Etwa 40 Prozent der Betroffenen zahlen

Filesharing: Fast 220.000 Abmahnungen im Jahr 2011 verschickt

Die Zahl der Abmahnungen wegen Filesharing-Delikten ist in Deutschland im Vergleich zum Jahr 2010 deutlich gesunken. Kanzleien sind offenbar noch mit den Fällen aus dem Vorjahr beschäftigt, wie der Verein zur Hilfe und Unterstützung gegen den Abmahnwahn e.V. mitteilte. Dabei versandten fünf Kanzleien mehr als die Hälfte der Forderungen. 

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Die Zahl der Abmahnungen sank 2011 deutlich im Vergleich zum Vorjahr. (Bild: Verein gegen den Abmahnwahn)
Die Zahl der Abmahnungen sank 2011 deutlich im Vergleich zum Vorjahr. (Bild: Verein gegen den Abmahnwahn)
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Nach dem Rekordjahr 2010 sank die Zahl der Abmahnungen um rund 40 Prozent auf 218.560 Forderungen. Deutschlandweit versandten 53 Kanzleien Abmahnschreiben wegen Filesharing. Am häufigsten wurden Rechteverletzungen bei MP3s (43 Prozent) abgemahnt, gefolgt von Spielfilmen (29 Prozent) und Pornos (20 Prozent). 

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Spielfim "The Expendables" am häufigsten abgemahnt

Dabei sind fünf Kanzleien für mehr als die Hälfte aller Schreiben verantwortlich. 2011 zahlten laut dem Verein etwa 40 Prozent der Angeschriebenen die Forderungen. Diese lagen im Schnitt bei 682 Euro. Ein Großteil der Betroffenen reagierte zunächst mit einer modifizierten Unterlassungserklärung.

Für die Jahresstatisik wurden mehr als 10.000 anonymisierte Datensätze sowie diverse Foren ausgewertet.

Abmahnungen für Sarrazin-Hörbuch

Die häufigsten Abmahnungen wurden für den Spielfilm "The Expendables" verschickt. Unter den Top 20 befinden sich zudem Songs von Culcha Candela und Monrose sowie David Guetta und Rihanna. Auch wird das Hörbuch zu Thilo Sarrazins Buch "Deutschland schafft sich ab" aufgezählt.

Premium-Kunden des Filesharing- und Streaming-Portals Kino.to droht indes ein Strafverfahren. Die Kanzlei Urmann+Collegen (U+C) bot im Dezember 2011 Urheberrechtsforderungen mit einem Gesamtvolumen von 90 Millionen Euro anderen Anwälten und Inkassounternehmen zur Versteigerung an. 

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