Benachrichtigungen für das WorldWideWeb
Mozilla Firefox: Push-Mitteilungen für den Browser
Die Mozilla Stiftung hat ein Konzept entwickelt, das sich schnell im Web verbreiten könnte: Mit einer neuen Schnittstelle zum Firefox-Browser soll es möglich werden, dass Online-Dienste ihre Besucher selbstständig über Ereignisse informieren können, wie man es bereits vom Smartphone her kennt.

Inhaltsverzeichnis
- 1Push-Mitteilungen
- 2Notification Server
- 3Fazit
Mozilla hat sich nicht nur mit Firefox und dem E-Mail-Programm Thunderbird einen Namen gemacht, sondern gilt auch als treibende Kraft hinter offenen Standards wie HTML5. Zwar setzt sich nicht jede Idee von Mozilla auf breiter Front durch, das jüngste Projekt hat aber zumindest gute Chancen.
Push-Mitteilungen
Mozilla möchte Push-Mitteilungen, die viele Nutzer schon von ihrem Smartphone oder Tablet kennen dürften, auch im Web ermöglichen. Das bedeutet, dass eine Webseite beliebige Mitteilungen an einen Besucher senden kann, auch wenn dieser gerade auf einer anderen Internetpräsenz unterwegs ist. In der Praxis bedeutet das, dass zum Beispiel ein Online-Shop seinen Kunden Push-Nachrichten sendet, sobald ihre Bestellung verschickt wurde. Die denkbaren Szenarien, in denen Push-Mitteilungen Nutzer erreichen könnten, sind praktisch unbegrenzt - und würden es in den meisten Fällen ermöglichen, den E-Mail-Verkehr zu reduzieren. Sinnlose Status-Nachrichten ohne nützlichen Inhalt wären unnötig.
Notification Server
Vor wenigen Tagen hat der Mozilla-Entwickler Jeff Balogh in seinem Blog erklärt, wie ein System zum Empfang und Versand von Push-Mitteilungen im Web aussehen könnte: Sobald eine Webseite eigene Nachrichten senden möchte, muss sie zunächst den Anwender explizit um Erlaubnis bitten. Sofern er der Anfrage zustimmt, liefert der Browser eine URL an die Webseite, über die sie Mitteilungen an den Nutzer senden kann. Dabei fungiert ein zentraler Notification Server als Vermittungsstelle, die sowohl Spam-Nachrichten verhindern als auch für die nötige Anonymität der Anwender sorgen soll.
Der Notification Server hat aber noch einen anderen Zweck: Mit seiner Hilfe können Nutzer ihre Push-Mitteilungen von mehreren Endgeräten aus abrufen. Neben dem klassischen Firefox für PC oder Mac sollen irgendwann auch Firefox Home und Firefox für Android die neue Technik unterstützen.
Fazit
Es gibt bereits seit mehreren Monaten Pläne für die sogenannte Push-API, mit der Mozilla auch Web-Diensten ähnliche Möglichkeiten geben will, die Apps und klassische Anwendungen heute haben. Nun sind die Bemühungen zum ersten Mal aber offenbar so konkret, dass es möglich scheint, dass Push-Mitteilungen möglicherweise schon in den nächsten zwei Jahren in Firefox einfließen könnten.
