Markterfolg wird ausgebremst

Ultrabooks: Europäern sind die flachen Rechner zu klein

Ultrabooks sind die Antwort von PC-Herstellern auf Apples MacBook Air. Bislang konnte allerdings noch keiner großer Erfolg verzeichnet werden. Dies soll sich einem neuen Bericht zufolge nicht wirklich bessern - und Schuld daran sind wir Europäer.

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Ultrabooks mit 13,3-Zoll-Display wie das Zenbook von Asus sind Europäern zu klein. (Bild: netzwelt)
Ultrabooks mit 13,3-Zoll-Display wie das Zenbook von Asus sind Europäern zu klein. (Bild: netzwelt)
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Der taiwanische Branchendienst DigiTimes hat von Quellen aus der Zuliefererkette erfahren, dass europäische Nutzer ein vergleichsweise geringes Interesse an Ultrabooks haben. Der Grund: Die portablen Rechner sind zu klein. In Europa bevorzugen die Anwender den Quellen zufolge Notebook-Modelle mit einem mindestens 15 Zoll großen Bildschirm.

Marktanteil von 20 Prozent erwartet

Durch die geringe Akzeptanz europäischer Nutzer erwarten die Insider, dass Ultrabooks in diesem Jahr auf einen Anteil von 20 Prozent am gesamten Notebook-Markt kommen werden. Bei Intel - das Unternehmen rief die neue Laptop-Kategorie ins Leben - erhoffte man sich dagegen einen Anteil von 30 bis 40 Prozent.

Aktuell sind laut dem DigiTimes-Bericht rund 40 bis 45 Prozent der weltweit erhältlichen Laptops mit einem 15 Zoll großen Bildschirm ausgestattet, 35 bis 40 Prozent sind 14-Zöller. Allerdings gibt es bislang kein 15 Zoll großes Ultrabook und mit dem HP Envy 14 Spectre nur einziges Modell, das mit einem 14 Zoll großen Bildschirm ausgestattet ist.

Allerdings plant beispielsweise Acer Ultrabooks mit 14 und 15 Zoll großem Bildschirm auf den Markt zu bringen. Samsung kündigte für seine Series 5 Ultra ein 14 Zoll großes Modell an, in Deutschland kommt aber zunächst nur die 13,3-Zoll-Variante in den Handel. Auf der CES zeigten auch Toshiba und LG 14-Zoll-Ultrabooks. Bereits verfügbare Ultrabooks besitzen am häufigsten 13 Zoll große Displays, einige Modelle gibt es auch mit Elf-Zoll-Diagonale.

Ultrabooks aktuell zu teuer

Ein weiterer Punkt, der den Erfolg von Ultrabooks ausbremst, ist der Preis. So soll zum Beispiel das HP Envy 14 Spectre rund 1.300 Euro kosten, wenn es in Deutschland auf den Markt kommt. Momentan kosten die meisten Ultrabooks rund 1.000 US-Dollar, den Quellen von DigiTimes zufolge müsste der Preis für einen durchschlagenden Erfolg auf rund 700 US-Dollar gesenkt werden.  

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