Präsentation des Apple-CEOs
Tim Cook über Arbeitsbedingungen: "Niemand unternimmt mehr als Apple"
Im Rahmen der Goldman Sachs Technology and Internet Conference hielt Apple-Chef Tim Cook eine Präsentation. Das erste Thema, das vom Veranstalter angesprochen wurde, waren die Arbeitsbedingungen bei den Zulieferern des iPhone-Herstellers.
Ende Januar veröffentlichte die New York Times einen ausführlichen Bericht über die Arbeitsbedingungen bei chinesischen Zulieferern von Apple, allen voran bei Foxconn. Dieser Artikel warf kein gutes Licht auf den iPhone-Hersteller und sorgte für viel Kritik. In Deutschland wie auch in anderen Ländern kam es zu Protestaktionen in Apple Stores. Bereits kurze Zeit nach Veröffentlichung des Artikels bezog Tim Cook in einer E-Mail an seine Mitarbeiter Stellung und wehrte sich gegen die schweren Vorwürfe.
"Jeder Arbeiter ist wichtig"
Cook gab in seiner Rede nochmals an, dass Apple das Thema Arbeitsbedingungen sehr ernst nehme: "Egal ob die Arbeiter in Europa oder Asien oder den USA sind, jeder einzelne ist uns wichtig." Laut Cook steht Apple dem Produktionsprozess sehr nahe und ist somit gut über die Bedingungen informiert. "Unser Engagement ist einfach: Jeder Arbeiter hat das Recht auf einen fairen und sicheren Arbeitsbereich ohne Diskriminierungen, bei dem er einen wettbewerbsfähigen Lohn verdient und sich offen über seine Bedenken äußern kann", erklärte Cook. Alle Zulieferer müssten sich daran halten, wenn sie mit Apple zusammenarbeiten wollen.
Apple legt laut Cook außerdem viel Wert auf die Bildung der Arbeiter und bietet dafür kostenlose Kurse an. Cook betont außerdem, dass Interessierte sich auf der Internetseite von Apple über diese Maßnahmen informieren können, und versichert, "dass niemand sonst aus der Industrie mehr für die Verbesserung von Arbeitsbedingungen unternimmt als Apple."
"Umfassendste Überprüfung in der Geschichte der Fertigungswirtschaft"
Vor wenigen Tagen gab Apple bekannt, dass die Fair Labor Association, der Apple im Januar beigetreten ist, seit Anfang der Woche unabhängige Kontrollen bei Zulieferern durchführt. Tim Cook betonte diesen Fakt noch einmal bei seiner Präsentation und sagte, dass es sich "wahrscheinlich um die umfassendste Überprüfung in der Geschichte der Fertigungswirtschaft handelt" und er auf die Ergebnisse gespannt sei.
Die vollständige Präsentation von Tim Cook bei der Konferenz kann aktuell auf der Internetseite von Apple angehört werden. Der Link dazu befindet sich rechts neben diesem Artikel.


Die Menschenrechtsorganisation SumOfUs hat nach den Vorwürfen der New York Times gegen Apple eine Online-Petition gestartet. Der Hersteller soll dadurch dazu gebracht werden, das nächste iPhone unter ethisch korrekten Bedingungen herzustellen.
Apple-Chef Tim Cook äußerte sich in verschiedenen Interviews zu den Arbeitsbedingungen bei Zulieferer Foxconn: "Kein anderes Unternehmen in der Industrie geht so weit wie wir", sagte er. Künftig wolle Apple zudem mehr in den USA produzieren.
Bereits Apple-Chef Tim Cook meldete sich nach Erscheinen des New York Times-Artikels über die miesen Arbeitsbedingungen bei Zulieferern zu Wort. Jetzt reagiert auch ein zitiertes Unternehmen auf den Bericht.
Treffen in China: Tim Cook hat sich mit Vize-Premier Li getroffen. Den Apple-CEO interessierte vor allem das Thema geistiges Eigentum. Li wiederum sprach die Arbeitsbedingungen bei Apple-Zulieferern an.
Foxconn-Mitarbeiter sollen künftig bis zu 25 Prozent mehr verdienen. Auch die Überstunden sollen reduziert werden. Dies könnte eine Reaktion auf die verstärkten Kontrollen durch Apple sein.
Mitarbeiter sollen befragt und Betriebseinrichtungen untersucht werden. Im Auftrag von Apple führt die Fair Labor Association breit angelegte Kontrollen durch, auch bei dem umstrittenen Zulieferer Foxconn.
Die New York Times erhebt in einem Artikel schwere Vorwürfe gegen Apple, bei dessen Zulieferern würden miese Arbeitsbedingungen herrschen. Jetzt wendet sich Tim Cook in einer E-Mail an seine Mitarbeiter zu Wort.




