HTC Velocity 4G Test

Geschwindigkeitslüge?

Zu beachten ist allerdings auch, dass der netzwelt-Test in Düsseldorf unter optimalen Bedingungen erfolgte. Wie die Geschwindigkeiten bei starker Netzbelastung etwa zu Stoßzeiten am Abend aussehen, bleibt abzuwarten.

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Die Konkurrenz von Telekom und O2 gibt sich bei den erreichbaren Geschwindigkeiten bescheidener. Die sogenannten LTE zuhause-Angebote, wo ein LTE-Router als DSL-Ersatz fungiert, versprechen bei beiden Unternehmen nur eine maximale Datenrate von 7,2 Megabit pro Sekunde. Dieser Wert sei bei starker Nutzung und der damit verbundenen geringen Bandbreite realistisch, heißt es auf den Webseiten der beiden Netzbetreiber.

LTE noch nicht flächendeckend verfügbar

Die Verfügbarkeit von LTE in Deutschland ist zudem noch begrenzt. Rechtliche Vorgaben zwingen die Anbieter dazu, zunächst den Aufbau in ländlichen Regionen, die noch kein Breitband-Internet haben, voranzutreiben. Düsseldorf ist eine der wenigen deutschen Großstädte, in denen LTE zur Verfügung steht. In Hamburg fehlt bislang beispielsweise ein LTE-Netz, in Berlin ist 4G nur in einigen Stadtteilen verfügbar. Vielerorts werden Nutzer also das neue Surferlebnis, das das HTC Velocity 4G ermöglicht, gar nicht erleben können. Zwar unterstützt das Smartphone auch die bisherigen Standards 2G, 3G und HSPA, sodass man auch ohne LTE surfen kann - dann geht der Mehrwert des Smartphones aber verloren.

An Orten, wo LTE zur Verfügung steht, ist die Nutzung des schnellen Internets zudem eine kostspielige Sache. Nutzer müssen bei Vodafone für den Zutritt zum 4G-Netz einen Aufschlag von monatlich 10 Euro zahlen. Zudem kann die LTE-Option derzeit nur bei höherpreisigen Tarifen gebucht werden, unter 60 Euro monatlich kommt der Nutzer in der Regel nicht in die neue Mobilfunkära. Erst im Sommer will Vodafone auch günstigere LTE-Tarife anbieten.

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