Aber: Vor allem Jugendliche machen schlechte Erfahrungen
Studie: Nutzer Sozialer Netzwerke sind meist freundlich
Menschen verlieren in der Anonymität Sozialer Netzwerke offenbar nicht jeglichen Anstand. Ein Großteil der Nutzer bezeichnet den Umgangston als freundlich. Dennoch hat etwa die Hälfte schon gemeines oder sogar grausames Verhalten bei anderen bemerkt, wie eine amerikanische Studie ergeben hat. Besonders Jugendliche berichten von negativen Erfahrungen.

Für die Studie befragte das Pew Research Center 2.260 US-Amerikaner ab 18 Jahren telefonisch. 85 Prozent gaben an, dass die meisten Nutzer freundlich seien. Nur fünf Prozent fanden die Nutzer eher unfreundlich.
Vom virtuellen Streit zum realen Problem
Wenig verwunderlich ist, dass Facebook das meist genutzte Netzwerk ist. 87 Prozent gaben an, dort aktiv zu sein. 55 Prozent sagten, dass sie ihr Soziales Netzwerk mindestens einmal täglich besuchten. Inzwischen will auch Facebook aus seiner Beliebtheit Kapital schlagen und hat vor Kurzem seinen Börsengang beantragt.
In der Studie gaben 26 Prozent der befragten Erwachsenen allerdings an, dass sie selbst schlechte Erfahrungen bei Sozialen Netzwerken gemacht haben. Als Beispiele nannten sie die Beendigung einer Freundschaft (15 Prozent), einen Streit (12 Prozent), ein Familienproblem (11 Prozent), physische Angriffe und Probleme bei der Arbeit (3 Prozent).
Jugendliche lassen sich eher auf Streit ein
Bei Jugendlichen fiel der Anteil der negativen Erfahrungen indes deutlich höher aus. Unter den Teenagern haben 41 Prozent bereits schlechte Erfahrungen mit Sozialen Netzwerken gemacht, wie eine Vergleichsstudie ergab. Der Grund dafür sei, dass Erwachsene Konflikte eher ignorierten und sich nicht so schnell darin verwickeln ließen.
Weitere Studien zeigten, dass die Nutzung von Sozialen Netzwerken bei Jugendlichen zu antisozialem Verhalten, aber auch zu positiven Effekten führen kann. Eine weitere Studie ergab, dass zunehmende Facebook-Nutzung unglücklich mache.
