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Forschungsprojekt: Raketen gegen bedrohliche Asteroiden
DLR denkt über Abwehrschirm nach

von Annika Demgen Uhr veröffentlicht

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Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) plant gemeinsam mit 13 weiteren internationalen Partnern aus Forschung und Industrie ein Asteroidenabwehrsystem. Mithilfe von Raketen sollen verheerende Einschläge der Objekte verhindert werden, die in nicht allzu ferner Zukunft zu erwarten sind.

Der Barringer-Krater ist durch den Einschlag eines 50 Meter großen Asteroiden entstanden. (Quelle: DLR)

Beispiele für die mitunter gefährliche Einschlagskraft von Asteroiden sind der Barringer-Krater in Arizona mit einem Durchmesser von 1,2 Kilometern oder auch die Tunguska-Region in Sibirien. Dabei reichte im Falle Arizonas vermutlich ein Asteroid von nur 50 Metern Durchmesser aus, um den entsprechenden Schaden anzurichten. Insgesamt 8.000 Asteroiden, die sich in unmittelbarer Nähe zur Erde befinden - sogenannte Near Earth Objects (NEO) - wurden in den letzten Jahren entdeckt. DLR-Asteroidenforscher Alan Harris zufolge ist dabei eine "gefährliche Kolission" alle paar Hundert Jahre zu erwarten.

Abwehr mit Raketen

Um ein Abwehrsystem zu installieren, wollen die Forscher des NEOShield-Projekts zunächst möglichst viel über die physischen Gegebenheiten der Asteroiden herausfinden. Alle NEOs sollen erkannt und anschließend soll über mögliche Missionen nachgedacht werden, um mehr über die Materialbeschaffenheit der Objekte herauszufinden.

Der Einsatz einer Raumsonde gilt dabei derzeit als realistischste Abwehrmethode für die Gefahr aus dem Weltraum. Diese könnte mit ihrer Einschlagskraft dafür sorgen, dass der Asteroid seine Umlaufbahn verlässt. Eine weitere Methode wäre, sich die Schwerkraft der Raumsonde zunutze zu machen, um die Flugbahn des Asteroiden zu ändern. Dieses Mittel würde jedoch mehrere Jahre Vorbereitungszeit voraussetzen, denn die Sonde müsste das Objekt jahrelang umkreisen, um es schließlich wie an einem unsichtbaren Seil aus seiner Umlaufbahn zu reißen.

Einsatz einer Atombombe?

Als Ultima Ratio diskutieren die Forscher des DLR auch über den Einsatz einer Atombombe. Dies komme jedoch nur in Frage, wenn sich ein Asteroid mit einem Kilometer Durchmesser oder mehr nähern sollte, so Harris.

Ein Asteroid, der dieser Größe nahekommt, ist beispielsweise Apophis. Er wird sich 2029 bis auf knapp 30.000 Kilometer der Erde nähern. Die NASA schätzt seine Größe auf zweieinhalb Football-Felder.

Kommentare zu diesem Artikel

Raketen gegen Asteroiden: Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt plant, Flugkörper gegen künftige Bedrohungen aus dem Weltraum einzusetzen.

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  • Guido schrieb Uhr
    AW: Forschungsprojekt: Raketen gegen bedrohliche Asteroiden

    @Jimmy, genau das habe ich auch gedacht... Laut Wiki ist ein Football Feld (American Football) 109,728 Meter lang. Also 2x = 220 Meter. Ungefähr ein Kilometer. Tilt.
  • King W. schrieb Uhr
    AW: Forschungsprojekt: Raketen gegen bedrohliche Asteroiden

    In Deutschland nicht, in Amerika vielleicht doch. :)

    Andere Länder, andere Sitten. Dafür können die Amis vermutlich mit Meter und Zentimeter nicht viel anfangen, sondern messen immer noch in Zoll, Elle, Fuß und Meilen und was-weiß-ich. Und der Mist schwappt auch zu uns rüber. Mittlerweile kann ich mir sogar unter einem 42er Fernseher etwas vorstellen. Der ist nicht etwa 42 cm breit, sondern hat eine Bildschirmdiagonale von von 42 Zoll, also etwas über 1m.

    Es würde mich gar nicht wundern, wenn "Football-Feld" sich hier auch bald als Maßeinheit etablieren würde, wie alles Schlechte, was aus Amiland kommt. ;)

    Übrigens, die Atombombe von Hiroshima hat mehr platt gemacht, als eine Fläche von 2 Football-Feldern. Mit einem solchen Asteroiden würden wir also ziemlich problemlos fertig. Die Erde ist in grauer Vorzeit aber schon von einem dickeren Brocken getroffen worden, etwa von der Größe des Mars. Die Erde hat als Ganzes nur knapp überlebt. Seit dieser Zeit hat die Erde einen Mond, der die Erdachse stabilisiert, wie ein Ausleger an einem Einbaum. Wäre das nicht passiert, gäbe es uns heute nicht. Solch ein Asteroid kann also, wenn er zur rechten Zeit kommt, durchaus segensreich sein.

    Wenn aber jetzt ein solches Monstrum Kurs auf die Erde nimmt, ist es um uns geschehen. Dagegen kann selbst die stärkste Bombe nichts ausrichten.
  • Jimmy D. schrieb Uhr
    AW: Forschungsprojekt: Raketen gegen bedrohliche Asteroiden

    Ich wusste nicht das "Football-Feld" eine gängige Maßeinheit in Deutschland ist...

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Forschungsprojekt: Raketen gegen bedrohliche Asteroiden
Forschungsprojekt: Raketen gegen bedrohliche Asteroiden
Raketen gegen Asteroiden: Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt plant, Flugkörper gegen künftige Bedrohungen aus dem Weltraum einzusetzen..
http://www.netzwelt.de/news/90683-forschungsprojekt-raketen-gegen-bedrohliche-asteroiden.html
2012-02-06 09:46:36
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Forschungsprojekt: Raketen gegen bedrohliche Asteroiden