Düsterer Klingentanz

Im Kurztest: SoulCalibur V

Promis aus Filmen und Spielen sind in der "SoulCalibur"-Reihe von Namco Bandai offenbar gern gesehene Gäste: Nachdem sich im vierten Teil die "Star Wars"-Figuren Yoda und Darth Vader die Ehre gaben, wirbelt im nun veröffentlichten fünften Teil des Beat'em Ups Ubisofts Assassine Ezio durch die Arenen. Leider ist der Meuchelmörder eine der wenigen echten Neuerungen in der optisch zwar spektakulär inszenierten, inhaltlich aber dürftigen Konsolenprügelei.

Soul Calibur V - Behind the Game A new Era: Die Entwickler des Kampfspiels Soul Calibur V berichten über die zeitliche Besonderheit des Beat-Em-Ups. So wurde für Soul Calibur V eine Art Zeittunnel erschaffen um sowohl alte Charaktere als auch deren Nachkommen und allgemein weitere Neu-Charaktere in das Spiel integrieren zu können. Neu und Alt treffen so in Soul Calibur V, auf der Xbox 360 und der PlayStation 3, aufeinander. Zum Video: Soul Calibur V - Behind the Game A new Era

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Der Storymodus, einst Herzstück des Reihe, wurde auf 20 kurze Episoden eingedampft, in denen sich der junge Hitzkopf Patroklos auf die Suche nach seiner vermissten Schwester Pyrrha macht. Keine zwei Stunden dauert es, bis der Abspann zu sehen ist - und dennoch wirkt das Ganze arg zäh und aufgesetzt, was sowohl dem geringen Schwierigkeitsgrad als auch der etwas spröden Inszenierung mittels vertonter Comic-Bildchen und seltener CGI-Filmchen anzukreiden ist.

Allerdings ist es nötig, sich auf die teilweise im mittelalterlichen Bayern und Sachsen angesiedelte Bruder-Schwester-Geschichte einzulassen, um in den Genuss des "Legendäre Seelen"-Modus zu gelangen. Hier sind die Kontrahenten kein Fallobst mehr, die Kämpfe geraten zur echten Herausforderung.

Ferner werden dem Prügelspielherz Standardmodi wie Arcade, Versus, Quickmatch und Training geboten, zudem noch ein etwas langatmiger Online-Modus. Jener packt die Spieler in sogenannte Räume, bis zu sechs Zocker halten sich in einer Lobby auf. Der Haken: Es können immer nur zwei Spieler gegeneinander antreten, die anderen gucken zu. Entsprechend kann es schon einmal länger dauern, bis man zum Zuge kommt. Immerhin laufen die Matches ohne Verzögerungen ab - selbst wenn die Mitspieler in den USA sitzen.

Veteranen freuen sich über ein Wiedersehen mit alten Gesichtern, etwa dem Samurai Mitsurugi, dem Teutonen Siegfried, dem Piraten Cervantes oder der großbusigen Ivy. Auch Fanliebling Voldo hat es wieder ins Spiel geschafft. Ferner gibt es über ein halbes Dutzend Neuzugänge - neben dem bereits erwähnten Geschwisterpaar und Gaststar Ezio komplettieren unter anderem die klauenbewehrte Viola, der verfressene Stockschläger Xiba und der finstere Werwolf Z.W.E.I. das Teilnehmerfeld. Wer will, kann sich in einem umfangreichen Editor auch einen eigenen Recken basteln, was dank unzähliger Accessoires und Utensilien zu recht schrägen Ergebnissen führen kann.

Alle Kämpfern gemein sind die geschmeidigen Animationen und die hohe Detailverliebtheit. Im Gegensatz zum grellbunten Vorgänger ist "SoulCalibur 5" etwas düsterer geworden, was dem Titel gut zu Gesicht steht. Wenig, aber sinnvoll geändert wurde das Kampfsystem. Zerstörbare Rüstungen gibt es nicht mehr, dafür mit den "Edge"-Angriffen besonders mächtige Attacken, die der Lebensenergieleiste des Kontrahenten mächtig zusetzen und obendrein spektakulär in Szene gesetzt sind. Generell wurde das Kampftempo erhöht, wildes Knöpfchengedrücke ist nicht mehr das ultimative Mittel zum Sieg.

Im Kurztest: SoulCalibur V

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Im Kurztest: SoulCalibur V - Der nächste Schwertstreich: Namco Bandai veröffentlicht "SoulCalibur 5" für PS3 und Xbox 360. (Bild: Namco Bandai)
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Der nächste Schwertstreich: Namco Bandai veröffentlicht "SoulCalibur 5" für PS3 und Xbox 360. (Bild: Namco Bandai)

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Im Kurztest: SoulCalibur V - Schöner Klingentanz: "SoulCalibur 5" spart nicht an Effekten. (Bild: Namco Bandai)
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Schöner Klingentanz: "SoulCalibur 5" spart nicht an Effekten. (Bild: Namco Bandai)

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Im Kurztest: SoulCalibur V - Gastauftritt: "Assassin's Creed"-Held Ezio gibt sich die Ehre. (Bild: Namco Bandai)
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Gastauftritt: "Assassin's Creed"-Held Ezio gibt sich die Ehre. (Bild: Namco Bandai)

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Im Kurztest: SoulCalibur V - Im dürftigen Story-Modus begibt man sich mit Neuzugang Patroklos auf die Suche nach seiner Schwester. (Bild: Namco Bandai)
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Im dürftigen Story-Modus begibt man sich mit Neuzugang Patroklos auf die Suche nach seiner Schwester. (Bild: Namco Bandai)

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Kampfspielfans mit einem Hang zu Grafik-Bombast und mittelalterlichem Kitsch können bedenkenlos zugreifen, auch wenn die Modi etwas mager ausgefallen sind und durchaus mehr Abwechslung bieten könnten. Den Ruf, ein Paradies für Button-Masher zu sein, wird die "SoulCalibur"-Reihe mit Teil fünf jedoch los.

Datenblatt

SoulCalibur V
SpielnameSoulCalibur V
HerstellerProject Soul
VertriebNamco Bandai Partners
GenreBeat'em Up
Erhältlich ab03.02.2012
Preisca. 60 Euro
EAN Code3391891958653
SchwierigkeitFür Fortgeschrittene
Alterab 16 Jahren
Multiplayer2-4
Sonstiges 
Bewertung Grafiksehr gut
Bewertung Steuerungsehr gut
Bewertung Soundsehr gut
Bewertung Spielspassgut
Bewertung Gesamtsehr gut
SystemPlayStation3
SystemXbox 360

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