spezielle Suchmaske zur Verfügung stellt, die Massenabfragen zulasse. Diese Methode habe bereits zu über 460.000 Meldungen für das "Delisting" seitens des IPFI zwischen August und Dezember 2011 geführt. Betroffen seien Seiten, die illegale Inhalte beinhalten oder auch nur Links auf entsprechende Seiten anbieten. 

Google kooperiert nicht genug

Offiziell wollten weder der IFPI noch Google die Informationen gegenüber der Handelszeitung Online kommentieren. Der Suchmaschinenanbieter bestätigte lediglich, das im ganzen Jahr 2011 rund fünf Millionen Copyright-verletzende Links entfernt worden seien.

Dass der IFPI die Kooperation Googles nicht weit genug geht, ist kein Geheimnis. Erst im Dezember des letzten Jahres veröffentlichte der Verband einen Bericht, in dem aufgelistet wird, wie Google die Musikindustrie besser unterstützen könnte. Auch hier ist die Priorisierung legaler Musikdienste gegenüber illegalen Download-Angeboten aufgeführt.

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Beiträgeinsgesamt 3 Beiträge

Die Musikindustrie beschäftigt in Deutschland etwa halb so viele Menschen wie die Bestattungsunternehmerbranche. Man stelle sich einmal vor, der Bundesverband der Bestatter fordere, die Gurtpflicht abzuschaffen, weil...

War es nicht so, dass Google immer gesagt hat, sie hätten keinerlei Einfluss auf die Gewichtung bei der Anzeige von Suchbegriffen? Wenn ich das richtig verstanden habe stellen die ja nur die Grundeinstellungen zur...

Wow Kampf der Giganten. Möge google ihnen die Birne ordentlich einschlagen. ;)

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