4.000 Stellen fallen weg

Nokia: Handy-Produktion wird nach Asien verlagert

Nokia kämpft seit einiger Zeit um den Anschluss auf dem Smartphone-Markt und gegen Rückgänge bei den Verkaufszahlen. Jetzt kündigte der Handy-Hersteller Änderungen in der Herstellungskette an, "um die Effizienz in der Smartphone-Produktion zu erhöhen". Dafür werden mehrere Tausend Stellen gestrichen.

Nokia besitzt weltweit eigene Werke, in Europa und Mexiko kommt es jetzt zu Stellenkürzungen. (Bild: Nokia)
Nokia besitzt weltweit eigene Werke, in Europa und Mexiko kommt es jetzt zu Stellenkürzungen. (Bild: Nokia)
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Nokia nimmt die Änderungen in drei Werken vor, die in Ungarn, Finnland und Mexiko liegen. Dem Unternehmen zufolge werden dabei insgesamt rund 4.000 Stellen gestrichen, ganz geschlossen werden die Standorte aber nicht. In Zukunft sollen sich die drei Werke um die Anpassung der Smartphones an den europäischen und amerikanischen Markt kümmern. Die Stellenkürzungen sollen bis Ende 2012 abgeschlossen sein.

Zeit bis zur Markteinführung verkürzen

Die Fertigung der Geräte werden dagegen Nokia-Werke in Asien übernehmen. Dort sitzen die meisten Komponenten-Zulieferer. "Die Geräte-Produktion nach Asien zu verlagern, zielt darauf ab, die Zeit bis zum Marktstart zu verkürzen", heißt es von Nokia zur Begründung. Der Handy-Hersteller erhofft sich so, "Innovationen schneller auf den Markt bringen zu können und letztlich wettbewerbsfähiger zu werden".

Nokia spielt aktuell im Smartphone-Markt nur eine geringe Rolle. Mit seinem Symbian-Betriebssystem konnte sich der Hersteller nicht gegen die Konkurrenz von Apples iOS und Googles Android durchsetzen. Marktforscher gehen allerdings davon aus, dass Nokia durch die Partnerschaft mit Microsoft und den daraus resultierenden Windows Phone 7-Smartphones wieder deutlich an Boden gewinnen wird. In Deutschland sind aktuell das Nokia Lumia 800 und das Nokia Lumia 710 mit WP7 erhältlich.

Die Ankündigung, die Herstellung nach Asien zu verlegen, kommt zu einem Zeitpunkt, an dem gerade Apple in heftiger Kritik steht wegen den Arbeitsbedingungen bei Zulieferer-Fabriken wie beispielsweise Foxconn. Allerdings gibt Nokia an, dass die Fertigung der Handys in unternehmensinternen Werken in Asien stattfinden wird. Die Verantwortung für die Arbeitsbedingungen dort liegen also direkt bei dem Hersteller selbst.  

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