Proteste gegen das Handelsabkommen
Kommentar zu ACTA: Wenn die Netzgemeinde demonstriert
Die ACTA-Gegner sind in Deutschland gut aufgestellt: In 54 Städten mobilisieren lokale Bündnisse zu Aktionen gegen ACTA. Das Hacker-Kollektiv Anonymous ruft im Vorfeld in 22 deutschen Städten zur "Operation Paperstorm" auf. Auch europaweit wird gegen ACTA protestiert. Aber wie stehen die Chancen, ACTA so zu verhindern?

Inhaltsverzeichnis
- 1ACTA-Gegner melden zahlreiche Demonstrationen für den 11.02.2012 an
- 2Europaweiter Aktionstag gegen ACTA am 11.02.2012
- 3ACTA: Facebook-Revolution der Netzwelt made in Europe?
ACTA-Gegner melden zahlreiche Demonstrationen für den 11.02.2012 an
Welche Erfolsaussichten hat der internationale Aktionstag gegen ACTA am 11.02. eigentlich? Da sich der Protest gegen ACTA zu großen Teilen in der Netzgemeinde formiert, war bis vor Kurzem gar nicht abzusehen, ob sich, abgesehen von den stark wachsenden Facebook-Gruppen, ein echter Protest gegen ACTA formiert. Doch zahlreiche lokale Gruppen haben den Schritt gewagt und Demonstrationen gegen ACTA für den 11.02 angemeldet. Der Protest findet somit definitiv statt. In rund 54 Städten gehen ACTA-Gegner in Deutschland auf die Straße. Darunter auch in Großstädten wie Berlin, Düsseldorf, Dortmund, Hamburg, Köln, Stuttgart, Frankfurt und München.
Europaweiter Aktionstag gegen ACTA am 11.02.2012
Der europaweite Aktionstag gegen ACTA findet Unterstützer in ganz Europa. Von Belgien bis Ungarn haben sich Hunderte Städte dem Protest angeschlossen. Nachdem sowohl die polnische als auch die tschechische Regierung unter dem Druck der Straße eingeknickt sind und die Unterzeichnung von ACTA nun überdenken wollen, besteht Hoffnung, ACTA noch verhindern zu können. Daher will die Netzgemeinde nun erst recht in ganz Europa auf die Straße gehen. In fast allen europäischen Metropolen sind Demonstrationen geplant. Hier nur einige wenige Beispiele: Brüssel, Amsterdam, Wien, Paris, Prag, Warschau, Sofia, Genf, Zürich, Helsinki, Madrid, London, Manchester, Athen, Rom, Ljubljana, Lissabon und Bukarest.

Selbst in Kanada soll eine Protestaktion gegen ACTA in Montreal stattfinden und in den USA wollen ACTA-Gegner in der Universitätsstadt Berkeley demonstrieren. Auf der Urlaubsinsel Gran Canaria wollen Menschen am 11.02. vor dem deutschen Konsulat in Palmas demonstrieren. Insgesamt nehmen weit über 200 Städte an den ACTA-Protesten teil. Manche Städte planen sogar mehrere Demonstrationen gegen das Handelsabkommen. Vor allem in Polen sind pro Stadt nicht selten mehrere Demonstrationen für die folgenden Wochen geplant.
ACTA: Facebook-Revolution der Netzwelt made in Europe?
Die ACTA-Demonstrationen am 11.02. versprechen somit der erste europaweite Massenprotest der Netzgemeinde zu werden. Die ACTA-Gegner organisieren sich maßgeblich übers Netz, greifen aber auch auf analoge Unterstützung zurück. Facebook und Twitter spielen bei ACTA ebenso wie bei den Protesten im Rahmen des Arabischen Frühlings eine zentrale Rolle. Auch bei ACTA wollen die Kritiker den Protest aus der digitalen Welt auf die Straße tragen. So etwas hat es in Deutschland noch nicht gegeben. Trotz extrem kurzer Vorbereitungszeit haben die ACTA-Gegner bereits viele Menschen erreicht - dank Internet und kurzen Kommunikationswegen. Eben diese offene Kommunikation im Internet wollen sie nun auf der Straße verteidigen. Es bleibt abzuwarten, ob ihre Signale gehört werden. Im Netz sind ihre Stimmen bereits jetzt unüberhörbar.

Zitat: Aber trotzdem ist der Druck durch einen potentiellen Hacker-Angriff eine der, wenn nicht die mächtigste Waffe von Anonymous. Wobei ich hier weniger von Druck als von...
Zitat: ... anonymous ist KEIN Hackerkollektiv ... An diesem Punkt scheiden sich die Geister. Es sollte aber bedacht werden, dass das "Kollektiv aus Internet-Nutzern" am...
anonymous ist KEIN Hackerkollektiv. Was soll diese reißerische Aufmache? Es kostet 2 Minuten Recherche das herauszufinden - ich denke das kann man erwarten, auch wenn SEO-Optimierung und Klick-Geilheit dagegen sprechen!
Die Politiker interessieren sich vor allem dafür wiedergewählt zu werden, um sich dann für weitere 4 Jahre alles erlauben zu können. 2013 sind wieder Bundestagswahlen und wenn jetzt (hoffentlich) durch die...
Mich würde mal interessieren wie sich das ganze mit unseren Grundgesetz vereinbart