Protest gegen Produktionsbedingungen

iOccupy: Aktivisten besetzen Hamburger Apple Store

Acht Aktivisten der Hamburger Occupy-Bewegung haben am Wochenende den Apple Store an der Flaniermeile Jungfernstieg in Hamburg besetzt und gegen die Arbeitsbedingungen bei Apple-Zulieferern protestiert. Ein Sachschaden entstand nicht, gegen einen Aktivisten wird wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte ermittelt.

Aktivisten der Occupy-Bewegung haben den Hamburger Apple-Store am Jungfernstieg am Wochenende vorübergehend besetzt. (Bild: Occupy Hamburg)
Aktivisten der Occupy-Bewegung haben den Hamburger Apple-Store am Jungfernstieg am Wochenende vorübergehend besetzt. (Bild: Occupy Hamburg)
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"Wir empören uns über Ausbeutung für Profit. Apple beutet aus! Wir empören uns über krank machende Arbeitsbedingungen. Apple schert sich einen Dreck um die Gesundheit seiner Arbeiter! Wir empören uns, dass Sklavenprodukte als Lifestyle verkauft werden. Apple verhöhnt die Menschenwürde", hallte es am Samstagnachmittag minutenlang durch den Apple Store am Jungfernstieg in Hamburg.

Unter dem Titel "Operation Garten Eden" haben Mitglieder der Hamburger Occupy-Bewegung den Flagshipstore während der Öffnungszeit gestürmt und gegen unmenschliche Arbeitsbedingungen bei Apple-Zulieferern protestiert. Im Store wurden Flugblätter und angebissene Äpfel verteilt - zu Sachbeschädigung kam es nach Angaben der Polizei nicht. Gegen einen Aktivisten wird wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte ermittelt. Er hatte sich den Anweisungen der Polizei widersetzt und eine Polizistin leicht verletzt. Die anderen Teilnehmer der Protestaktion erhielten lediglich einen Platzverweis, dem sie widerstandlos nachkamen.

Kritik an Produktionsbedingungen

Die Kritik an den Arbeitszuständen bei Apple-Zulieferern sind nicht neu. 2010 sorgte eine Selbstmordserie bei Auftragshersteller Foxconn für Aufsehen. Apple versprach Abhilfe. Angeheizt wurde die Diskussion aber durch einen neuerlichen Bericht der New York Times, der ehemalige Foxconn- und Apple-Manager zitiert. Demnach sei man sich in Cupertino sehr wohl über die Zustände in den chinesischen Fabriken im Klaren, wolle aber nichts daran ändern, da "sich das System lohne".

Die Menschenrechtsorganisation SumOfUs fordert in einer Online-Petition Apple dazu auf, sich zu verpflichten, das iPhone 5 unter menschenwürdigen Bedingungen herzustellen.

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Beiträgeinsgesamt 4 Beiträge

@sarazena: Ähnliche Demos soll es jetzt auch in New York und anderen Städten geben. Grüße aus der Redaktion.

Zitat: Die Anfahrt in die Staaten oder nach China wäre allerdings auch etwas aufwändiger geworden Ich könnte mir vorstellen, dass sie weder in die Staaten noch in China...

Die Anfahrt in die Staaten oder nach China wäre allerdings auch etwas aufwändiger geworden als der Besuch des immerhin größten Apple Stores Deutschlands. Könnte mir auch vorstellen, dass die bei der Anreise in...

Da sollen sie doch in Cupertino demonstrieren. Oder gleich in China - aber da trauen sie sich nicht :dow:

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