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Auskunftsersuchen, Spam-Filter und Wegwerfadressen gegen SPAM

von Katharina Nocun Uhr veröffentlicht

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Der Briefkasten ist voll mit Werbung, am Telefon ist der freundliche Mensch vom Kundenservice mit den neuesten Angeboten und das Mailpostfach quillt über vor lauter Newsletters und Werbebotschaften. Dabei gibt es ganz einfache Gegenmaßnahmen, mit denen man Spam zurückdrängen kann - digital und analog.

Der Briefkasten ist voll mit Werbung, am Telefon ist der freundliche Mensch vom Kundenservice mit den neuesten Angeboten und das Mailpostfach quillt über vor lauter Newsletters und Werbebotschaften. Über Twitter wird man von Spammern belästigt und bei Facebook nerven "Freunde" mit geschäftlichen Details. Verständlich, wenn Werbung manchmal ganz schön nervt. Dabei gibt es ganz einfache Gegenmaßnahmen, mit denen man Spam zurückdrängen kann - digital und analog.

Der FriendFinder von Netlog erweist sich leider als Spam-Schleuder.

Social-Media: Weniger Spam auf Facebook und Twitter

Wenn man bei Facebook mit einem menschlichen Spam-Bot befreundet ist, hat man ein Problem. Denn alle Nachrichten des Spammers landen dann in der primären Inbox und "bereichern" die eigentlich wichtigen Nachrichten um allerhand sinnlose Informationen. Nicht immer kann man Freundschaften unkompliziert aufkündigen. In dieser Situation empfiehlt es sich daher, den betreffenden Spammer-Freund einfach zu blocken. Dies ist den Datenschutzeinstellungen möglich. Die betreffende Person merkt davon im Normalfall nichts. Man muss die Spam-Schleuder einfach in eine neue Liste mit gesonderten Rechten einordnen.

Auch bei Twitter treiben sich zahlreiche Spammer herum. Während einige nur harmlose Links zu belanglosen Seiten versenden, verstecken sich hinter anderen Spam-Accounts weniger harmlose Interessen. Manche Accounts versuchen, Nutzer zu infizierten Webseiten zu navigieren. Glücklicherweise kann man bei Twitter einstellen, lediglich Nachrichten von Menschen, denen man folgt, zu bekommen. Alle Nachrichten unbekannter Personen lassen sich blocken. Jeder Twitter-Nutzer kann Spammer übrigen auch ganz einfach melden und dafür sorgen, dass Accounts gelöscht werden.

E-Mail: Von Wegwerfadressen, Spam-Filtern und Newslettern

Wenn Spam das Mail-Postfach flutet, kann es einfache Gründe dafür geben: Unachtsamkeit, grobe Fahrlässigkeit und Fremdverschulden. Wer beispielsweise seine Mailadresse in Foren und online veröffentlicht, so dass Spammer sie einfach vollautomatisiert einsammeln können, sollte sich über unerwünschte Post nicht wundern. Wer die Regel beachtet, seine Mailadresse niemals in maschinenlesbarer Form im Netz abzubilden, hat schon viel Spam vermieden. Statt "vorname.nachname@server.org" sollte man "vorname [punkt] nachname [ät] server [punkt] org" schreiben. Wer dies nicht tut, handelt grob fahrlässig, da Spam-Bots sonst schnell an die Mailadresse kommen und unverzüglich damit beginnen, allerhand schöne Nachrichten zu versenden.

Viele Nutzer melden sich bei zahlreichen Diensten mit der gleichen Mailadresse an. Für einmalige Angelegenheiten empfiehlt sich jedoch die Nutzung einer Wegwerf-Mailadresse. Viele Menschen nutzen derartige Angebote aus Unachtsamkeit nicht und wundern sich anschließend über zahlreiche Werbebotschaften kaum genutzter Dienste. Wenn der Mailaccount lediglich für eine kurze Bestätigungsmail benötigt wird, kann man auf kostenlose Dienste zurückgreifen. Hier kann man Fake-Accounts anlegen, die dann für eine begrenzte Zeit Mails an den Hauptaccount weiterleiten und danach gelöscht werden.

Anbieter von Wegwerfadressen gibt es viele. Nervmich.net ist einer davon. (Quelle: Screenshot)

Die meisten Menschen verwenden bereits einen Spam-Filter. Doch dieser muss auch trainiert werden. Spam zu bekommen gehört zum digitalen Alltag und nicht immer ist der Nutzer selbst daran Schuld. Setzen Sie Mailabsender, die sie belästigen, doch einfach auf die Spam-Liste. Das ist meist mit wenigen Klicks erledigt und befreit den Posteingang von zahlreichen Mails.

