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Verkehrte Netzwelt: Die Digital Natives kommen
Die Arbeitswelt verändert sich rasant. Die Digital Natives kommen. Die jungen Kollegen haben natürlich grundlegend andere Bedürfnisse als der klassische Angestellte. Netzwelt zeigt, was Geschäftsführer und Personalmanager tun müssen, um die Facebook-Generation für ihr Unternehmen zu begeistern.
Inhaltsverzeichnis
- 11. Das Bewerbungsgespräch
- 22. Die Probezeit
- 33. Die Arbeitszeiten
- 44. Facebook und Web 2.0
- 55. Das Ambiente
- 66. Admin wird Personalbetreuer
- 77. Administrator als Espresso-Manager
- 88. Und die Arbeit?
Wie viel sich in den letzten Jahren verändert hat, sieht man am besten, wenn man einen nostalgischen Blick auf die Mitarbeiter der 80er und 90er Jahre wirft. Die Mitarbeiter haben in ihrer Kindheit noch mit der Kugelkopfschreibmaschine ihrer Eltern gespielt. In der achten Klasse haben sie vielleicht ihren ersten Casio-Taschenrechner bekommen. Im Büro brauchten sie ein paar Monate, um mit dem Computer zurechtzukommen und Trends wie Social Media oder Smartphones halten sie größtenteils für Zeitverschwendung.
Wie ganz anders ist doch die Biografie der Bewerber von heute. In ihrer Kindheit haben sie mit Papis Notebook gespielt, ihre Hausaufgaben erledigten sie mit Internet-Hilfe und das Smartphone ist in ihrer Hand förmlich fest gewachsen. Da kommt nämlich alle fünf Sekunden eine neue Facebook-Message.
Dementsprechend ist es für diese Hightech-Nutzer auch ganz natürlich, dass sie die Techniken und Geräte aus der Freizeit auch in der Firma um sich haben wollen. Nach einer Umfrage wünschen sich 70 bis 80 Prozent der Berufseinsteiger, dass ihr Arbeitgeber mit neuester Technik arbeitet. Facebook, Tablet-PCs und Smartphones sollen den Berufsalltag verschönern. Klar, die Generation Facebook macht ungern Kompromisse.
Firmen, die im globalen Wettbewerb bestehen wollen, brauchen diese jungen, technikaffinen High Potentials und sollten ihnen deshalb ein großes Stück weit entgegenkommen. Da genügt es längst nicht mehr, einen schnellen Arbeitsplatz-PC mit Flachbildschirm und ein Notebook für die Abteilung zu spendieren. Da braucht es schon ein paar Extras.
Hier sind die Tipps für Geschäftsführer und Personalmanager, die die verwöhnte Facebook-Generation begeistern wollen:

Sonntagabend ist Tatort-Zeit. In den letzten Jahren sind die Kommissare müde geworden. Lena Odenthal (Ludwigshafen) ist schon seit 22 Jahren im Dienst, Klara Blum (Bodensee) etwas behäbig geworden, Batic und Leitmayr (München) schwer ergraut und die Witze von Boerne und Thiel (Münster) sind auch nicht mehr so frisch. Da passt es dazu, dass all diese Ermittler mit Hightech nicht viel am Hut haben. Es ist Zeit für ein neues Kommissar-Duo.
Viele Hundebesitzer klagen, sie müssten bei Wind und Wetter mit dem Hund in den Park. Doch das muss nicht sein. Der Vierbeiner kann auch allein Gassi gehen. Moderne Technik macht es möglich.
Herr Toprak bemüht sich nach allen Regeln der Kunst in dieser Verkehrten Netzwelt verschiedene Smartphone-Nutzer zu klassifizieren. Der Grund dafür ist, dass das Weihnachtsfest vor der Tür steht. Doch Smartphones verschenken ist eine gewisse Kunst, wie sich bald zeigt.
