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Sony Ericsson Xperia active im Test: Smartphone für Sportler
Robustes Gehäuse und ANT+-Unterstützung

von Jan Kluczniok Uhr veröffentlicht

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Motorola brachte mit dem Defy das erste robuste Smartphone auf den Markt, nun zieht Sony Ericsson mit dem Xperia active nach. Das Handy richtet sich mit seinen vorinstallierten Apps und dem Zubehör dabei klar an Sportler.

Mit dem Xperia active befindet sich seit Kurzem auch ein Smartphone für den Outdoor-Einsatz im Portfolio von Sony Ericsson. Das Modell besitzt eine IP67-Zertifizierung, das Gehäuse ist also gegen Wasser und Staub geschützt. Ein echtes Outdoor-Handy ist das Xperia active aber nicht. Vielmehr eignet sich das Modell durch sein Zubehör für den Einsatz beim Sport im Freien.

Smartphones liegen im Trend. Den Touchscreen-Handys haftet aber ein Makel an. Anders als die Feature-Phone-Konkurrenz eignen sie sich zumeist nicht gerade für den Einsatz bei sportlichen Aktivitäten im Freien. Staub, Wasser oder ein Sturz aus geringer Höhe haben bei den Hightech-Geräten meist gravierende Folgen, wie gebrochene Displays oder Rückseiten.

Nicht so beim Xperia active. Das Modell ist speziell für den Einsatz bei Sport oder anderen Outdoor-Aktivitäten ausgelegt und glänzte im Test mit Widerstandsfähigkeit. Stürze aus mehreren Metern Höhe machten dem Gerät nichts aus. Display und Gehäuse blieben unversehrt, selbst die Akku-Abdeckung saß noch bombenfest auf dem Gerät - zumindest bei Stürzen auf weichen Untergründen. Auf hartem Stein oder Fliesen sollte man das Xperia active zwar nicht unbedingt fallen lasen, auf eine Schutzhülle für den Transport in der Tasche kann man aber getrost verzichten: Schlüssel und andere scharfe Gegenstände konnten dem Xperia active-Display im Test nichts anhaben.

Eingeschränkter Schutz bei Pool-Parties

Das Gehäuse des Xperia active erfüllt zudem den Schutzgrad IP67, dies bedeutet es ist staubdicht und gegen Eindringen von Wasser geschützt. Laut Hersteller hält das Smartphone ein Untertauchen von bis zu 30 Minuten bei einem Meter Wassertiefe problemlos aus. Der Wasserschutz hat aber seine Grenzen: Er gilt nicht für die Berührung mit Meereswasser, heißem Wasser, Schlamm oder Chemikalien - dementsprechend ist er auch in Schwimmbädern eingeschränkt. Mit dem Xperia active im Pool planschen sollte man also nicht unbedingt. Ein verschüttetes Glas Wasser auf dem Schreibtisch hat dagegen im Normalfall keine Folgen. Damit der Unfall aber ohne Konsequenzen bleibt, muss der Nutzer darauf achten, den Micro-USB- und den Kopfhöreranschluss stets wieder richtig zu verschließen und die Akku-Abdeckung sowie die Handy-Rückseite fest aufzusetzen, damit es für das Wasser keine Lücken zum Eindringen gibt.

Sony Ericsson weist zudem daraufhin, dass die Wasserresistenz mit der Zeit durch Verschleiß abnehmen kann. Bezüglich Wasser und Xperia active hebt Sony Ericsson noch hervor, dass sich das Smartphone auch mit feuchten Fingern bedienen lässt. Das klappte im Test gut, ein Unterschied zur Bedienung von anderen Smartphones, wie beispielsweise dem Samsung Galaxy Note, mit feuchten Fingern ließ sich aber nicht ausmachen. Schöner wäre es dagegen, dass Xperia active würde sich auch mit Handschuhen bedienen lassen. Dies ist aber nicht der Fall.

Kein Hingucker

Die Widerstandsfähigkeit des Xperia active hat aber ihren Preis. Mit einer Gehäusetiefe von 16,5 Millimetern ist das Android-Handy fast doppelt so dick wie das Apple iPhone 4S oder das Samsung Galaxy S. Ein Hingucker ist das Modell daher nicht unbedingt - höchstens wegen seines knallig orangem Rahmen. Das Gewicht bewegt sich aber mit 110,8 Gramm im Rahmen. Auftragen tut das Smartphone in der Hosentasche dank des kompakten Formfaktors zudem auch nicht, lediglich in der Hemdtasche dürfte es sich unangenehm bemerkbar machen.

