Interne Dokumente und LogIns veröffentlicht

Foxconn: Umstrittener Apple-Zulieferer wurde gehackt

Der chinesische Auftragshersteller Foxconn ist Opfer einer Hacker-Attacke geworden. Die Hackergruppe SwaggSec veröffentlichte Zugangsdaten diverser Foxconn-Mitarbeiter, darunter auch von Firmenchef Terry Gou. Mit diesen erhalten Nutzer Zugriff auf Mail- und Intranet-Server.

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Die Hackergruppe SwaggSecurity veröffentlicht interne Foxconn-Dokumente wie dieses Apple-Kundenprofil. (Bild: 9to5mac)
Die Hackergruppe SwaggSecurity veröffentlicht interne Foxconn-Dokumente wie dieses Apple-Kundenprofil. (Bild: 9to5mac)
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Außerdem stellte die Gruppe Auszüge aus internen Unterlagen des Unternehmens online, sie enthalten unter anderem das Apple-Kundenprofil inklusive Bankverbindung, meldet der Apple-Fanblog 9to5mac. Zugriff auf geheime Informationen, beispielsweise zu Apples iPhone 5, hat die Hackergruppe aber offenbar nicht erlangt. Foxconn hat inzwischen reagiert und diverse Server abgeschaltet, berichtet SwaggSec auf Twitter. Das Unternehmen selbst hat noch keine Stellungnahme zu dem Vorfall abgegeben.

Motive unklar

Der Auftragshersteller Foxconn produziert unter anderem für Apple und andere IT-Riesen. Das Unternehmen geriet zuletzt immer wieder wegen der Arbeitsbedingungen in seinen Fabriken in die Kritik. Vor allem eine Serie von Selbstmorden im Jahr 2010 sorgte weltweit für Aufsehen. Zuletzt flammte die Diskussion um die Arbeitsbedingungen bei Foxconn durch einen Bericht der New York Times wieder auf.

Allerdings erklärte die Hackergruppe SwaggSec, dass die Attacke nicht als Vergeltung für die schlechte Behandlung der Arbeiter anzusehen sei, auch an Informationen zum Apple iPhone 5 sei SwaggSec nicht interessiert. Zwar sei man von den Arbeitsbedingungen bei Foxconn enttäuscht, dies sei aber nicht der Grund für den Hack. Die Gruppe scheint ähnlich wie die Hacker von Lulzsec dagegen eher von der Lust, Sicherheitslücken auszunutzen, angetrieben zu sein. Die Selbstdarstellung auf Twitter erinnert zumindest stark an die inzwischen aufgelöste Gruppierung. Laut 9to5mac nutzte SwaggSec eine Sicherheitslücke im Internet Explorer eines Foxconn-Mitarbeiters aus.

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