Tausende Mitarbeiter sollen befragt werden

Fair Labor Association: Apple lässt Zulieferer Foxconn kontrollieren

Im Auftrag von Apple führt die Fair Labor Association (FLA) Kontrollen bei dem umstrittenen Apple-Zulieferer Foxconn durch. Am Montagmorgen sei mit ersten Untersuchungen in der Fabrik in Shenzen begonnen worden, teilt Apple mit. Erste Ergebnisse sollen Anfang März veröffentlicht werden.

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"Wir sind überzeugt, dass Arbeiter überall das Recht auf eine sichere und faire Arbeitsumgebung haben und aus diesem Grund haben wir die FLA gebeten, unabhängig die Bedingungen bei unseren größten Zulieferern zu beurteilen", sagt Tim Cook, CEO von Apple. Die Aktion sei einzigartig in der Elektronikindustrie. 

Inspektionen an Betriebsstandorten

Tausende Arbeiter sollen befragt werden. Sie sollen Auskunft geben über die Arbeits- und Wohnbedingungen, Gesundheits- und Sicherheitsmaßnahmen, Ausgleichszahlungen, Arbeitsstunden sowie Kommunikationsmöglichkeiten mit dem Management. Daneben werden Betriebseinrichtungen inspiziert und Dokumente geprüft. Die Zulieferer von Apple haben sich zur vollen Kooperation verpflichtet. 

Ergebnisse und Empfehlungen sollen Anfang März auf der Website der FLA veröffentlicht werden. Neben Foxconn sollen im Frühjahr auch weitere Endmontage-Zulieferer unter die Lupe genommen werden, etwa Quanta und Pegatron.

Apple wegen Bedingungen bei Zulieferern in der Kritik

Apple war im Januar als erstes Technologieunternehmen der Fair Labor Association beigetreten. Im aktuellen Bericht "Apple Supplier Responsibility" kann Apple bereits Forschritte im Zuliefererbereich vorweisen. In 93 Werken wurde allerdings festgestellt, dass mehr als die Hälfte der Belegschaft mehr als die vorgeschriebenen 60 Maximalstunden pro Woche arbeitete.

Die "New York Times" hatte im Januar einen ausführlichen Bericht über Arbeitsbedingungen bei Zulieferern von Apple herausgebracht. Der Artikel warf kein gutes Licht auf den iPhone-Hersteller. In einer E-Mail an seine Mitarbeiter griff Apple-Chef Tim Cook die Vorwürfe auf.

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