An der Verarbeitung und der Haptik des Gerätes hat netzwelt nichts auszusetzen. Allerdings hätte Sony Ericsson das Bedienkonzept an einigen Stellen noch besser an das Einsatzgebiet anpassen können. So weist das Modell unter dem Display nur Sensor-Tasten auf, die der Nutzer nicht erfühlen kann. Beim Sport wären aus Sicht der Redaktion physikalische Tasten besser. Die vorinstallierte Taschenlampen-App bietet viele Einstellmöglichkeiten, etwa auch das Absetzen eines SOS-Signals. Allerdings lässt sich die App nicht über eine Hardware-Taste am Gerät aktivieren, der Nutzer muss hier den Weg über den Touchscreen gehen.

Sony Ericsson Xperia active

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Das Gehäuse des Xperia active ist wasserfest - allerdings müssen die Anschlüsse dazu verschlossen sein. (Bild: netzwelt)

Sportliches Zubehör

Sony Ericsson legt dem Xperia activ einiges an Zubehör in die Box. So kann der Nutzer das Xperia active mit einem Gummiband an Rucksack oder Gürtel befestigen. Dazu muss er das beiliegende Band nur durch die Schlaufe am Handy ziehen. Allerdings gibt es nur zwei Ösen im Band, die Einstellmöglichkeiten sind diesbezüglich also beschränkt. Des Weiteren liegt dem Smartphone ein Tragegurt für den Oberarm bei, damit kann der Nutzer das Xperia active auch beim Joggen bei sich tragen. Ganz so praktisch ist die Halterung aber nicht. Das Xperia active lässt sich durch die Plastikfolie nur schwer bedienen. Zudem hat der Nutzer keinen Zugriff auf die physikalischen Tasten. Er muss auf gut Glück auf dem Schaumstoff der Halterung herumdrücken. Hier hat Sony Ericsson aber lediglich die ungefähre Position der Sperrtaste markiert, die Lautstärkeregler muss der Nutzer dagegen umständlich suchen.

Zum beiliegenden Sport-Paket gehören auch die Apps Walkmate und iMapMyFitness+, die auf dem Xperia active bereits vorinstalliert sind. Walkmate ist ein Schrittzähler, der anhand von Bewegungen misst, wie viele Schritte der Nutzer am Tag macht. Das klappte im Test erstaunlich genau, allerdings lässt sich die App auch durch simples Schütteln des Handys manipulieren. Zum Fair Play müssen Sie sich also selbst verpflichten. Das Programm iMapMyFitness+ dagegen zeichnet via GPS Strecke, Tempo und weitere Trainings-Daten auf. Die App ist aber auch für andere Geräte kostenlos im Android Market erhältlich. Durch Unterstützung des ANT+-Protokolls kann sich das Gerät sogar mit Pulsuhr und Co. verbinden und dann auch Pulsschlag und Herzfrequenz aufzeichnen.

Multimedia nur befriedigend

In Sachen Multimedia schneidet das Xperia active nur mittelmäßig ab. Zwar überraschte die verbaute 5-Megapixel-Kamera im Test mit gestochen scharfen HD-Videos. Fotos wirkten dagegen detailarm und ausgewaschen. Ein mit dem Xperia active aufgenommenes Video finden Sie hier, ein Foto hier.

Der Klang ist zwar kräftig und bei angeschlossenen Kopfhörer auch für die musikalische Berieselung geeignet, der Lautsprecher enttäuscht dagegen mit einem dünnen Klangbild und Störgeräuschen. Die Sprachqualität des Smartphones ist gut - wird aber durch ein leichtes Rauschen getrübt.

Schwachpunkt Akku

Technisch entspricht das Xperia active den anderen Mittelklasse-Modellen von Sony Ericsson. Im Inneren werkelt ein 1-Gigahertz-Single-Core-Prozessor, der für eine ordentliche Arbeitsgeschwindigkeit sorgt und für die allermeisten Aktivitäten vollkommen ausreichend ist. Zum Surfen oder E-Mail schreiben eignet sich das Xperia active aufgrund des mit einer Diagonalen von drei Zoll sehr kleinen Displays und der geringen Auflösung von 480 x 320 Pixeln aber nur bedingt.

