Arte-Dokumentation über Assange und Wikileaks um 21.50 Uhr

Julian Assange: Journalismus ist die "ruchloseste, nuttigste, hinterhältigste Industrie"

Julian Assange ist der Gründer und das Gesicht von Wikileaks. Die Enthüllungen der Plattform sorgten wochenlang für viel Aufsehen. Später rückte Assange selbst wegen eines Gerichtsprozesses ins Rampenlicht. Wer sich für die Geschichte von Wikileaks interessiert, sollte heute Abend Arte anschalten.

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Um 21.50 Uhr strahlt Arte heute, 14. Februar, die Dokumentation "Wikileaks - Geheimnisse und Lügen" von Patrick Forbes aus. In der knapp eineinhalbstündigen Dokumentation kommen diverse beteiligte Akteure zu Wort, sodass die unterschiedlichen Sichtweisen gegenübergestellt werden. Verarbeitet wird das erste ausführliche Interview mit Julian Assange, seit dieser unter Hausarrest steht. Darüber hinaus werden Daniel Domscheit-Berg und verantwortliche Redakteure des Guardian, der New York Times und des Spiegels interviewt.

Konflikt mit den Medien

Diese drei Medien arbeiteten mit Assange bei der Veröffentlichung der amerikanischen Botschaftsdepeschen zusammen. Nach und nach entwickelte sich die Zusammenarbeit als zunehmend schwierig. Assange bezeichnet laut dem Tagesspiegel in der Dokumentation den britischen Journalismus als "die ruchloseste, nuttigste, hinterhältigste Industrie", die ihm je begegnet sei.

In der Dokumentation spielen auch die Vergewaltigungsvorwürfe zweier Frauen in Schweden eine Rolle. Seit über einem Jahr steht Assange in Großbritannien wegen der Vorwürfe unter Hausarrest. Assange kämpft aktuell vor dem Supreme Court gegen seine Ausweisung nach Schweden.

Eine wichtige Geschichte der Dokumentation handelt nicht von Assange, sondern von Bradley Manning. Er gilt als Quelle für die Wikileaks-Enthüllungen rund um das US-Militär und US-Diplomaten. Manning wartet noch auf sein Urteil, er ist wegen Geheimnisverrats in Haft. Assange hält vom Thema Quellenschutz der Dokumentation zufolge nichts, anders als die Medien, mit denen er zusammengearbeitet hat. Über den Punkt, ob die Dokumente ungeschwärzt veröffentlicht werden sollen, gerieten Assange und die Medien in Streit. Durch einen Fehler sind die Botschaftsdepeschen aber letztlich doch unredigiert an die Öffentlichkeit geraten.  

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