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Safer Internet Day: Familienministerin will Facebook auf den Stundenplan setzen 77 Prozent der Jugendlichen bei Sozialen Netzwerken

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Facebook und Co. sollen auf den Stundenplan. Bundesfamilienministerin Christina Schröder fordert Unterricht über Gefahren und Nutzen Sozialer Netzwerke. Eltern fühlen sich in der Medienerziehung selten "sehr kompetent".

Zum "Safer Internet Day" hat Bundesfamilienministerin Christina Schröder (CDU) Schulunterricht über Soziale Netzwerke gefordert. Kinder und Jugendliche sollten auf Risiken und Nutzen hingewiesen werden, sagte sie Medienberichten zufolge. Eltern schätzen sich indes selten als "sehr kompetent" in der Medienerziehung ein.

Bundesfamilienministerin Christina Schröder fordert Schulunterricht über Soziale Netzwerke. (Quelle: BMFDFJ)

Soziale Netzwerke und das Internet spielen eine immer größere Rolle im Leben von Kindern und Jugendlichen. Kinder zwischen 9 und 16 Jahren verbringen im Durchschnitt 88 Minuten täglich im Netz, wie klicksafe mitteilt. Von den 13- bis 16-Jährigen haben europaweit 77 Prozent ein eigenes Profil in einem Sozialen Netzwerk. Eine weitere Studie zeigt indes, dass Jugendliche bei den Datenschutzeinstellungen auch vorsichtiger geworden sind.

Nur wenige Eltern fühlen sich "sehr kompetent"

"Ähnlich wie Verkehrserziehung zur Grundschule gehören auch Facebook und Co. ab der 5. Klasse in den Unterricht", sagte Schröder der "Bild"-Zeitung. "Soziale Netzwerke sollen ja nicht nur den Mitgliedern Spaß machen, sondern auch den Machern Geld einbringen - deshalb ist es wichtig, über Risiken und Nutzen Bescheid zu wissen." Auch die Stiftung Warentest hat den Umgang vieler sozialer Netzwerke mit privaten Nutzerdaten kritisiert.

Nur wenige Eltern könnten ihre Kinder vor Gefahren im Netz schützen. Nur etwa ein Drittel der Eltern unterhält sich mit den Kindern regelmäßig über Themen rund um Internet und Computer, wie die Studie "Familie, Interaktion & Medien" ergab. Bezogen auf generelle Fragen zur Medienerziehung ihrer Kinder fühlt sich der Großteil der Eltern nur "etwas kompetent" (60 Prozent), "weniger kompetent" (14 Prozent) oder "gar nicht kompetent" (fünf Prozent). 21 Prozent sehen sich als "sehr kompetent".

Zum "Safer Internet Day" am Dienstag, 7. Februar, wurde weltweit auf das Thema "Sicherheit im Netz" aufmerksam gemacht. Hilfe bei Problemen bieten unter anderem internetbeschwerdestelle.de und jugendschutz.net sowie das Kinder- und Jugendtelefon von Nummer gegen Kummer.

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Lisa Hemmerich
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