Ein Schwachpunkt ist auch der Akku. Er bietet eine Kapazität von 1.200 Milliamperestunden. Damit ist laut Sony Ericsson eine maximale Sprechzeit von 5,5 Stunden in einem UMTS-Netz möglich. Bei intensiver Nutzung muss das Xperia active also abends wieder an die Steckdose. Bei mehrtägigen Wandertouren, bei denen man längere Zeit ohne Stromversorgung ist, ist das Xperia active also nicht der richtige Begleiter. Zum Vergleich: Das Motorola Defy+ bietet einen 1.700 Milliamperestunden-Akku und kommt laut Hersteller auf eine Sprechzeit von bis zu 7,1 Stunden.

Fazit

Das Xperia active ist härter im Nehmen als viele der Smartphone-Konkurrenten - Minuspunkte erhält das Gerät aber für den schwachen Akku und die fehlende Taschenlampen-Taste. Ebenfalls nur durchschnittlich sind die Multimedia-Eigenschaften des Gerätes. Das Zubehör ist zwar nett, stellt aber mangels Komfort keine Kaufgrund dar. Für Sportler könnte das Gerät dank ANT+-Unterstützung und der vorinstallierten Apps dennoch interessant sein.

Die unverbindliche Preisempfehlung für das Xperia active lautet 329 Euro, im Internet ist das Handy aber bereits ab 225 Euro erhältlich. Von den großen Netzbetreibern führt nur die Deutsche Telekom das Modell derzeit im Portfolio.

Alternativen sind das Samsung Galaxy Xcover und das Motorola Defy beziehungsweise das Motorola Defy+.

Kommentare zu diesem Artikel

Motorola brachte mit dem Defy das erste robuste Smartphone auf den Markt, nun zieht Sony Ericsson mit dem Xperia active nach. Das Handy richtet sich mit seinen vorinstallierten Apps und dem Zubehör dabei klar an Sportler.

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  • Jan K. schrieb Uhr
    AW: Sony Ericsson Xperia active im Test: Smartphone für Sportler

    @Flake:

    "Wieso sollte man keine Poolparty mit dem Handy antreten?"

    Der Hinweis bezog sich darauf, dass der Hersteller den Wasserschutz einschränkt, wenn es um mit Chemikalien, z.B. Chlor, versetztes Wasser geht.

    "Sturz auf harten Boden?"

    Wir schreiben ja, dass das Smartphone äußerst Widerstandsfähig ist. Dauerhaft hält es aber auch keine Stürze aus. Deshalb haben wir uns für die Formulierung "Auf hartem Stein oder Fliesen sollte man das Xperia active zwar nicht unbedingt fallen lasen" entschieden.

    Grüße aus der Redaktion.
  • Flake schrieb Uhr
    AW: Sony Ericsson Xperia active im Test: Smartphone für Sportler

    Wieso sollte man keine Poolparty mit dem Handy antreten? genauso der Sturz auf harten Boden? Beides kann das Handy sehr wohl gut ab. Habt ihr euch einfach nicht getraut, oder warum diese "Behauptung"? Klar fühlt es sich merkwürdig an, dass man mit einen Smartphone so umspringen kann, aber es ändert nichts daran, dass es dies sehr wohl kann, und eine Erwähnung wert ist. Für viele XPeria-Besitzer war es nämlich genau diese Robustheit, die sie zum Kauf bewegte. Der Test wird der Robustheit des Handys nicht gerecht :( Und PS: Die Ösen am beiliegenden Band dienen dazu, dass man die Metall"Aretierung" über aufgezogen bekommt (Band zwischen den beiden "Ösen" knicken. Dann lässt sie sich Problemlos aufziehen ;)) ...

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Sony Ericsson Xperia active im Test: Smartphone für Sportler
Sony Ericsson präsentiert mit dem Xperia active ein robustes Smartphone, das sich vor allem an Sportler richtet.
http://www.netzwelt.de/news/90659-sony-ericsson-xperia-active-test-smartphone-sportler.html
2012-02-03 16:57:58
http://img.netzwelt.de/dw120_dh90_sw0_sh0_sx0_sy0_sr4x3_nu0/article/2011/mozillla-will-eigenes-betriebssystem-entwickeln-bild-screenshot6864.png
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