Wiederherstellung eines alten Passwortes

Windows-Tipp: Kennwort zurücksetzen über die Rettungskonsole

Für eine bestmögliche Sicherheit sollte das Windows-Kennwort regelmäßig geändert werden. Wer sich an diese Empfehlung hält, sperrt sich aber mitunter aus seinem System aus, wenn einmal das neue Kennwort in Vergessenheit gerät. Netzwelt zeigt, wie ein altes Passwort wiederhergestellt werden kann.

Die Systemwiederherstellung kann verwendet werden, um ein Kennwort zurückzusetzen. (Bild: netzwelt)
Die Systemwiederherstellung kann verwendet werden, um ein Kennwort zurückzusetzen. (Bild: netzwelt)

Inhaltsverzeichnis

  1. 1Ausgesperrt
  2. 2Windows-CD
  3. 3USB-Medium
  4. 4Fazit
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Selbst Passwörter mit mehr als zehn Buchstaben, Zahlen und Sonderzeichen sind nur solange sicher, wie sie nicht in dritte Hände geraten. Um ein Höchstmaß an Sicherheit zu erreichen, sollten Anwender insbesondere das Windows-Kennwort regelmäßig ändern, damit ihre Daten optimal geschützt sind.

Ausgesperrt

Auf beruflich genutzten PCs ist Windows sogar meistens so eingestellt, dass Kennwörter automatisch ablaufen und neu gewählt werden müssen. Die regelmäßige Änderung dient zwar der Sicherheit, birgt aber auch Gefahren: Nicht selten sperren sich Anwender aus ihrem eigenen System aus, weil sie das neue Kennwort zwar vergeben, aber schnell wieder vergessen. Hat sich der Nutzer das Wort nirgendwo für den Notfall notiert, ist eine Anmeldung am Rechner und der Zugriff auf die persönlichen Dokumente nicht mehr möglich. Auch die Wiederherstellung aus einem Backup kann problematisch werden, wenn es mit Windows-Backup erstellt und ebenfalls mit dem Benutzerpasswort geschützt wurde.

Windows-CD

Auch Tippfehler bei der Änderung des Windows-Passworts sind nicht ausgeschlossen, selbst wenn die gewünschte Zeichenkette zweimal eingegeben werden muss. Ausgesperrte Nutzer müssen ihr System aber nicht gleich neu installieren, sondern können es mit einem einfachen Trick retten: Die Systemwiederherstellung erlaubt es, den Rechner in einen früheren Zustand zu versetzen. Eigentlich ist die Funktion dazu gedacht, Probleme mit fehlerhaften Treibern oder Programmen zu lösen, die auf dem PC installiert wurden - sie setzt aber auch Benutzer und Kennwörter auf einen alten Stand zurück.

Um ein Kennwort über die Systemwiederherstellung zurückzusetzen, müssen Nutzer zunächst einmal ihre Installations-DVD von Windows zur Hand nehmen. (Anstelle der Standard-Datenträger genügen in den meisten Fällen auch Recovery-CDs.) Anschließend muss der PC von dieser gebootet werden, was eine entsprechende Einstellung im BIOS erfordert. Sobald der Installations-Assistent erscheint, wählen Nutzer ihre Sprache aus und klicken auf den Weiter-Knopf, auch wenn sie das System eigentlich nicht neu einrichten wollen. Danach können sie über den Punkt "Computerreparatur" die Wiederherstellungs-Werkzeuge erreichen, unter denen sich dann auch die altbekannte Systemwiederherstellung befindet.

Die Wiederherstellungs-Tools werden von der Installations-DVD gestartet. (Bild: netzwelt)
Die Wiederherstellungs-Tools werden von der Installations-DVD gestartet. (Bild: netzwelt)

USB-Medium

Sofern nicht noch ein weiteres Problem mit dem Rechner besteht, sollten die Wiederherstellungs-Tools die vorhandene Windows-Installation problemlos erkennen und alle verfügbaren Sicherungspunkte anzeigen. Meist bietet es sich an, zwecks Zurücksetzen des Kennworts einen eher unkritischen Punkt auszuwählen, der zum Beispiel durch ein Windows-Update erzeugt wurde. Nach dem Einspielen des jeweiligen Wiederherstellungspunktes muss das System nur noch neu gestartet werden, um sich wieder am eigenen Konto anmelden zu können.

Anstatt nun einfach weiter zu arbeiten wie bisher, sollten Nutzer sich nach der erfolgreichen Wiederherstellung eine sogenannte Kennwortrücksetz-Diskette erstellen lassen, mit der sie ein vergessenes Passwort ohne die Systemwiederherstellung ersetzen können. Zu diesem Zweck hat Microsoft in der Systemsteuerung im Bereich "Benutzerkonten" einen Assistenten verlinkt, der neben echten Disketten natürlich auch einen USB-Stick verwenden kann. (Der Begriff "Kennwortrücksetz-Diskette" ist also etwas irreführend.)

Für alle Fälle bietet es sich an, eine Kennwort-Diskette zu erstellen. (Bild: netzwelt)
Für alle Fälle bietet es sich an, eine Kennwort-Diskette zu erstellen. (Bild: netzwelt)

Fazit

Der Trick, die Systemwiederherstellung zum Zurücksetzen eines alten Passworts zu missbrauchen, ist nur eine absolute Notlösung und setzt natürlich voraus, dass die Erstellung von Sicherungspunkten in Windows nicht komplett deaktiviert wurde, um Speicherplatz zu sparen. In einem solchen Fall bleibt Nutzern, die sich selbst ausgesperrt haben, nur die noch die Datenrettung mit einer Linux-Live-CD übrig.

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