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Demos gegen Apple: Menschenrechtler fordern bessere Produktionsbedingungen
Nach Enthüllungen der New York Times

von Jan Kluczniok Uhr veröffentlicht

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Die Menschenrechtsorganisationen SumOfUs und Change.org rufen am heutigen Donnerstag, 9. Februar, zu Protesten gegen Apple auf. In einem halben Dutzend Apple Stores weltweit wollen die Menschrechtler für bessere Bedingungen bei der Produktion von iPhone und iPad demonstrieren. Update: Die Proteste sind US-Medienberichten zufolge auf wenig Resonanz gestoßen.

Aktivisten der Occupy-Bewegung haben den Hamburger Apple Store am Jungfernstieg am Wochenende vorübergehend besetzt. Ähnliche Szenen könnten sich nun weltweit abspielen. (Quelle: Occupy Hamburg)

Das Update vom 10. Februar finden Sie am Ende des Artikels.

Unter anderem wollen sich die Gruppen in Apple Stores in Washington D.C., New York, San Francisco, London, Sydney und Bangalore Gehör verschaffen, berichtet CNN Money. Die Demonstration in New York soll dabei im neu eröffneten Flagship-Store im altehrwürdigen Grand Central Terminal stattfinden. Hier rechnen die Veranstalter mit rund 40 Teilnehmern. Unter anderem wollen die Menschenrechtler Kopien ihrer Online-Petitionen an die Store-Mitarbeiter verteilen. SumOfUS und Change.org hatten unabhängig voneinander eine Online-Petition für bessere Produktionsbedingungen bei Apple gestartet. Im Netz fanden beide Schreiben zusammen bislang rund 250.000 Unterstützer.

"System lohnt sich"

Der Hersteller aus Cupertino steht in der Kritik, nachdem die New York Times katastrophale Arbeitsbedingungen vor allem bei Apple-Zulieferer Foxconn in China enthüllte. Der US-Fernsehsender CNN kam bei seinen Recherchen zu einem ähnlichen Ergebnis. Apple wisse laut New York Times auch von den Bedingungen. "Wir wissen seit vier Jahren von Arbeitsmissständen in einigen der Fabriken und sie bleiben auch weiterhin bestehen. Dieses System lohnt sich für uns", sagte ein ehemaliger Apple-Manager der Tageszeitung.

Die Berichte der US-Medien hatten weltweit für Aufsehen gesorgt. Apple-Chef Tim Cook wies in einer internen E-Mail an alle Mitarbeiter die erhobenen Vorwürfe scharf zurück. "Jeder Arbeiter in unserer weltweiten Versorgungskette ist uns wichtig. Jeder Unfall ist zutiefst erschütternd und jedes Problem mit Arbeitsbedingungen ist Anlass zur Sorge", schrieb Cook an die Apple-Arbeiter.

In Hamburg hatte es bereits in den vergangenen Tagen Proteste gegen Apple gegeben. Mitglieder der Occupy-Bewegung besetzten kurzzeitig den Flagship-Store an der Flaniermeile Jungfernstieg und warfen mit Flugblättern sowie angebissenen Äpfeln um sich. Dabei riefen sie: Apple beutet aus!

Update 10. Februar: Proteste stoßen auf wenig Resonanz

Wie angekündigt haben Vertreter der Menschenrechtsorganisationen Change.org und SumOfUs vor Apple Stores in San Francisco und New York demonstriert. Wie verschiedene US-amerikanische Medien berichten, verliefen die Proteste friedlich, stießen insgesamt gesehen aber auf wenig Resonanz. In New York waren dem Magazin Wired zufolge fast mehr Journalisten als Demonstranten vor Ort.

Vor dem neu eröffneten Flagship Store im New Yorker Grand Central Terminal überreichte Change.org-Sprecherin Charlotte Hill dem Store Manager einen Ausdruck der Online-Petitionen der beiden Organisationen, die insgesamt 250.000 Nutzer unterschrieben haben.

Kommentare zu diesem Artikel

Nachdem Mitglieder der Occupy-Bewegung in Hamburg kurzzeitig einen Apple Store besetzten, rufen nun die Menschenrechtsorganisationen SumOfUs und Change.org zu ähnlichen Protesten in Apple Stores weltweit auf. Demos soll es unter anderem in New York geben.

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Demos gegen Apple: Menschenrechtler fordern bessere Produktionsbedingungen
Nachdem Mitglieder der Occupy-Bewegung in Hamburg kurzzeitig einen Apple Store besetzten, rufen nun die Menschenrechtsorganisationen SumOfUs und Change.org zu ähnlichen Protesten in Apple Stores weltweit auf. Demos soll es unter anderem in New York geben..
http://www.netzwelt.de/news/90745-demos-gegen-apple-menschenrechtler-fordern-bessere-produktionsbedingungen.html
2012-02-10 11:42:46
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Demos gegen Apple: Menschenrechtler fordern bessere Produktionsbedingungen