Angriff aus dem Jahr 2006

Nach gescheiterter Erpressung: Hacker veröffentlichen Symantec-Quellcode

Im Jahr 2006 war Symantec Opfer eines Hackerangriffs, wie das Unternehmen Anfang dieses Jahres bestätigte. Jetzt sind Teile des entsprechendes Quellcodes im Netz von den Hackern veröffentlicht worden, nach einem gescheiterten Erpressungsversuch.

Symantec bestätigt, dass der Quellcode von pcAnywhere im Netz kursiert. (Bild: Screenshot)
Symantec bestätigt, dass der Quellcode von pcAnywhere im Netz kursiert. (Bild: Screenshot)
Werbung

Der Quellcode von Symantecs pcAnywhere-Software wurde auf der BitTorrent-Plattform The Pirate Bay veröffentlicht. Symantec selbst gibt aber Entwarnung für Nutzer: "Symantec war darauf vorbereitet, dass der Code zu irgendeinem Zeitpunkt veröffentlicht wird und hat eine Serie an Patches entwickelt und seit dem 23. Januar veröffentlicht, um pcAnywhere-Nutzer gegen bekannte Schwachstellen zu schützen."

Restlicher Quellcode folgt vermutlich

Das Sicherheitsunternehmen geht außerdem davon aus, dass die Hacker - die zu Anonymous gehören sollen - auch den Rest des Codes veröffentlichen, den sie 2006 in ihren Besitz gebracht haben. Allerdings handelt es sich hier laut Symantec um veraltete Versionen von Norton Antivirus-Software - von dem Code gehe deshalb keine Gefahr für Nutzer aus.

Die Veröffentlichung des Quellcodes folgt auf die Publikation einer E-Mail-Kommunikation zwischen einem der Hacker und einem vermeintlichen Symantec-Mitarbeiter. In dieser Konversation ging es darum, dass die Hacker 50.000 US-Dollar forderten, damit sie den Quellcode nicht veröffentlichen. Der vermeintliche Mitarbeiter von Symantec ließ sich auf die Konversation mit YamaTough ein und erklärte, dass die Summe nicht auf einmal, dafür aber in Raten gezahlt werden könnte.

Symantec erklärte inzwischen, dass es sich dabei nicht um einen eigenen Mitarbeiter handelte, sondern um einen Beamten einer Ermittlungsbehörde, der so die Identität der Hacker herausfinden wollte. Gegenüber Reuters gab YamaTough an, dass es den Hackern nie um Geld ging: "Wir haben sie dazu gebracht, uns Schmiergeld anzubieten, sodass wir sie bloßstellen konnten." 

Links zum Thema

Kommentieren