Hektischer Kampf ums schwarze Gold

Im Kurztest: Oil Rush

Eigentlich sind sogenannte Benchmarks das Metier von Entwickler Unigine - grafisch aufwendige Testprogramme, mit denen sich die Leistungsfähigkeit des eigenen PCs messen lässt. Mit "Oil Rush" veröffentlicht das internationale Team nun aber sein erstes Spiel, das momentan nur über verschiedene Online-Vertriebsplattform wie Steam erhätlich ist und erst im März in den regulären Handel kommt. Der strategische Kampf um die letzten Ölreserven einer postapokalyptischen Welt mag optisch zwar nicht so ansprechend wie Unigines Testprozedur "Heaven" sein, dafür bietet "Oil Rush" taktische Tiefe und neue Ansätze im Genre.

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Im Kurztest: Oil Rush - "Oil Rush" kombiniert Echtzeit-Strategie mit Tower-Defense-Elementen. (Bild: Iceberg Interactive)
"Oil Rush" kombiniert Echtzeit-Strategie mit Tower-Defense-Elementen. (Bild: Iceberg Interactive)
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Die Welt ist im Meer versunken, doch die Menschheit dürstet weiterhin nach Öl. Das schwarze Gold schmiert die Kriegsmaschinerien unterschiedlichster Gruppierungen - darunter auch die "Sharks". In der Kampagne von "Oil Rush" kämpft man als Nachwuchskommandant Kevin mit dieser wohl letzten ehrbaren Truppe gegen die gesetzlosen "Raiders" und andere Fraktionen. Die Geschichte mag so seicht wie ein Kinderschwimmbecken sein, die meisten Missionen sind jedoch spannend aufgebaut. Mal gilt es, eine Plattform in Tower-Defense-Manier nur mit Türmen zu verteidigen, mal sich trotz feindlicher Übermacht und knapper Ölvorräte gegen eine Übermacht zu behaupten oder unbeschadet durch ein Minenfeld zu kommen.

Das "Wie?" ist im Falle von "Oil Rush" entscheidend. Die meisten Einsätze beginnen damit, dass man bereits die Kontrolle über eine Reihe von Öl- und Produktionsplattformen hat. Diese müssen zum einen mit ausbaubaren Verteidigungsanlagen vor feindlichen Schiffen und Helikoptern gesichert werden und spucken zum anderen bis zum jeweiligen Limit Einheiten eines bestimmten Typs aus - von kleinen flinken Jet-Skis über Kanonen- und U-Boote bis hin zum dicken Kreuzer.

Die Fahrzeuge und Flieger lassen sich aber nicht einzeln auswählen und irgendwo auf der Karte positionieren. Stattdessen wird die Plattform angewiesen, alle, die Hälfte oder nur ein Viertel ihrer Einheiten zu einer anderen Plattform zu schicken. Gehört die dem Feind, kann man fortan nur noch das Beste hoffen - einen direkten Einfluss auf das Kampfgeschehen hat man nicht. Die Zusammenstellung der Invasionsarmee ist deshalb entscheidend. Jeder der sieben Einheitentypen besitzt Vor- und Nachteile und lässt sich über einen Technologiebaum mit diversen Boni ausstatten.

Im Kurztest: Oil Rush

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"Oil Rush" legt ein enormes Tempo vor und gönnt dem Spieler beim fortwährenden Gerangel um Öl- und Produktionsplattformen kaum eine Pause. Irgendwo brennt's immer auf der Karte. In späteren Missionen scheint der Computer zudem zu schummeln, indem er Verstärkungen von außerhalb bezieht: zusammen mit der geringen Gefechtskontrolle einer der wenigen Makel in einem sonst herrlich ungewöhnlichen Strategiespiel, das mit seinen Wasser-, Feuer- und Raucheffekten durchaus ansehnlich daherkommt - zumal sich unter der Meeresoberfläche die Relikte der untergegangenen Welt bestaunen lassen.

Datenblatt

Oil Rush
SpielnameOil Rush
HerstellerUnigine
VertriebIceberg Interactive
GenreStrategie
Erhältlich ab25.01.2012
Preisca. 20 Euro
EAN Code1234567890123
SchwierigkeitFür Einsteiger und Fortgeschrittene
Alterab 12 Jahren
Multiplayer2-4
Sonstiges 
Bewertung Grafikgut
Bewertung Steuerunggut
Bewertung Soundgut
Bewertung Spielspassgut
Bewertung Gesamtgut
SystemPC

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