Hallo, liebe Kinder. Ihr habt freien Zugang auf den Computer vom Papa? Dann schaut doch mal, was sich dort alles machen lässt. Jede menge Unsinn. Liebe Väter, bitte nicht diese Verkehrte Netzwelt lesen. Das nimmt dem Nachwuchs sonst den ganzen Spaß.
Der berühmte Physiker Stephen W. Hawking wurde gerade vom Wissenschaftsmagazin New Scientist zu seinem 70. Geburtstag interviewt und gefragt, worüber er am meisten nachdenke: "Frauen. Sie sind ein komplettes Rätsel."
Fernseher per Gesten steuern? Gab es schon im letzten Jahr. Mit dem TV reden und per Sprachbefehl die Kanäle wechseln? Pah! Auf der CES in Las Vegas konnte netzwelt eine wesentlich vielversprechendere Art und Weise ausprobieren, mit der Flimmerkiste zu interagieren - allein durch die Kraft der Gedanken.
Die Digitale Gesellschaft verhält sich wie eine Sekte! Neues wird gefeiert, weil es neu ist. Altes wird verdammt, weil es eben nicht mehr neu ist. Hinterfragt wird kaum. Stattdessen dem nächsten Trend hinterhergejagt. Aber was bedeutet das eigentlich für die Welt, in der wir leben?
Durch eine Umfrage unter 300 000 Arbeitnehmern hat das Institut Great Place to Work die besten Arbeitgeber in Europa ermittelt. IT-Unternehmen sind offensichtlich besonders beliebt.
Facebook überarbeitet den Aufbau der Profilseiten. Künftig gibt ein Kurzlebenslauf einen schnellen Überblick über eine Person. Des Weiteren können Nutzer ihre besten Freunde markieren.
Das Notebook im Urlaub hat schon seine Vorteile. Immerhin lässt sich so ein gewisses Maß an Stress vermeiden, wenn man wieder im Büro ist. Aber eigentlich ist Urlaub ja auch zum Entspannen da. Wer seiner Firma auch im Urlaub treu ergeben ist, sollte etwas dafür zurückbekommen - findet netzwelt-Autor Mehmet Toprak.
Es tut sich was in der Arbeitswelt. Die Veränderungen im Gefolge von Globalisierung und Wirtschaftskrisen sind schon vielfach beschrieben worden. Der Leistungsdruck auf Mitarbeiter ist in den letzten Jahrzehnten deutlich gestiegen. Gleichzeitig ist deren Unsicherheit gestiegen, zumal viele Unternehmen nur noch Zeitverträge abschließen.
Facebook will seine Android-Apps verbessern. Helfen sollen dabei die eigenen Mitarbeiter, die nutzen aber viel lieber Apples iPhone. Eine Kampagne soll dies nun ändern.
Schnell noch Facebook checken. Kurz die App ausprobieren. Dann noch das neue Tablet einrichten. Nebenbei vielleicht auch ein wenig arbeiten. Personalchefs sind mit einer neuen Generation von Mitarbeitern konfrontiert. Immer online, wahnsinnig gut vernetzt und auf der Höhe der Zeit! Das sind die Mitarbeiter der Zukunft, in der Verkehrten Netzwelt.





Beiträge
insgesamt 3 BeiträgeZur Erklärung: Die Verkehrte Netzwelt ist unser Satire-Bereich, mit in den meisten Fällen mindestens 10% Augenzwinkern ;) Aber wie du schon richtig erkennst, kann ein derart geführtes Unternehmen nicht...
Moin Moin, also ich als blinder User glaube überhaupt nicht an das, was in diesem Artikel steht. Den Chefs geht es heute doch nur noch ums Geld. Notebooks, Tablets usw. kosten für die Chefs viel zu...
Nun habe ich zum ersten Mal in einem unserer Social Media Manager Weiterbildungen einen Mitarbeiter aus genau so einem Unternehmen gehabt. Es funktioniert! 70 MA, Chef freut sich, wenn die MA miteinander auf dem Flur...