Neun Satelliten an Bord
Arianespace: Trägerrakete Vega bereit zum Jungfernflug (Update)
Die Trägerrakete Vega soll am heutigen Montag, den 13. Februar, erstmals starten. Sie soll im Weltraumbahnhof Kourou in Französisch-Guayana abheben, wie die Betreibergesellschaft Arianespace mitteilte. Vega ist die kleinere, leichtere Schwester der Trägerrakete Ariane 5. Udate: Vega ist erfolgreich gestartet.
Bei dem Jungfernflug soll das Vega-System vom Start bis zur Ablieferung der Ladung in der Erdumlaufbahn getestet werden. Vega ist für das Absetzen von kleinen bis mittelgroßen Satelliten konzipiert, wie Arianespace mitteilte. Sie kann bis zu 1.500 Kilogramm Ladung in eine 700 Kilometer hohe Erdumlaufbahn befördern. Vega ist 30 Meter hoch und hat einen Durchmesser von etwa drei Metern. Die Startmasse liegt bei 137 Tonnen. Geplant sind ein bis zwei Missionen jährlich.
Neun Satelliten an Bord
Der Start soll um 7.00 Uhr morgens in Französisch-Guayana erfolgen (11.00 Uhr nach deutscher Zeit). Die Europäische Raumfahrtbehörde ESA leitet die Mission. Konstruiert wurde die Rakete unter anderem zusammen mit der italienischen Raumfahrtbehörde ASI.
Nach einem erfolgreichen Test wird sie neben der größeren Ariane 5 und der für mittlere Lasten ausgelegten Sojus-Rakete zum Einsatz kommen. Sojus brachte im Oktober vergangenen Jahres die ersten beiden Satelliten für das europäische Navigationssystem Galileo ins All. Zum Vergleich: Ariane 5 kann bis zu 20 Tonnen Lasten befördern, Sojus kann bis zu fünf Tonnen in den Orbit bringen.
Bei ihrem Jungfernflug hat Vega neun Satelliten an Bord: den italienischen Satelliten LARES, den Mikrosatelliten ALMASat-1 der Universität Bologna sowie sieben Satelliten, die von mehr als 250 Studenten aus sechs verschiedenen Ländern entwickelt wurden.
Udate vom 13. Februar: Vega ist erfolgreich gestartet

Der Start der Trägerrakete Vega ist am Montagmorgen erfolgreich verlaufen, wie die ESA mitteilte.


Die europäische Weltraum-Rakete Ariane 5 hat erfolgreich zwei Satelliten ins All gebracht, die die Telekommunikationsinfrastruktur des afrikanischen Kontinents deutlich verbessern sollen. Neben einem schnelleren Zugang zu Nachrichten-, Unterhaltungs- und Telekommunikationsangeboten, sollen auch E-Learning-Angebote realisiert werden.
Eigentlich sollte das russische Navigationssystem Glonass vervollständigt werden. Die dafür nötigen Satelliten haben die Erdumlaufbahn allerdings nicht erreicht und so fehlen Glonass weiterhin Satelliten für eine lückenlose Positionsbestimmung.
Seit Ende November befindet sich der europäische Breitband-Satellit Hylas 1 in der Erdumlaufbahn. Die Testphase wurde jetzt erfolgreich abgeschlossen und der Live-Dienst kann bald beginnen.
Kurz vor dem Abheben der Ariane 5 wurde der Start unterbrochen. Bei den Computertests wurde eine Unregelmäßigkeit im Hauptantrieb festgestellt. Dadurch wurden die Triebwerke nicht gezündet.
Mit jahrelanger Verspätung werden nun am 20. Oktober die ersten Galileo-Satelliten ins All geschickt. Erste Navigationsdienste sollen dann 2014 zur Verfügung stehen. Die Vervollständigung von Galileo ist für 2019 geplant.
Im europäischen Weltraumhafen Kourou stehen heute, 20. Oktober, zwei Premieren an: Die ersten beiden Galileo-Satelliten werden ins All geschickt, an Bord einer Sojus-Rakete, die zum ersten Mal von Kourou aus startet.
Die europäische Trägerrakete Ariane 5 hat das Transportraumschiff "Edoardo Amaldi" erfolgreich in die Erdumlaufbahn gebracht. An Bord befinden sich 7,2 Tonnen Wasser, Nahrung und Treibstoff für die internationale Raumstation ISS.