Wer es gerne automatisch möchte, kann bei unroll.me sein Postfach auf nervige Newsletter und ähnliches scannen lassen. Der Dienst ist mit den größten Freemail-Anbietern Yahoo, GMail und AOL kompatibel. Mit wenigen Klicks lässt sich hier viel Spam-Ballast abwerfen. Nutzer sollten jedoch bedenken, dass der Dienst unroll.me selbst Informationen über seine Nutzer speichert. Darunter auch Name, Mailadresse und andere für "Kundenumfragen" nützliche Details.

Unroll.me verspricht die Beseitigung zahlreicher nerviger Botschaften. (Quelle: Screenshot)

Selbstauskunft.net: Analoge Auskunftsersuchen an die Datenschleudern

Wer einmal das Kleingedruckte nicht allzu genau studiert hat, läuft Gefahr, seine persönlichen Daten wie Name, Adresse, Telefonnummer und Mailadresse unwissentlich an Dritte weitergegeben zu haben. Datenhändler kaufen und verkaufen Datensätze von potentiellen Kunden und geben diese an Unternehmen weiter. Je detaillierter die Informationen, desto wertvoller der Datensatz. Die Folge sind nicht selten unerwünschte Anrufe, nervige Spam-Mails und unerwünschte Werbepost. Wer hier den Rundumschlag wagt, muss zunächst einmal wissen, wo die eigenen Daten überall gelandet sind. Auskunftsersuchen stellen eine Möglichkeit dar, wie man erfahren kann, wo der eigenen Datensatz überall herumgeistert.

Bei Selbstauskunft.net kann man seine Daten vollautomatisch abfragen. (Quelle: Screenshot)

Der kostenlose Dienst Selbstauskunft.net dient hier als mögliche erste Anlaufstelle, um einmal alle üblichen Verdächtigen pauschal anzufragen. Ganz unkompliziert kann man sich hier einen Nutzer-Account einrichten und dann auswählen, an wen das Auskunftsersuchen gehen soll. Zur Auswahl stehen eine ganze Reihe Unternehmen und Datenhändler, aber auch Inkasso-Unternehmen und Scoringdienste. Selbstauskunft.net generiert aus den Daten ein persönliches Anschreiben an alle ausgewählten Anbieter. Mit wenigen Klicks kann man so den Spam-Spieß umdrehen und Hunderte von Anfragen losschicken. Laut Datenschutzrecht sind die Anbieter verpflichtet, Auskunft zu geben.

Nach nur wenigen Wochen folgt eine wahre Flut von Antwortschreiben. Die Unternehmen sind verpflichtet, alle gespeicherten Daten offenzulegen. Nachdem man die eingetrudelten Antwortschreiben ausgewertet hat, kann man anschließend in die Offensive gehen und die Löschung oder Sperrung der eigenen Daten per förmlichem Schreiben verlangen.

Fazit: Mit Eigeninitiative gegen Spam

Ob Twitter, Facebook, E-Mail oder Briefkasten: Wer darauf achtet, wo er seine Datenspur hinterlässt, wird seltener Opfer von Spam. Vorsicht ist dabei zwar besser als Nachsicht, aber auch wer einmal unachtsam war, kann die Spam-Flut anschließend wieder zurückdrängen. Mit wenigen Handgriffen kann man sich von Spammern und unerwünschten Botschaften befreien. Nutzer werden dabei von zahlreichen Tools unterstützt. Unerwünschte Werbung muss daher längst nicht länger unwidersprochen hingenommen werden. Mit wenigen Tricks kann man nervigen Werbebotschaften einfach die rote Karte zeigen.

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Der Briefkasten ist voll mit Werbung, am Telefon ist der freundliche Mensch vom Kundenservice mit den neuesten Angeboten und das Mailpostfach quillt über vor lauter Newsletters und Werbebotschaften. Dabei gibt es ganz einfache Gegenmaßnahmen, mit denen man Spam zurückdrängen kann - digital und analog.

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Zeigen Sie Spam die Rote Karte - netzwelt gibt Tipps, wie Sie unliebsamen Werbemails Einhalt gebieten.
http://www.netzwelt.de/news/90850-spam-mails-blockieren.html
2012-02-18 10:09:37
http://img.netzwelt.de/dw120_dh90_sw0_sh0_sx0_sy0_sr4x3_nu0/article/2011/friendfinder-netlog-erweist-leider-spam-schleuder-bild-netzwelt8206.jpg
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