Neues Update mit Wahlfunktion
Nach Datenschutz-Panne: Soziales Netzwerk Path entschuldigt sich
Nach massiven Beschwerden über den Umgang mit privaten Adressbüchern hat das "persönliche Netzwerk" Path nun ein Update seiner Anwendung für das Betriebssystem iOS herausgebracht. Zuvor war bekannt geworden, dass die Path-App ganze Adressbücher der Nutzer hochlädt. Path-Mitgründer Dave Morin hat sich inzwischen bei seinen Kunden für den Umgang mit persönlichen Daten entschuldigt.

Sämtliche Datensammlungen seien inzwischen gelöscht worden. Path ist eine Anwendung für iOS und Android, die es Nutzern ermöglicht, Aspekte ihres Alltags über das "persönliche Netzwerk" Path sowie andere Soziale Netzwerk zu teilen. Allerdings wurde zuletzt bekannt, dass die App noch mehr teilt: nämlich auch die Kontaktliste mit Path-Servern. Dabei sollen volle Namen, E-Mail-Adressen und Telefonnummern an Path-Server übertragen worden sein.
In der Vergangenheit hat Stiftung Warentest Soziale Netzwerke wegen des Umgangs mit privaten Nutzerdaten kritisiert. Auch Facebook war in der Vergangenheit wegen Datenschutzbedenken häufiger kritisiert worden.
Hochgeladene Kontaktdaten inzwischen gelöscht
"Wir haben einen Fehler gemacht", schreibt Path-CEO Morin im Unternehmens-Blog. "Als klares Zeichen unseres Einsatzes für den Schutz der Privatsphäre, sind sämtliche hochgeladenen Kontaktinformationen der Nutzer gelöscht worden."
Zudem ist eine Zustimmungs-Option eingeführt worden. Die Software fragt dabei um Erlaubnis, bevor sie auf das Adressbuch zugreift. Dies sei bei der Android-Anwendung bereits vor einigen Wochen erfolgt und nun auch bei der iOS-App, wie "MacObersver" berichtet. Die überarbeitete Version 2.0.6 von Path kann ab sofort im App Store heruntergeladen werden.
Morin betonte indes, dass das Adressbuch hochgeladen werde, um den Nutzern zu helfen, Freunde und Familienmitglieder schnell und effektiv bei Path zu finden. Zudem sollen Nutzer informiert werden, wenn Bekannte sich neu bei Path registrieren, schrieb Morin in einer Antwort an den Entwickler Arun Thampi, der den Datentransfer entdeckte. Path hat nach eigenen Angaben über eine Million Nutzer.
