Abschaltung der Problemberichterstattung in Windows 7
Anleitung: Problemberichterstattung in Windows 7 unterbinden
Microsoft bietet seit geraumer Zeit die Möglichkeit, bei Problemen mit Windows online nach Lösungen zu suchen. Dieses Vorgehen hilft nicht nur den Anwendern, sondern auch dem IT-Riesen selbst - und lässt sich leider nur über ein verstecktes Menü abstellen. Netzwelt zeigt, wie die Problemberichterstattung unterbunden wird.

Inhaltsverzeichnis
- 1Suche nach Lösungen
- 2Suchfunktion abstellen
- 3Programm-Ausschluss
Ein großer Teil der Programmierer bei Microsoft ist derzeit damit beschäftigt, die nächste Version des Betriebssystems Windows zu entwickeln. In die Entwicklung fließen dabei nicht nur eigene Gedanken ein, sondern auch solche Fehler, die im Laufe des Lebenszyklus von Windows gemeldet wurden.
Suche nach Lösungen
Seit Windows XP versucht das Betriebssystem, immer dann mit Microsoft in Kontakt zu treten, wenn ein Problem mit dem System selbst oder einem dritten Programm aufgetreten ist. Oberflächlich wurde die Problemberichterstattung eher unscheinbar verpackt: Nach dem Absturz einer Applikation erscheint ein Fenster, in dem online nach "Lösungen" gesucht wird, wie Microsoft es nennt. Da diese Suche in den meisten Fällen erfolglos bleibt, bricht sie ein Großteil der Anwender meistens ab. Neben den eher durchwachsenen Erfolgsaussichten spricht auch noch ein anderer Grund dafür: Bevor die Suche eine Lösung zu irgendeinem Fehler finden kann, müssen zahlreiche Daten an Microsoft gesendet werden - und das ist, trotz aller Versprechen des Konzerns, im Bezug auf den Datenschutz nicht jedem Anweder recht.
Suchfunktion abstellen
Zum Glück ist es grundsätzlich möglich, die Problemberichterstattung in Windows abzustellen - auch, wenn Microsoft die entsprechende Funktion tief in die Systemsteuerung eingegraben hat. Sie befindet sich im Wartungscenter: Dort müssen Benutzer den Dialog "Wartungscentereinstellungen" öffnen und im Bereich "Verwandte Einstellungen" den Link zu den "Einstellungen für die Problemberichterstattung" (im unteren Drittel des Fensters) anklicken. Anschließend haben sie die Wahl zwischen vier Stufen: Im Normalfall ist eingestellt, dass Windows automatisch nach Lösungen für Probleme sucht.
Alternativ ist es möglich, dass Lösungen zwar gesucht werden, aber erweiterte Berichtsdaten - also eventuell private Details über den PC des Nutzers - nur nach Rückfrage an Microsoft gesendet werden. Der dritte Menüpunkt bietet die Möglichkeit, stets eine Zustimmung zu erfragen, sobald die Suchfunktion aktiv wird. Natürlich kann sie im Wartungscenter auch vollständig und dauerhaft abgeschaltet werden: Nutzer erhalten dann keinerlei Rückfragen mehr und es werden keine Informationen automatisiert an Microsoft geschickt.

Programm-Ausschluss
Die meisten Nutzer sollten mit den vier angebotenen Einstellungsprofilen glücklich werden. Eher selten ist ein Blick in die Detail-Optionen des entsprechenden Dialogfensters notwendig: Klickt der Anwender auf den zweiten angebotenen Link, kann er einzelne Anwendungen von der Fehlersuche in Windows 7 ausschließen, ohne sie gleich komplett zu deaktivieren. Das ist immer dann sehr praktisch, wenn ein Programm sehr viele Abstürze produziert, weil es sich zum Beispiel um eine experimentelle Fassung handelt. Vom Wartungscenter aus ist übrigens auch die Datenschutzrichtlinie von Microsoft erreichbar, die besorgten Anwendern präzise Auskunft gibt, was genau mit ihren Fehlerberichten passiert.

